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Mode - mehr als nur etwas zum Anziehen:
Oder welchen Einfluss unsere Gedanken auf unser Selbstverständnis haben


von Birgit Faschinger-Reitsam



Gehst du manchmal ins Theater, in eine Ausstellung, in ein Konzert oder ins Kino, um auf neue Gedanken zu kommen?

Dann habe ich eine wunderbare Übung für dich. Du wirst sie lieben. 

Doch zuvor noch ein paar einführende Gedanken...

Täusche ich mich, oder sind wir Frauen großartig darin, uns das Leben schwer zu machen? Das Leben ist kein Zuckerschlecken, wird uns beigebracht und nur wenn wir uns anstrengen, bekommen wir etwas dafür... Ich selbst habe das geglaubt und danach gehandelt. Auch in schönen Dingen, wie Kleidung, war ich vernünftig. Mode ist etwas zum Anziehen, dachte ich lange Zeit.

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Mode - mehr als nur etwas zum Anziehen
© 27soon/pixabay

Ich habe mich an männlichen Vorbildern orientiert, denn wirklich gutverdienenden Frauen begegnete ich früher nicht in meiner Branche. Nie im Leben wäre es mir eingefallen, mir Coco Chanel zum Vorbild zu nehmen. Die Modewelt kam mir zu "leicht-lebig" vor. Zu verspielt. Ich konnte sie nicht ernst nehmen. 

Aber wie es der Zufall wollte, bekam ich eine Einladung nach Paris. Und dort kam ich in Kontakt zu sehr erfolgreichen Frauen. Die meisten verheiratet, die meisten mit zwei bis drei Kindern. Und alle umwerfend chic.

Mode: welchen Einfluss unsere Gedanken auf unser Selbstverständnis haben
© Hans/pixabay


Wieder zurück habe ich mich über meine Erfahrungen ausgetauscht und wurde schnell wieder auf den Boden der deutschen Tatsachen geholt: Wir können nicht alles haben...

Jahre später - endlich - las ich Coco's Biografie und staunte über ihren Lebenslauf: Vom armen Waisenkind zur Stilikone. "Ich mochte mein Leben nicht", schreibt sie, "deshalb habe ich mir ein neues Leben erschaffen."



Nun, anlässlich Karl Lagerfelds Tod stolperte ich über seinen Spruch: "Ich kenne keinen Stress, ich kenne nur Strass." - Und damit kam mir die Idee, diese Übung mit dir zu teilen:

Wir können immer nur ausdrücken, was wir fühlen und uns erlauben. Wenn unser Alltag von Stress, Funktionieren, Sparen, Arbeit und Erfolgsdruck geprägt ist, "leben" wir genau dies. 

Wenn wir uns jedoch auf "Strass" ausrichten und auf schöne Dinge, wird sich dies auf unseren inneren Dialog und auch körpersprachlich auswirken. Wir strahlen aus, was wir fühlen und denken - und ziehen mehr davon an. 

Deshalb schnappe dir ein Blatt Papier und einen Stift und schreibe auf, wie du dich fühlen willst. Nimm dir dazu ein paar Minuten Zeit und sammle Begriffe, wie z.B.: "Inspirierend, klar, leicht, freudvoll, zärtlich, gefühlvoll, geliebt, anerkannt, gesund, unbeschwert, geerdet, begeistert, würdevoll, mitfühlend, entspannt, wertschätzend, eigensinnig, feinfühlig, verbunden..."

Ergänze deine Liste immer wieder um neue Begriffe. Und lese sie dir täglich mehrmals laut vor. 

Was bringt dir diese Übung? Nun: Coco wurde zur Stilikone, weil sie sich dafür entschieden hat, in anderen Kategorien zu denken. Karl Lagerfeld hat sich für sich andere Standards gesetzt.

Und du kannst dich entscheiden, ob du deine Gedanken so oder so ausrichtest. Beobachte dich, während eines Tages, wie sich diese Übung auf dich auswirkt. Sie wird dich verzaubern. 

Übrigens: Unser Denken und unsere Gefühle wirken sich auf unseren Körper aus. Wenn du wertschätzender über dich denkst, gehst du anders. Stehst du anders. Es lohnt sich, wenn wir unser Selbstverständnis hinterfragen – und vielleicht auch unsere Haltung gegenüber Mode.

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Birgit Faschinger-Reitsam über Birgit Faschinger-Reitsam:

Birgit Faschinger-Reitsam
© Birgit Faschinger-Reitsam

Ich liebe Herausforderungen

Das Thema Füße lässt mich nicht mehr los. Es ist so überaus wichtig, dass wir unsere Wurzeln pflegen! Ich bin offen für ungewöhnliche Vorgehensweisen und vertraue auf meine Anders-artigkeit, mit der ich bisher immer erfolgreich war.


Außerdem bringe ich etwas mit:


Direkt zur Homepage von Birgit Faschinger-Reitsam:
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