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Wer nicht philosophiert, kommt nicht zu sich selbst


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von Dr. Albert Kitzler

Wer nicht philosophiert, kommt nicht zu sich selbst.

So lässt sich folgende Passage bei Seneca zusammenfassen:

„Niemals wird es ihnen (die sich nie mit der Philosophie beschäftigen) möglich, zu sich selbst zu kommen, und tritt zufällig etwa einmal eine Pause ein, dann schwanken sie hin und her wie das tiefe Meer, das auch nach dem Sturm noch in Bewegung ist; kurz: niemals lassen ihre Begierden sie in Ruhe ... sie ersticken an ihrem Glücke. Wie vielen wird der Reichtum zur Last! ... Wie viele bieten infolge des unaufhörlichen Sinnengenusses den Anblick von wandelnden Leichen! ... Keiner sichert sich sein Recht über sich selbst ... der eine dient diesem, der andere jenem, keiner sich selbst. ... Du aber hast dich nie für wert gehalten, einen Blick in dich zu tun, auf dich selbst zu hören.“ 

Wer nicht philosophiert, kommt nicht zu sich selbst
© jakobowens1/unsplash

Die Bedeutung Senecas für die Geschichte der Philosophie ist durchaus umstritten. Ich teile die Meinung des amerikanischen Philosophen und Kulturhistorikers Will Durant, der ihn für den größten römischen Philosophen hielt. Ich möchte noch weiter gehen: Er gehört zu den bedeutendsten Weisheitslehrern überhaupt. „Philosophieren“ im Einleitungssatz ist weit zu verstehen und umfasst jeden Versuch, sich und die Welt zu verstehen.

Insofern philosophieren wir alle - mehr oder weniger intensiv, mit mehr oder weniger großem Erfolg. In dem Zitat geht es um einen maßvollen Umgang mit den Begierden, um Herrschaft über sich selbst und Selbsterkenntnis. Das ist nach Seneca der Weg zu einem gelingenden Leben, zu Seelenfrieden und Harmonie mit sich und seinem Leben. Es ist der Weg, den die praktische Philosophie weist.

Nutzen Sie die "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.


Leben lernen - ein Leben lang Eine praktische Philosophie
Albert Kitzler (Autor)
Leben lernen - ein Leben lang
Eine praktische Philosophie
Die Wurzel des Glücks und Unglücks liegt in der eigenen Seele – das besagt ein Weisheitsgedanke aus der Antike. Wie immer die äußeren Umstände sind, ob unsere Pläne gelingen oder nicht, ob wir vermögend sind oder in bescheidenen Verhältnissen leben, mit körperlicher Schönheit gesegnet sind oder nicht – wir können immer das Beste daraus machen. Je mehr uns das gelingt, umso zufriedener sind wir mit unserem Leben. Wie kein anderer Philosoph der Antike hat Seneca diese Auffassung vertreten und daraus eine praktische Lebensphilosophie entwickelt, die heute aktueller denn je ist. Insbesondere hat er erkannt, dass das bloße Wissen allein nicht ausreicht. Hinzukommen müssen vielmehr zahlreiche praktische Anwendungshilfen, die es uns ermöglichen, die inneren Widerstände zu überwinden. Dem erfolgreichen Autor Albert Kitzler gelingt es, die Weisheit der alten
Philosophen in die heutige Zeit zu transportieren und für unseren Alltag anwendbar zu machen.




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© Albert Kitzler
Dr. Albert Kitzler
, Jahrgang 1955, studierte Jura und Philosophie in Freiburg. Promotion in Rechtsphilosophie. Bevor er sich ganz der praktischen Philosophie widmete, arbeitete er als Rechtsanwalt und Filmproduzent. Er produzierte über ein Dutzend Spielfilme und gewann 1994 mit dem Kurzfilm „Schwarzfahrer“ einen Oscar. Seit 2000 intensivierte er seine Studien zur antiken Philosophie. 2010 gründete er „MASS UND MITTE – Schule für antike Lebensweisheit“ und veranstaltet seither Seminare, Vorträge, philosophische Matinees sowie Einzel- und Gruppen-Coachings. Er lebt in Berlin und München.

Direkt zur Homepage: www.massundmitte.de

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