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Wie du mit schwierigen Zeiten umgehen kannst


von Edith Maria Morell

Fast jeder von uns kennt einen oder mehrere Menschen in seinem Leben, die positiv gestimmt, weise, herzlich und mitfühlend sind.

Obwohl sie sehr schlimme Zeiten hinter sich und herbe Niederlagen erfahren haben, menschliche Enttäuschungen erlebt und den Verlust geliebter Menschen überwinden mussten, sind sie nicht daran zerbrochen, im Gegenteil sie sind daran gewachsen.


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Wie du mit schwierigen Zeiten umgehen kannst
© kjsfotografia/unsplash


Diese Menschen haben oft eines gemeinsam.

Sie haben ihren Weg raus aus der Verzweiflung gefunden.

Der Kontakt mit vielen intensiven Emotionen und der Erkenntnis sich nicht vom eigenen Ego mitreißen zu lassen, Dankbarkeit, liebevolles Mitgefühl und tiefgehende Lebenserfahrung haben sie zu diesen Menschen werden lassen.

Meist wurden sie schon mit der Veranlagung geboren, tiefe echte Emotionen zu empfinden aber die Entwicklung zu diesem Menschen, der sie heute sind, geschah durch schrittweise Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung von Charakterstärke.

Wenn du schwierigen Zeiten begegnest, kannst du diese über dein Leben bestimmen lassen, dich zerstören lassen oder gestärkt daraus hervorgehen


In diesem Artikel möchte ich dich daran erinnern, dass du die Wahl hast.

Schmerz ist ein Teil des Lebens und der Liebe. Aber du kannst daran wachsen.

Wie oft haben wir Angst vor unseren Gefühlen, unserer Wahrheit. Wir sprechen gerne darüber wie großartig das Leben und die Liebe ist, aber dann verstecken wir uns wieder davor. Wir verstecken uns vor unseren wahren Gefühlen. Wahre Gefühle sind das Leben und die Liebe aber sie können auch schmerzhaft sein und das möchten wir häufig vermeiden.

Nicht selten mündet das in Bindungsangst, die dich an dem Erleben erfüllender Beziehungen hindert.

Deine Gefühle sind ein Teil von dir, deine Realität. Willst du sie nicht wahrhaben, verleugnest sie oder schämst dich womöglich dafür, dann wirst du unsicher. Lügen und Manipulation öffnest du dann die Tür.

Stehe zu deinen Gefühlen auch wenn sie schmerzhaft sind, zu deinen Ängsten und Enttäuschungen. Du wirst daran wachsen, ganz sicher.


Schmerz ist ein Teil des Lebens und der Liebe. Aber du kannst daran wachsen
© rpnickson/unsplash


Deine Einstellung ist die halbe Miete

Natürlich hat das Leben Hochs und Tiefs. Zu erwarten das Leben dürfe nur aus Hochs bestehen ist wie wenn du auf einer andauernden Welle reitest die niemals abfällt. Ich kenne solche Wellen nicht.

Wenn du aber akzeptierst, dass die Wellen hoch und runter gehen, dann wunderst du dich nicht und denkst: „ Mist jetzt geht es wieder runter“.

Ja es geht auch mal wieder nicht so gut oder auch richtig sch..., du weißt das geht vorüber. Es ist nur eines SICHER - und das ist die VERGÄNGLICHKEIT der Dinge. Auch deine unangenehmen störenden Gefühle werden wieder vergehen.

Das Leben ist nicht perfekt aber es ist mit Sicherheit WUNDERbar. Wundere dich was geschieht, freue dich, genieße und denke daran wenn die Welle dich mal wieder ganz nach unten zieht. Es gibt Menschen, die dich lieben. Es gibt die Wunder der Natur. Beruhige deinen Geist wenn es dich nach unten zieht.

Sieh das Leben nicht als selbstverständlich an. Jeder Tag ist ein Geschenk.

Lass dich nicht von Negativität um dich herum beeinflussen. Auch wenn andere nicht deiner Meinung sind. Bleibe bei dem Standpunkt, dass die Erde ein Ort ist auf dem es sich lohnt zu sein.

Ändere deine Gedanken und du änderst deine Realität.

Deine größten Ängste gibt es nicht

Auch wenn Angst in schwierigen Zeiten viel Nahrung bekommt: Ich habe Angst vor…, das werde ich nie schaffen, das ist zu schmerzhaft, etc. und du ganz abgeschnitten bist von deinem Herzen und dich nicht wagst weiter zu gehen, weil du Angst hast was noch auf dich zukommen könnte. Du die Augen zu kneifst um deiner Angst nicht in die Augen zu sehen.

Du wirst feststellen, begibst du dich in das Auge des Tornados, ist es ganz still und da ist Frieden.

Mach die Augen auf, stelle dich deinen Ängsten, glaube mir, wenn du ihnen begegnest sind es kleine liebe bedürftige Kuscheltiere. Du musst sie nur anschauen und nicht verleugnen oder verdrängen. Gehe hinein in das Gefühl, spüre wo kommt es her, ist es überhaupt deines? Schreibe in dein Journal, alles was dir dazu einfällt und aus deinem Unterbewusstsein hervor sprudelt. (Ich spreche hier nicht von ernsthaften Angsterkrankungen, die therapeutischer Hilfe bedürfen).


Du wächst an deinen Erfahrungen und wirst stärker

Das Leben hält (zum Glück) immer Überraschungen bereit. Man kann noch so viel planen und alle Eventualitäten mit einbeziehen. Während du planst, passiert das Leben.

Erfahrung machst du, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du sie erwartest hast.

Du musst dich auf etwas Unerwartetes einstellen, umdenken, mit Gefühlen umgehen, die du nicht magst. Jedoch du wirst daran wachsen. Du musst handeln, deine Gefühle aushalten, du bist HERAUS gefordert.

Du hast die Möglichkeit deine Wunden in Weisheit umzuwandeln. Zuerst musst du akzeptieren, dass die Situation so ist wie sie ist, dann kannst du den nächsten Schritt machen.


Es gibt IMMER etwas wofür du dankbar sein kannst

Es gibt IMMER etwas wofür du dankbar sein kannst
© matheusferrero/unsplash
Es klingt banal, aber mit einem Lächeln im Gesicht lässt sich vieles einfacher bewältigen.

Manchmal ist es auch wichtig Konsequenzen zu ziehen, manchmal muss man auch unangenehm werden, weil sonst der eine oder die andere nicht versteht, dass hier die Grenze erreicht ist.

Dennoch es gibt so viel Schönes zu erleben und vieles verliert seinen Schrecken, wenn man entspannt und vertrauensvoll darauf schaut.

Stell dir mal vor all die vielen "kleinen Dinge", für die du dankbar sein kannst, wären morgen früh verschwunden, wenn du aufwachst: du lebst in einem Land ohne Krieg, du hast fließend warmes Wasser ohne kilometerweit laufen zu müssen, du hast medizinische Versorgung, es ist unwahrscheinlich dass du verhungerst, dir stehen alle Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung, du kannst deine Meinung frei äußern, du musst dich als Frau nicht verhüllen.

Am Ende des Tages ist es nicht flüchtiges Glück das uns dankbar macht, sondern Dankbarkeit macht uns glücklich!

Wie oft hast du schon andere für dein Unglücklich sein oder deine Unzufriedenheit verantwortlich gemacht und warst wütend oder verletzt darüber was man dir angetan hat?

Letztendlich ist es wie mit dem Zitronensaft. Der Zitronensaft an und für sich ist von Natur aus nicht gemein oder böse, aber wenn er in eine Wunde hineinkommt, dann tut es sehr weh.

Andere Personen können nur etwas in dir an triggern, was schon in dir schlummert. Eine Verletzlichkeit in bestimmter Hinsicht.

Ganz ehrlich, ich habe früher und leider auch manchmal heute noch, den Zitronensaft für meine Schmerzen verantwortlich gemacht und überlegt, ob ich Zitronensaft nicht komplett aus meinem Leben streichen sollte - anstatt meine Wunden zu heilen - , so dass ätzende Substanzen ( oder Menschen ) keine Angriffsfläche mehr bei mir vorfinden und destruktive Verhaltensweisen abperlen wie von einer Regenhaut.

Du kannst Situationen nicht ändern, wenn du keine Verantwortung dafür übernimmst.

Sigmund Freud sagte einmal, sinngemäß: "Die meisten Menschen wollen nicht wirklich, echte Freiheit erlangen, denn Freiheit bedeutet Verantwortung und die meisten Menschen haben Angst vor Verantwortung".

Wenn du andere dafür an klagst, was dir zugestoßen ist, gibst du Verantwortung ab. Du gibst die Verantwortung für diesen Teil deines Lebens an jemand anderen ab. Je eher du aufhörst andere für dein Glück verantwortlich zu machen, desto eher kannst du glücklich sein.

Bist du im Moment gerade unglücklich, ist das nicht die Schuld von jemand anderem.

Letztendlich hängt es von dir ab, von deinem Willen, die Verantwortung für dein Glück nicht abzugeben, egal wie viele Personen in diesem Spiel schon mitmischen wollten. Von heute an übernimm die Verantwortung für dein Leben. Nur im hier und jetzt hast du die Kontrolle über die Umstände. Du kannst für dich selbst denken und für dich selbst einstehen.

Bist du im Moment gerade unglücklich, ist das nicht die Schuld von jemand anderem
© FOTOKALDE/pixabay


Sei der Held oder die Heldin in deinem Leben und nicht das Opfer.

Du bist nicht allein

Wenn du dich in einer schwierigen Zeit befindest, meinst du vielleicht nur zufriedene und glückliche Menschen um dich herum zu sehen und fühlst dich furchtbar alleine. Allen anderen scheint es gut zu gehen, nur dir nicht.

Aber das ist nicht so. Wir haben alle mehr oder weniger mit unseren inneren Kämpfen zu tun. Wären wir mutig genug uns zu öffnen und miteinander zu sprechen, würden wir feststellen, dass wir nicht alleine sind mit unseren Gefühlen des Verlassen seins und Alleinseins.


Egal wie verzweifelt du dich gerade fühlst, es gibt so viele andere, denen es gerade ganz genauso geht.

Wenn du dich selbst zu dir sagen hörst: "Ich bin so alleine", dann sei gewiss, dass du dir da gerade eine Lüge erzählst. Es gibt IMMER jemand, dem du vertrauen kannst, der für dich da ist. Vielleicht hast du diese Person noch nicht bemerkt, halt die Augen offen. Du findest jemand, bitte das Universum um Unterstützung, dir jemand zu schicken mit dem du reden kannst.

Fühlst du dich gerade verzweifelt, so glaube mir, auch ich habe sehr oft mit diesen Gefühlen zu kämpfen. Ich verstehe dich, genauso wie viele andere es auch tun. Du bist nicht alleine.


Mache dich nicht vom Urteil anderer abhängig

Wenn wir etwas schaffen oder erreichen wollen, dann schauen wir nicht selten danach was andere davon halten. Das Urteil anderer ist dann sehr wichtig für uns. Wir messen uns an ihrem Urteil.

Natürlich ist es sehr hilfreich ein ehrliches Feedback für etwas zu bekommen. Dennoch Erfolg ist für jeden etwas anderes. Für Viele ist Erfolg mit Ansehen und finanziellem Wohlstand verbunden, zufrieden und glücklich muss diese Person trotzdem nicht sein, sie träumt vielleicht davon in einer einsamen Hütte ein Buch zu schreiben. Aber traut sich das nicht, weil es dann heißen könnte: "der oder die ist völlig übergeschnappt".

Gehe deinen eigenen Weg. Du musst nicht brillant sein um dich erfolgreich zu fühlen. Du musst nicht berühmt sein, um als erfolgreich zu gelten. Authentizität und Beharrlichkeit, Kreativität, Rückschläge wegstecken können, Urteilen anderer nicht so viel Gewicht beimessen, ist die Formel erfolgreicher Menschen. Leiser Erfolg ist genauso viel Wert, wie Erfolg von dem alle wissen.

Unsere, dem Mangeldenken verhaftete Gesellschaft, bombardiert uns mit Botschaften, die uns das Gefühl geben nicht gut genug zu sein. Wir sind nicht reich genug, nicht erfolgreich genug, nicht schön genug, nicht jugendlich genug, nicht außergewöhnlich genug, nicht kreativ genug, nicht geistreich genug, nicht... genug.

Du hast vielleicht schon eine Menge Selbsthilfebücher gelesen, Therapien, Coachings und sonst noch was gemacht, die dir helfen sollten dein perfektes Selbst zu kreieren. Dennoch, du findest immer noch etwas, das dir, im Vergleich zu anderen, das Gefühl gibt nicht perfekt zu sein. Und wenn du nicht perfekt bist, dann hast du versagt.

Eine ziemlich üble Abwärtsspirale, die da ihren Weg bahnt. Im schlimmsten Fall endet diese in dem Gefühl von Wertlosigkeit, Depressionen und Ängsten oder in Anbiederei an Menschen, die wir vermeintlich für erfolgreich halten, Gefühlen von Einsamkeit, einseitig materiellem Denken und Statusdenken.

Mache dich nicht vom Urteil anderer abhängig
© Pexels/pixabay


Mit dem Gefühl nicht gut genug zu sein - genauso wie du bist - verlierst du den Kontakt zu dem Sinn deines Lebens und wie LIEBEVOLL vieles um dich herum ist. Vielleicht steckst du in einer Beziehung, die dein Prestige fördert aber glücklich bist du nicht - weil du dich selbst nicht für gut genug hältst und es dir an Selbstliebe mangelt.

Du bist Gut GENUG! Das musst du dir nicht erkämpfen oder verdienen.

Wirst du gerade kritisiert oder belächelt für das was du tust. Gehe weiter.

“Versuche nicht ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu sein" Albert Einstein"


Nur in der Gegenwart kannst du etwas ändern

Du träumst vielleicht von einem Leben, in dem alles ganz genau nach deinen Wünschen läuft. Du hängst der Vergangenheit nach, in der im Nachhinein alles besser war. Sentimentalität vernebelt deine wahren Gefühle. In der Zwischenzeit, also jetzt, findest du alles mittelmäßig, bzw. bekommst gar nicht mit, was gerade im Moment alles Wunderbares geschieht während du der Vergangenheit nach trauerst.

Natürlich ist es gut an eine bessere Zukunft, eine Vision oder ein Ziel zu denken. Aber etwas tun dafür kannst du nur in diesem Moment.

Da wo du gerade stehst. ist genau der richtige Ort um dahin zu kommen, wohin du möchtest.

Darum wertschätze, was du gerade hast und wo du stehst. Du hast schon viel erreicht, halte inne und betrachte das. Immer nur nach vorne hetzen, macht dir das Betrachten dessen was genau vor deiner Nase liegt unmöglich. Deine Familie, deine Freunde sind viel zu wertvoll, als dass du sie für selbstverständlich hältst.

Schau dich einmal um und sehe die Möglichkeiten, die es Hier und Jetzt für dich gibt. Vieles von dem, vor dem du Angst hast, gibt es hier nicht. Das was du lieben kannst, ist näher als du es für möglich hältst.

Nur einen kleinen Gedanken entfernt, der dich hindert, zu erkennen wo du geliebt wirst und welche Möglichkeiten du ergreifen kannst.



Edith Maria
© Edith Maria
Ich bin Edith Maria, ich bin Diplom Pädagogin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Thetaheilerin und Beziehungscoach für Single Frauen jeden Alters.

Ich helfe spirituellen, sensitiven Frauen ihrem Ruf zu folgen, Blockaden und hinderliche Glaubenssätze aufzulösen, sich von co abhängigen Bindungsmuster zu befreien, ihre Intuition und Selbstliebe zu stärken, um endlich gesunde Beziehungen und ein erfülltes Leben zu leben.

Dirket zur Homepage von Edith Maria: www.edithmaria.de

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