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Wachstum – seine Grenzen und Gefahren


von Dr. Ruediger Dahlke

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Wachstum steht heute in ausgesprochen gutem Ruf, selten wird irgendwo der Schatten so konsequent übersehen. Es ist auch das alte und neue Zauberwort der Politik. Ob Rote oder Schwarze, Grüne oder Gelbe, alle hoffen sie auf Wachstum, um die Hauptprobleme unserer Zeit, Arbeitslosigkeit und Verschuldung zu lösen. Mindestens 3 % Wirtschaftswachstum brauche man, um die Arbeitslosigkeit zu bessern, Vollbeschäftigung ließe sich frühestens ab 5 % jährlichem Wachstum erreichen, orakeln sogenannte Wirtschaftsweise.

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© geralt/pixabay

Wie weise solche Forderungen und Hoffnungen sind, bleibt indes dahingestellt, denn von seinem Ökosystem ist unser Heimatplanet offensichtlich nicht mehr in der Lage das ungebremste Wirtschaftswachstum der Industrienationen zu verkraften. In Deutschland ist das allgemeine Wachstum ziemlich entscheidend mit dem der Autobranche verknüpft. Eine einfache Überlegung aber zeigt, dass das einen ziemlichen Haken hat. Denn was geschähe, wenn noch andere Länder so exzessiv Autos produzieren würden wie Deutschland, die USA, Japan, Italien und Frankreich? Wo sollten sie hin, wo sollten sie fahren, was sollten wir noch alles zubetonieren, um ihnen freie Fahrt zu schaffen. Die dümmliche Parole „freie Fahrt für freie Bürger“ zeigt auf ihrer Schattenseite wo wir gelandet sind. Heute braucht ein Auto in London schon deutlich länger durch die Stadt als vor 100 Jahren ein Pferdefuhrwerk.

Auf der anderen Seite starren natürlich auch in anderen Industrienationen und sogar zunehmend in Entwicklungsländern ebenfalls Politiker gebannt auf Wirtschaftszahlen und erhoffen auf nichts sehnlicher als auf kräftiges Wachstum. Westliche Politiker verkünden sogar vollmundig, sie würden alles unternehmen, damit auch die sogenannten Drittweltländer unseren Stand erreichen und dazu wäre enormes Wachstum nötig. Auch wenn solche Sprüche wohl nicht sonderlich ernst gemeint sind, spiegeln sie doch eine hoffnungslose Lage. Ohne Wachstum keine Stabilität und damit auch kein Frieden in und zwischen den Staaten.

Die Grenzen unseres Wachstum haben schon einmal die Forscher des Club of Rome heraufbeschworen, wobei sie sich mit ihrer linearen Betrachtungsweise gründlich irrten. Nichts läuft in dieser Schöpfung linear, sondern alles in Rhythmen und Wellen. Trotzdem lässt sich sehr anschaulich berechnen, wie sehr wir mit unserer Faszination für Wirtschafts- und damit Geldwachstum daneben liegen.

Ganz offenbar regiert Geld unsere Welt – und zwar mehr denn je. Es beherrscht immer mehr Menschen und immer weniger Menschen beherrschen ihr Geld. Wir sind besessen davon, ohne es wirklich zu besitzen. Wie allen Herrschern werden auch dem Weltherrscher Geld alle Türen und Tore geöffnet. Das geschieht im galoppierenden Prozess der Globalisierung, dem alle Handelsschranken und Kontrollmechanismen des Geldverkehrs zum Opfer fallen. Der freie Fluss des Geldes ist schon erreicht, der der Waren im Rahmen des Welthandels steht kurz bevor und soll mit Nafta, TTIP und CETA weiter gefördert werden. Dem Geld als Herrscher einer Welt, die zunehmend unter seiner Herrschaft leidet, geht es folglich gut und den Menschen entsprechend schlecht, weswegen sich immer mehr von ihnen gegen die Freihandels-Abkommen.

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Auch wenn wir alles zu seinem Wohl tun, kann es mit dem Geld trotzdem kein gutes Ende nehmen. Denn sein Wachstum ist in diesem herrschenden System nicht beherrschbar. Da es kein herrenloses Geld gibt, muss man es, so man es haben will, immer anderen abnehmen. Die Geldmenge einfach zu vergrößern, hieße die Inflation anheizen, und das verbietet sich unter seriösen Finanzpolitikern. Zwar gibt es deren immer weniger, aber auch bei denen kann die Rechnung zum Schluss nie aufgehen, wie eine einfache, von Margret Kennedy aufgestellte Bilanz zeigt. Jeder Einzelne ist in unserem System angehalten, sein Geld zu mehren. Das versucht er mehr oder weniger direkt, indem er es anderen abjagt oder zum Beispiel Banken beauftragt, es für ihn zu mehren, worauf die es anderen abjagen müssen.

Wenn er auf letzteren Weg setzt und zum Beispiel einen Pfennig oder halben Cent zur Zeit von Christi Geburt auf die Bank getragen und mit 4 % Zinsen angelegt hätte, wäre er hundert Jahre später noch nicht reich gewesen und selbst nach fünfhundert Jahren noch immer nicht. Im Jahre 1750 aber hätte dieser Pfennig ihm schon einen Goldklumpen vom Gewicht der Erde eingebracht. Hätte er härter verhandelt und 5 Prozent Zins herausgeschlagen, wäre er „schon“ im Jahr 1400 so weit gewesen. Im Jahr 1990 hätte er dann bereits 2200 Goldkugeln vom Erdgewicht besessen. Offensichtlich ist jede Bank bei der Zinsabmachung unehrlich, denn sie kann ihre Abmachungen auf die Dauer unmöglich einhalten. Das ist selbstverständlich einkalkuliert, wehe aber wenn der Kunde seine Verpflichtungen einmal nicht einhält, dann stehen ihm bald Zwangsmaßnahmen ins Haus.

Die Schicksalsgesetze Spielregeln fürs Leben - Resonanz Polarität Bewusstsein
Ruediger Dahlke (Autor)
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Das Zinseszinssystem hat sich überhaupt nur bis heute halten können, weil es zwischendurch immer wieder zusammenbrach und dabei viele um ihr Geld brachte. Stichworte wie Währungsreform können das beleuchten. Die sogenannten Neuanfänge, wo angeblich jeder mit der gleichen Chance neu startet, sind eine ziemliche Augenwischerei, denn die Karten werden dabei nicht wirklich neu gemischt. Das ganze Malheur gehört quasi zum System, das dazu tendiert, wenige immer reicher und die Mehrheit dafür immer ärmer zu machen.

Langfristig ist die Zahlung von Zins und Zinseszins unmöglich wie das Beispiel mit den Goldklumpen zeigt. Die mit diesem System voraussehbaren Geldkatastrophen führen mit Sicherheit zu massiven Problemen, die wir uns nur ersparen könnten, wenn wir diese Art verrückten Wachstums durchschauten und Alternativen fänden. Viele große Religionen vom Juden- über das Christentum bis zum Islam verbieten aus gutem Grund die Erhebung von Zinsen. Der Islam ist diesbezüglich besonders streng und kompromisslos, und trotzdem ist Pakistan bis heute das einzige Land, das Konsequenzen gezogen und begonnen hat, das Zinssystem – jedenfalls für Muslime - abzuschaffen. Die anderen islamischen Staaten einschließlich ihrer Fundamentalisten wagen nicht an diesem ihnen vom Koran ausdrücklich verbotenen System zu rütteln. Das lässt ahnen, wie massiv die Interessen sind, die es stützen.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten des Wachstum, jenes eben beim Zinseszins dargestellte exponentielle oder geometrische Wachstum und ein Erhaltungswachstum. An der menschlichen Entwicklung kann man beide Arten studieren. Am Anfang wachsen die Zellen durch Teilungen exponentiell wie etwa auch Bakterien in einer entsprechenden Kultur. Mit jedem Teilungsschritt, jeder neuen Generation verdoppeln sie ihre Zahl. Das führt in unserem Organismus allerdings immer zu einem natürlichen Ende, sobald genug Zellen da sind, um das jeweilige Organ oder Gewebe aufzubauen. Dann erreicht – wahrscheinlich gesteuert durch ein Entwicklungsfeld im Sinne Sheldrakes – das exponentielle Wachstum sein Ende, und es werden nur noch untergegangene Zellen im Rahmen eines Erhaltungswachstums ersetzt.

Zwar hat der Mensch ein Leben lang die Aufgabe zu wachsen, aber der Wachstumsschwerpunkt muss sich im Laufe der Zeit vom körperlichen zum seelischen und dann auch zu geistigem und spirituellem Wachstum verlagern. Wenn das nicht geschieht und stattdessen der Körper weiter wächst, ist das äußerst problematisch. Selbst wenn es nicht exponentiell und damit lawinenartig abläuft, sprechen wir von zwar gutartigem aber doch von Tumorwachstum. Anderenfalls haben wir im Krebs einen typisch exponentiell verlaufenden Wachstumsprozess, der nicht selten das Leben beendet und jedenfalls bedroht.

Diese Art des ungebremsten Wachstums hat in der Analogie leider eine ziemliche Ähnlichkeit mit unserem Traum vom Wirtschaftswachstum. Bedenkt man zudem, dass bei uns fast die Hälfte der Menschen im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken, ergibt sich ein Eindruck, wie tief unser Wachstumsproblem ist und wie sehr wir immer mehr zur Krebsgesellschaft werden.

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Dabei ist das ungebremste Wachstums eines Krebses kurz- und mittelfristig eine ausgesprochene biologische Erfolgsgeschichte und gleicht auch darin unserem spätkapitalistischen Wirtschaftssystem, das erst kürzlich wieder gezeigt hat, wie sehr es anderen Systemen überlegen ist. Der Krebs wird nicht selten in seiner wilden Vitalität mit einem Raubtier verglichen, Helmut Schmidt, der ehemalige deutsche Bundskanzler warnte seinerzeit vor dem Raubtierkapitalismus US-amerikanischer Herkunft. So wie der Krebs den Körper, wollen auch Konzerne die Märkte dieser Welt erobern. Andere Konzerne dabei zu verdrängen und an die Wand zu drücken, ist ganz in ihrem Sinn und entspricht aufs Haar der Strategie wuchernder Krebszellen. Von der Muttergesellschaft ausgehend, die in diesem Bild der Muttergeschwulst entspricht, erobern sie mit ihren Filialen das Umland. Beim Krebs spricht man in diesem Zusammenhang von filiae, den bösartigen Töchtern der Muttergeschwulst. Bis in ferne Regionen des Körperlandes kann es zur Absiedelung von Metastasen kommen, die man in Analogie zu den Überseedependancen der Konzerne setzen könnte. Betrachtet man sich ein Ganzkörperszintigramm eines an Krebs erkrankten menschlichen Organismus, springt die bildliche Übereinstimmung mit einer Weltkarte, auf der die Ausbreitung eines Konzerns mit roten Punkten dargestellt ist, geradezu ins Auge.

Krankheit als Weg Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder
Thorwald Dethlefsen (Autor)
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Ruediger Dahlke (Autor)
Krankheit als Weg
Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder


In beiden Fällen dürften sowohl das Ende wie auch die Lösungsmöglichkeiten ebenfalls übereinstimmen. Der Krebs und das Wirtschaftssystem machen letztlich auch denselben Fehler, sie übersehen nämlich gleichsam, dass ihr „Wirt“, der Körper beziehungsweise die Erde, nicht unendlich sind. Wenn sie den befallenen Organismus des Menschen oder den von Gaia umbringen, gehen sie selbst mit zugrunde.

Andererseits könnte uns das Krebsgeschehen aber auch zeigen, dass es immer Grund zur Hoffnung gibt. Denn selbst wenn 50 % der Bevölkerung an Krebs erkranken, wird davon wiederum die Hälfte nicht an der Krankheit sterben. Das heißt, die Hälfte der Betroffenen bekommen ihr Leben wieder auf die Reihe und werden mit der Herausforderung fertig. Gemäß der von Paracelsus beschworenen Analogie zwischen Mikrokosmos Mensch und Makrokosmos Erde, gibt also durchaus noch Hoffnung für uns. Allerdings müssten wir das Krebswachstum rechtzeitig in den Griff bekommen, so wie ich es schon mit einzelnen Patienten erleben durfte, die während einer vierwöchigen Psychotherapie und entsprechenden Parallelbehandlungen wie der Ernährungsumstellung im Sinne von „Peace-Food“ die Kurve kriegten zurück zur Gesundung.

Leider ist aber das angestrebte hemmungslose Wirtschaftswachstum nicht die einzige Bedrohung, der wir ausgesetzt sind. Bei der auf der Erde zu beobachtenden Bevölkerungsexplosion, können wir ebenfalls bedrohliches exponentielles Wachstum erleben. Bei diesem Thema wäre sogar die Lösung auszumachen, denn viele entwickelte, reiche Länder haben auch ein Erhaltungs- oder, wie etwa Deutschland, sogar Minuswachstum erreicht. In letzterer Situation immer noch von Wachstum zu sprechen, verrät wie wachstumsbesessen wir sind. Selbst Schrumpfungsprozesse werden noch als Wachstum tituliert. Solch ein Erhaltungswachstum müssten wir letztlich auch für die Wirtschaft anstreben, wenn wir uns die Erde als lebens- und liebenswerten Ort erhalten wollen.

Während sich alle Bevölkerungsstrategen völlig einig sind, dass auf die Dauer nur Erhaltungswachstum in Fragen kommen und Frieden versprechen kann, sind Wirtschaftspolitiker längst nicht so weit. Wie das Kaninchen auf die Schlange starren sie geradezu gebannt auf ihre Wachstumskurven und hoffen, dass diese ohne Unterlass steigen. Wie das auf die Dauer ebenso auf Kosten der Erde, ihres Ökosystems und des Friedens gehen wird, wie ungebremstes Bevölkerungswachstum, muss jedem durchschnittlich intelligenten Beobachter klar sein, nur leider den Wirtschaftspolitikern scheinbar nicht oder es macht ihnen nichts auszumachen. Oder vielleicht ahnen auch sie es, wagen aber nicht, daraus Konsequenzen zu ziehen, da das ihren Posten kosten würde.

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Auf der anderen Seite steht der Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts der Erde durch ungebremstes Wachstum, die Gefahr sozialen Unfriedens durch wirtschaftliche Stagnation oder gar Schrumpfungsprozesse gegenüber. In Deutschland lässt sich leider ein deutlicher Zusammenhang zwischen Wirtschaftsdepression, Arbeitslosigkeit und politischer Radikalisierung beobachten. Insofern sitzen die Politiker und wir natürlich mit ihnen in einer Zwickmühle. Sie entscheiden sich in der Regel für immer kurzfristigere Maßnahmen zur Rettung ihrer Sessel. Was ihnen ihre Machtpositionen erhält und was die Erde bräuchte, ist aber zunehmend zweierlei.

Das aber ist unser aller Problem: Langfristige Lösungen sind beim derzeitigen Stand des Bewusstseins mit unserer Bevölkerung nicht zu verwirklichen. Selbst offensichtliche Dinge, wie kostendeckende Energiepreise lassen sich von Politikern nicht durchzusetzen, weil die Mehrheit auch in einem Land wie Deutschland mit einem im Weltmaßstab überdurchschnittlichen Bildungsniveau ihrem unverhohlenen Egoismus den Vorzug vor Überlegungen zur Rettung der (Um-)Welt gibt. Insofern brauchen wir also gar nicht auf Politiker zu projizieren, wir haben genau die, die wir verdient und gewählt haben. Das mag manchmal peinlich sein, aber es ist doch ebenso wahr wie leicht durchschaubar.

Exponentielles Wachstum, das unsere Erde über Bevölkerungsexplosion und Wirtschaftswachstum so sehr bedroht, ist uns – zumindest in Deutschland – mit Recht verdächtig. Kettenbriefähnliche Ansätze zu kommerziellen Zwecken sind sogar verboten und Schneeballsysteme generell verpönt. Das geht schon soweit, dass Vertreter typischer Strukturvertriebe selbst ausgesprochen allergisch reagieren, wenn dieses Wort fällt. Sie verweisen dann nicht selten darauf, dass es sich bei ihnen natürlich um etwas ganz anderes handele, nämlich zum Beispiel Multi-level-marketing. Das ist offensichtlich nichts anderes als ein durchsichtiger Etikettenschwindel, der aber immerhin zeigt, wie peinlich manchen das eigene Schneeball-Vertriebssystem ist.

Allerdings findet das offizielle politische Eintreten gegen diese Art von Wachstumsspiele, die in den USA und Japan nicht annähernd so negativ gesehen werden, auch in Deutschland schnell seine Grenzen, wenn es an die Grundfesten geht. Während man sich vielleicht noch vorstellen könnte, gegen sogenannte Strukturvertriebe vorzugehen, die dem etablierten Handel grundsätzlich ein Dorn im Auge sind, ist der Gedanke, am Zinssystem zu rütteln und die Geldwirtschaft grundlegend zu verändern, überhaupt kein Thema. Dabei wäre nichts vorrangiger und wichtiger.

Hier wird bezüglich desselben Grundgedankens mit zweierlei Maß gemessen. Letztlich werden Strukturvertriebe mit ihrer Hoffnung auf exponentielles Wachstum wohl auch bei uns immer mehr in den Vordergrund drängen, nachdem sie in Japan und den USA schon erheblichen Anteil am wirtschaftlichen Geschehen haben und wir langfristig den USA praktisch alles nachmachen.

Warum gibt es hierzulande überhaupt solch eine Aversion gegen Spiele, die auf Lawinenartiges Wachstum setzen? Das Problem des exponentiellen Wachstums oder eben der darauf aufgebauten wirtschaftlichen Schneeballsysteme, hat jeder schon erlebt, der an einem Kettenbrief teilgenommen hat. Durch das immer extremer werdende Wachstum gehen recht bald die Mitspieler oder Kunden aus und dann beißen die Letzten die Hunde, wie der Volksmund weiß. Da Geld nicht einfach vermehrt werden kann und es auch es kein herrenloses gibt, zahlen zum Schluss notgedrungen immer viele die Zeche, die einige in der Spitze der Hierarchie verursacht haben. Das muss so sein, auch dann, wenn es von den Strukturvertrieb-Anhängern noch so vehement bestritten wird. Wo sollte das Geld denn herkommen für die, die zu Beginn der Aktion oder Bewegung reich geworden sind. Irgendwer muss es bezahlen und das sind naturgemäß immer die Letzten.

Nach dem Polaritätsgesetz, muss aber, was solche Schatten wirft, auch seine lichten Seiten haben. Mit dieser Art von Wachstum haben wir die Welt schon weitgehend zugrunde gerichtet, vielleicht könnten wir sie mit demselben System aber auch retten. Wenn es uns nämlich gelänge, mit dem lawinenartigen exponentiellen Wachstums Bewusstseinsfelder für Ökologie, ansteckende Gesundheit und gerechten Frieden zu schaffen, hätte dieser Planet vielleicht noch eine Chance und wir mit ihm. Die sich immer stärker entwickelnde Sharing economy könnte auch die entscheidende Wende bringen. Mit unserem eigenen Online-Fasten habe ich die Vorteile, was Fairness und Wirksamkeit angeht, bei dieser Methode schon erleben dürfen.

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Denn bevor wir das im ökonomischen auf die sichere Katastrophe zielende exponentiale Wachstum verteufeln wie es viele Kritiker unseres Geldsystems tun, wäre es besser, zuzugeben, dass beide Arten von Wachstum natürlich sind, weil sie in der Natur vorkommen. Folglich müssen sie am richtigen Ort auch ihren Sinn haben. Wollen wir uns aus den augenblicklichen Teufelskreisen befreien, müssen wir versuchen, gerade mit Hilfe dieser Art von Wachstum aus dem Dilemma herauszuwachsen - sozusagen homöopathisch den Teufel mit teuflischen Methoden austreiben – für Anderes ist die Zeit bereits zu knapp.

Wenn wir heute von engagierten und anerkannten Ökologen wie James Lovelock, der die Gaia-Hypothese vom Lebewesen Erde mitbegründet hat, oder von Peter Russel deprimierende Prognosen für unseren Planeten hören, hat das oft damit zu tun, dass sie nur mit dem normalen Wachstum für die notwendigen Bewusstwerdungsprozesse rechnen. Legten wir aber eine lawinenartige Wachstumsentwicklung zugrunde, hätten wir vielleicht doch noch eine Chance. Wir haben über ein katastrophales Ungleichgewicht eine echte Notsituation heraufbeschworen, die wohl auch in der Natur nur mit solch drastischen Maßnahmen beantwortet würde. Auch eine Explosion schafft auf ihre Art Ausgleich wie natürlich auch einen Lawine.

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Rüdiger Dr.med. Dahlke (Autor)
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Wenn ein Patient es in der Psychotherapie schafft, all seine Kräfte auf das Ziel Gesundung zu konzentrieren, sind erstaunliche Heilungen möglich, die noch am ehesten über eine generelle Umprogrammierung der Zellen im Rahmen der Entstehung eines neuen Feldes zu erklären sind. Aus der Analogie von Mikrokosmos und Makrokosmos ergäbe sich daraus auch für uns als Kollektiv eine große Chance. Wenn genug Menschen erkennen, „Woran die Welt krankt“ und die modernen Mythen durchschauen, die unsere Zukunft gefährden, könnten sie dieses Wissens weitergeben und die so Informierten ihrerseits, sodaß mit jedem Weitergabeschritt sich die Zahl der Mitwisser verdoppeln würde, und so wird plötzlich das Lawinenwachstum zu unserer großen und wesentlichen Chance. Wenn Sie als Leser dieses Artikels diese Idee aufgreifen, ihr Wissen an zwei Freunde weitergeben, hat sich die Zahl der Eingeweihten verdoppelt, im nächsten Schritt, wenn die beiden genauso reagieren, wird es sich vervierfachen und so fort zu 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024, 2048, 4096, 8200, 16 400, 32 800, 65 600, 131 200, 262 400, 524 800, 1 049 60 und dann nimmt die Geschwindigkeit immer mehr zu von 2 über 4, nach 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024 Millionen, was bereits über einer Milliarde Mitwisser entspricht. In weiteren drei Schritten wären 2, 4, 8 Milliarden Menschen erreicht, also deutlich mehr als es derzeit gibt. In 35 Schritten sind folglich alle lebenden Menschen erreichbar. Alles hat immer zwei Seiten und so könnten wir auch bezüglich des Wachstums in der größten Gefahr die große Chance erkennen, ganz ähnlich wie so oft aus Krankheitsbildern und Krisen die großen Wendepunkte und Chancen im Leben werden. Und wer außer uns selbst könnte uns hindern, das Prinzip des geometrischen oder exponentiellen Wachstums etwa auch auf die Ebene spirituellen Wachstums zu übertragen?


Ruediger Dahlke
© Niko Formanek
Dr. med. Ruediger Dahlke ist als Seminarleiter und Referent international tätig.
Er entwickelte die ganzheitliche Psychosomatik von "Krankheit als Weg" bis "Krankheit als Symbol". Seine den ärztlichen Bereich bis in mythische Dimensionen ausdehnenden Bücher liegen in 28 Sprachen vor.
Die Trilogie "Schicksalsgesetze", "Schattenprinzip" und "Lebensprinzipien" vermittelt seine philosophische Basis, die "Peace-Food-Reihe" und "Geheimnis der Lebensenergie" halfen, den veganen Lebensstil zu verbreiten.
In seinem Zentrum TamanGa in Österreich gibt er Fasten(Wander-)Kurse und hat dazu Bücher wie "Bewusst Fasten" und "Fasten-Wandern" geschrieben.Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist der "Verbundene Atem".
Heute gibt er vor allem Ausbildungen wie Integrale Medizin, Fasten-Berater, Verbundener Atem. Die Internet-Plattform LebensWandelSchule erleichtert einem inneren Kreis den Zugang zu seinen Ausbildungen und bietet Online-Ausbildungen an.

Information zur Reinkarnationstherapie, Seminaren und Ausbildungen:

Homepage: www.dahlke.at
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