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Wieder da: Faszination Phantom der Oper


Das Erfolgsmusical von Andrew Lloyd Webber feiert im Oberhausener Stage Metronom Theater furioses Jubiläum. 


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von Felix Schodrok

Gestern Abend war es endlich soweit: LEBE-LIEBE-LACHE  war zum Musical-Erlebnis "Das Phantom der Oper" in Oberhausen eingeladen. Dort hat man allen Grund zum Feiern, schließlich jährt sich die Hamburger Ur-Aufführung bereits zum 25. Mal - was uns neugierig gemacht hat. Kann die Vorstellung Muscialfans nach wie vor ins Schwärmen bringen, ihnen emotionale Momente und unvergessliche Erinnerungen bescheren? Wir sagen: Ja, und das besser als je zuvor! Wie die Geschichte über die schöne Sängerin, das verstoßene Genie und die unerfüllte Liebe sich erneut selbst übertrifft, lesen Sie hier in unserem Erlebnisbericht. 

Phantom der Oper
© www.stage-entertainment.de
DAS PHANTOM DER OPER entführt die Zuschauer nach Paris ins Jahr 1881. Tief in den Katakomben der Pariser Oper fristet das geheimnisvolle Phantom ein unheimliches und einsames Dasein. Von den Menschen gefürchtet, verbirgt die mächtige und mystische Gestalt ihr entstelltes Gesicht hinter einer Maske. Das Phantom verliebt sich in die Ballett-Tänzerin Christine, die durch ihn zum gefeierten Star der Pariser Oper wird. Christine, deren Herz eigentlich Raoul, dem Vicomte de Chagny, gehört, erliegt dem dunklen Charme des Phantoms und folgt ihm in sein unterirdisches Reich. In den Katakomben der Pariser Oper entbrennt ein Kampf der beiden Männer um das Herz der schönen Christine. Seine überwältigenden Bühnenbilder, die prachtvolle Ausstattung und die opulent orchestrierten Hits von Lord Andrew Lloyd Webber haben DAS PHANTOM DER OPER zum erfolgreichsten Musical der Welt gemacht.

Herzlicher Empfang in edlem Ambiente


Bereits vor der Vorstellung fühlten wir uns im Stage Metronom Theater äußerst willkommen:
Der Einlass erfolgte unkompliziert und ohne Hektik, da Stage für eine Vielzahl von Servicekräften gesorgt hatte, die uns den Abend so angenehm wie möglich gestalten sollten.
Angefangen bei aufgehaltenen Türen, über die persönliche Begrüßung eines jeden Gastes, der kostenlosen Möglichkeit für Tischreservierungen für die rund dreißigminütige Pause, bis hin zu einem umfangreichen Erfrischungs- und Snackangebot - so blieben keine Wünsche offen. Der in Rot-und Goldtönen gestaltete Eingangsbereich mit vielen Sitzgelegenheiten und dezent beleuchteten Bars wirkte einladend und ließ echtes "Gala-Feeling" aufkommen. Auf zwei Etagen wurde der Zugang zu Logen und Parkett gewährleistet, was ebenfalls zur entspannten Atmosphäre beitrug.  Voller Vorfreude warteten wir also auf den Beginn der Vorstellung... 

Gänsehaut pur

... die dann auch, seit 25 Jahren typisch spektakulär begann. So sorgte bereits die Enthüllung des prunkvollen Bühnenumrandung, angelehnt an eben jene Pariser Oper, für das ein- oder andere verblüffte "Oh" oder "Ah" im Publikum. Konsequent wird durch Bühnenbild, Kostüme und Special Effects eine wunderbar gruselige, zeitgenössiche und deswegen beeindruckende Stimmung geschaffen, die bis auf die letzte Reihe jeden im Publikum in seinen Bann gezogen haben dürfte. Bis ins letzte Detail ausgestaltet sorgen die Logen, Vorhänge, Gräber und Katakomben unterhalb der Oper für Gänsehaut pur, in dieser Hinsicht sucht Webbers Musical weltweit seinesgleichen.


Phantom der Oper Szenenbild
© www.stage-entertainment.de

Sogar einige Minuten auf dem Dach der Oper sind zu bestauenen. Zur Handlung, basierend auf dem Roman von Gaston Leroux, sei an dieser Stelle nichts weiteres als bereits oben verraten, um niemandem die Überraschung des ersten Besuchs in diesem Musical verderben zu wollen. Aber auch für die "Alten Hasen", die schon einige Aufführungen hinter sich haben, lohnt der erneute Besuch, da die Besetzungen bekanntlich von Jahr zu Jahr variieren. Was hier allerdings zur Jubiläumsausgabe des Phantoms aufgeboten wurde, ist in der Geschichte des "Phantoms" nahezu einzigartig.

Authentisch wie selten zuvor werben sowohl David Arnsperger in der Rolle des Phantoms, als auch Max Niemeyer als Raoul um die von Elizabeth Welch gespielte Christine Daaé.
Arnsperger, der bereits in Musicals wie Rocky und Cats zu sehen bzw. zu hören war, vertritt den US-Amerikaner Brent Barret, der sich bei den Proben verletzt hatte. Seinen spontanen Einsatz lässt sich Arnsperger nicht einen Moment lang anmerken - hatte der gebürtige Freiburger doch bereits die Hauptrolle in Webbers Musical inne gehabt, als es zuletzt in Hamburg gastierte. Mit einer schauspielerischen Souveränität ohnegleichen faszinieren die drei Protagonisten mitsamt Nebendarstellern in einer Art und Weise, wie sie keiner im Publikum so schnell wieder vergessen wird.




Akkustischer Hochgenuss


Die in unseren Augen größte Stärke liegt in der Klangwelt, in die das Musical entführt.
Webbers altbekannten Werke wie "die Musik der Nacht" oder das "Phantom der Oper - Thema" hallten, unter der Orchesterleitung von Martin Gallery, mal mächtig, mal mysteriös anmutend durchs Auditorium. Hierbei wird das klassiche Streicher/Bläser - Ensemble von drei Keyboards begleitet, die auf der einen Seite die Orgel immitieren, auf der anderen Seite den Stücken ihren unverwechselbaren rockigen/elektronischen/modernen Unterton verleihen. In Kombination mit Plot, Story und Visualisierung verschmilzen die Stilelemente zu jener einzigartigen Vision Webbers, die wir seit 25 Jahren so sehr lieben gelernt haben.
Gesang und Voice Acting stellen ebenso eine Klasse für sich dar: Arnspergers Stimme ist wie zugeschnitten für die Rolle des Phantoms, wie sie voller sakraler Überzeugung in einer gewaltigen Arie den "Engel der Muse" mimt, oder an anderer Stelle heimtückisch-verschwörerisch in den Hallen und Gewölben der Oper zwielichte Nachrichten verkündet, nicht greifbar, und doch omnipräsent.

Phantom der Oper - Szenenbild
© www.stage-entertainment.de

 Auffallend war die gute Verständlichkeit der Inhalte, seien sie nun gesungen, oder gesprochen. Ich erinnere mich an die Bemerkung einer Dame, die eine Reihe hinter mir saß: "So gut habe ich das in Hamburg aber alles nicht verstanden".
In der Tat scheint man bei den Proben sehr auf klare Aussprache und Verständlichkeit geachtet zu haben, um die Handlung trotz künstlerischem Anspruchs dem gesamten Publikum begreifbar zu machen. Dies ist hervorragend gelungen, da trotz des "Opern-ähnlichen" Charakters mit vielen Sophran- und Baritonbeiträgen stets jedes Wort verständlich blieb - Zeugnis eines "Reifungsprozesses" des Musicals, hierdurch wirkt es zeitgemäßer. Hört man sich Aufnahmen an, die bereits 10 oder 20 Jahre alt sind,wo es scheinbar noch als Qualitätsmerkmal galt, nicht alles verstehen zu können, fällt der Unterschied besonders "ins Ohr".

Was bleibt?


Eine Nacht und ein paar samstägliche  Morgenstunden später, und die Überwältigung ist noch immer spürbar. Nicht zu unrecht ist dieses Musical als das erfolgreichste der Welt angesehen, nicht zu unrecht strömten bis jetzt über 130 Millionen Zuschauer in die Theater und Konzerthallen weltweit. Für den Einen eine Geisterbahnfahrt, für den Anderen ein musikalisch inszeniertes Drama erster Güte - die Eindrücke sind unterschiedlicher Natur.
Ich nehme vor allem die Ausstrahlung des Orchesters für mich mit, das es mal wieder geschafft hat, mich voll und ganz zu vereinnahmen. Tief in Gedanken führte mein Weg mich zurück über die Autobahn nach Hause, mit der Frage, wie viel Christine, wie viel Raoul, wie viel Phantom in jedem von uns steckt, und welche Entscheidungen uns zu dem gemacht haben, wer wir sind.

Ein schönes Wochenende
wünscht
Felix


Felix Schodrok
Felix Schodrok
studiert Sozialwissenschaften in Düsseldorf und interessiert sich für klassische sowie zeitgemäße Musik.

Neben dem Studium ist er in der Öffentlichkeitsarbeit für eine PR-Agentur tätig und arbeitet ab 2016 auch für Radio Essen: 102.2.
Darüber hinaus betreibt er einen YouTube Kanal, der sich wachsender Beliebtheit erfreut.

 

Tickets unter:
www.stage-entertainment.de/das-phantom-der-oper-oberhausen


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