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MANIFESTIEREN


von Dominik Schott

Können wir manifestieren und alles, was wir uns wünschen in unser Leben holen? Ein beliebter und verlockender Gedanke in der pseudo-spirituellen Szene: Erfolg, Geld, Traumpartner – alles möglich, wenn du richtig ausgerichtet bist. Viele Bestseller, Seminare und Coaching-Geschäftsmodelle basieren auf dieser Idee. Das praktische für die Verkäufer der Erfolgsrezepte: wenn es nicht klappt, liegt der Fehler immer beim Anwender. Dann hast du eben noch Blockaden, falsche Glaubenssätze, denkst zu klein. Und brauchst vielleicht doch noch das Aufbauseminar.

Kurz: es liegt am mangelnden Selbstwertgefühl. Dabei wird umgekehrt ein Schuh draus: unsicheres Selbstwertgefühl macht anfällig für Erfolgsversprechen anderer Egos.

Wer sich grämt, dass es mit dem Manifestieren bisher nicht so gut klappt: es liegt nicht an dir. Denn du bist du Meisterin im Manifestieren. Wie immer auch dein Leben gegenwärtig aussieht: genau so hast du es manifestiert. Wir sind Schöpferwesen, wir manifestieren ständig. Unsere Gedankeninhalte erschaffen in kollektiver Resonanz fortwährend unsere subjektive Realität. Die Frage ist also nicht: können wir das oder nicht? Sondern: warum ist das Ergebnis oft nicht das, was wir uns wünschen?


Dominik Umberto Schott: MANIFESTIEREN
© Dominik Umberto Schott


Ein Grund: uns ist der Großteil unserer Gedankeninhalte nicht bewusst. Daher manifestieren wir aus ungeprüften Glaubensätzen heraus etwas, das was wir eigentlich nicht wollen. Beispiel: eine Frau wünscht sich einen liebevollen Partner – aber hat zugleich den unbewussten Glaubenssatz: ich bin nicht liebenswert. Das Ergebnis aus Wunsch und Programmierung: sie begegnet Partnern, die ihre mangelnde Selbstliebe spiegeln.

Dann müssen wir also nur eine klare Bestellung an das Universum abgeben und bekommen was wir wollen? Im Prinzip ja. Alles ist Energie, Geist ordnet Materie und wir sind unserer wahren Natur nach Schöpferwesen. Das Gesetz der Resonanz besagt zudem: wir ziehen im Außen das an, was wir innen nähren und verdichten. Wir sollten also mental alles erschaffen können was wir wollen.

Tja.

So läuft es nur nicht im Leben. Wir bekommen in der Regel nicht das was wir wollen – sondern das was wir brauchen. Und meistens wissen wir nicht, was wir als nächstes brauchen – sonst bräuchten wir es ja nicht. Wenn wir an die ‚Falschen‘ geraten, sind es tatsächlich momentan genau die Richtigen, die den aktuellen Stand unserer Blindheit repräsentieren. Siehe Resonanzgesetz.

Die Frage ist: wünschen wir das ‚Richtige‘ für uns oder wünschen wir ‚falsch‘? Sind wir im Einklang mit unserem Seelenplan, sind wir auch einverstanden mit allem was gerade ist. Hätten wir es gerne anders führt uns das schon aus der Akzeptanz dessen, was ist.

Und doch ist am Wollen nicht alles falsch. Es kommt darauf an: Wer flüstert uns unsere Wünsche ein? Unser höheres Selbst? Unser eigenes Potential? Oder kommt der Impuls aus dem Mangeldenken? Ahnendruck? Ruf nach Anerkennung und Liebe?

Kurz: Sog oder Druck? Ruft uns das Leben? Oder wollen wir dem Leben etwas aufzwingen? Vorstellungen von Wohlstand oder materiellen Dingen entspringen oft dem Gefühl von Mangel – dann wollen wir haben, weil wir die Fülle des Seins nicht erleben. Wobei freilich nichts dagegen spricht, sich schöne Dinge anzuschaffen – solange wir nicht unser Selbstwertgefühl daran knüpfen.

Que sera, sera
Wenn Reichtum nicht deiner inneren Entwicklung dienlich ist, wenn diese Erfahrung nicht Teil deines Seelenplanes ist – dann wirst du sie nicht machen. Zumindest nicht in der Form, die sie in deiner Vorstellung hat. Und diese Enttäuschung kann dir helfen, deinen wahren Reichtum zu entdecken, der sich weder auf dem Bankkonto noch in Besitztümern spiegelt.

Aber gibt es nicht genügend Beispiele von Menschen, die tatsächlich alles erreicht haben im Leben dank ihres Fokus? Das ist ein Irrtum. Auch diese Menschen haben nur bekommen was sie brauchen. Und sie brauchen offenbar die Erfahrung materiellen Reichtums. Aus welchen Gründen auch immer. Sie sind nicht erfolgreich, weil sie sich das so gewünscht und manifestiert haben – das wollen viele - sondern weil es in ihrem Leben auf dem Weg liegt. Sie mögen zusätzlich vieles richtig gemacht und mental am Ball geblieben sein. Aber das war nicht ausschlaggebend. Sie überschätzen sich, wenn sie denken, das hätten sie durch ihre pure Willenskraft oder Ausrichtung vollbracht. Schlimmer noch: sie denken, sie hätten da womöglich ein Erfolgsrezept entdeckt, das sie nun anderen ‚verkaufen‘ können. Aber du bist nicht sie. Jeder hat sein eigenes Schicksal, seinen eigenen Erfahrungsweg. Und deshalb sind vermeintliche ‚Erfolgsrezepte‘ selten übertragbar. Würden ‚Erfolgsrezepte‘ zuverlässig funktionieren, wäre die Welt voller Millionäre. Es gibt kein Rezept. Nur eine unangenehme Wahrheit: Wenn es sein soll, wird es geschehen. Wenn nicht, dann nicht – auch wenn du es noch so willst.



Dominik Umberto Schott: Souverän präsentieren - Die erste Botschaft bist Du: Wie Sie Körpersprache authentisch und wirkungsvoll einsetzen
Dominik Umberto Schott (Autor)
Souverän präsentieren - Die erste Botschaft bist Du
Wie Sie Körpersprache authentisch und wirkungsvoll einsetzen

Dieses Buch liefert Ihnen hilfreiche Tipps, mit denen Sie Ihre Wirkung beim Präsentieren verbessern.

Wenn Präsentationen gelingen, liegt es meist nicht nur am Inhalt, sondern auch am authentischen Vortragsstil und einer natürlichen Körpersprache des Redners. Viele haben jedoch Schwierigkeiten, ihr Lampenfieber bei Präsentationen am Rednerpult zu überwinden und Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen. Dabei ist gerade in der mündlichen Kommunikation die Person entscheidend. Wie souveränes Präsentieren gelingt, vermittelt Ihnen Dominik Umberto Schott Schritt für Schritt in diesem Buch. Er stellt Ihnen die wichtigsten Stellschrauben vor, die Ihren Worten mehr Wirkung verleihen, und zeigt an konkreten Beispielen, wie Sie die Dramaturgie eines Redeaufbaus nutzen. Zudem lernen Sie, wie Sie Ihre Körpersprache und Storytelling natürlich einsetzen, um einen glaubhaften Auftritt hinzulegen. Die 2. Auflage wurde um zahlreiche Tipps für noch mehr Wirkung bei virtuellen Meetings sowie Videos mit zahlreichen Präsentationsbeispielen ergänzt. 

Schott vermittelt Ihnen umfangreiche Kompetenzen.

Der Autor klärt in seinem Buch „Souverän präsentieren“ zunächst grundlegende Fragen wie:

  • Was ist eine Präsentation?

  • Woraus besteht sie?

  • Wie wirken Inhalt, Struktur und Vortragsweise zusammen?

Anschließend widmet er sich dem großen Themenkomplex der Authentizität. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Außenwirkung verbessern und erarbeiten Sie sich mit diesem Buch die folgenden Kernkompetenzen des Präsentierens:

  • Die Formel für Wirkung

  • Die vier Erfolgsfaktoren einer guten Präsentation

  • Körpersprache für Fortgeschrittene

  • Vorbereitung: Storyboarding

  • Dramaturgie: Von den Griechen lernen

  • Inspirieren: Kognitionspsychologie

  • Showtime: Umgang mit Folien & Co

  • Nervosität: Das alte Alarmsystem und Strategien gegen den Blackout

  • Verbindung: Zuhören und Inklusivsprache

Eine mitreißende Mischung aus Humor und jahrelanger Erfahrung.

Abschließend erläutert Schott die Vorteile und Risiken von Fragerunden und gibt Ihnen praktische Tipps zur Erweiterung Ihrer Komfortzone. Dieses Buch ist eine Art Rhetorik-Training to go, das alle Phasen des souveränen Präsentierens genauestens beleuchtet – von der Vorbereitung bis hin zur Umsetzung. Ein unverzichtbarer Ratgeber voller Witz und Expertenwissen aus drei Jahrzehnten Praxis für:

a) Einsteiger, die an Ihrem Auftreten feilen möchten
b) Erfahrene Redner, die sich noch weiterbilden
c) All diejenigen, die überzeugen sowie inspirieren wollen



Diese Idee des Manifestierenwollens ist in meinen Augen oft eine Perversion unserer Schöpfernatur. Das Ego hat mitbekommen, dass wir Schöpferwesen sind und kapert diese Erkenntnis für egoische Zwecke. Die Testfrage also lautet: wer will das? Welche Instanz in dir will dies oder das erreichen? Und mit welcher Intention? Am reichsten beschenkt werden wir in der Absichtslosigkeit. Dann wollen wir nichts für uns. Und dann kann uns gegeben werden.

Das könnte wiederum zum nächsten populären Irrtum führen: der Wille ist böse, ein Werkzeug des Egos. Ich finde hilfreich, zu differenzieren.

Was esse ich heute? Ich möchte nachher ins Kino. Ich will eine rote Hose kaufen. Das ist der Kleine Wille. Unser Leben ist voller profaner Alltagsentscheidungen. Ohne Wille könnten wir sie nicht treffen. Wir würden am Frühstücksbuffet verhungern weil wir keine Auswahl treffen. Wir haben einen Körper, Familie, weltliche Aufgaben oder Dinge für die wir verantwortlich sind (Eigentum). Darum dürfen und sollten wir uns kümmern. Das wäre schwer möglich ohne ein Ich-Bewusstsein und ein bißchen Willenskraft.

Dann gibt es den Großen Willen: das ist das, was wir tun, weil sich das Leben so durch uns ausdrücken will. Ein Buch, ein Garten, eine Arbeit – was auch immer dem Schöpfen unseres Potenzials UND dem Ganzen dient, das soll geschehen. Der Große Wille ist auch: dein Wille geschehe – ich bin nur Werkzeug. Welcher Einsatz ist von mir nötig, um das zu zeugen oder zu gebären was in die Welt will?

Schließlich der Wille, der uns allzu vertraut ist: der Ego-Wille, das, was ich haben will. Auch wenn es gegen das Ganze oder meine Entwicklung geht. Freier Wille kann etwas vorantreiben, das sich gegen das Leben richtet oder vom Seelenplan abweicht. Wir kommen vielleicht nicht weit aber wir können es ein Stück weit erzwingen. Meist mit Folgen. Auch ein Er-folg – irgendwas erfolgt immer.

Bewusst manifestieren ist also eine Gratwanderung und erfordert feine Differenzierung: Welche Instanz in mir will das? Und mit welcher Intention? Manchmal spüren wir: das muss getan werden, das steht an. Dann geht es auch oft wie von selbst. Es fügt sich.

Wobei Rückenwind (es geht leicht) kein zuverlässiges Kriterium für Stimmigkeit ist. Manches was geschehen soll, müssen wir gegen Widerstände des Ego, gegen Ängste, gegen innere Blockaden oder ein unfreundliches Umfeld durchsetzen. Dann brauchen wir Entschlossenheit und Ausdauer – ohne uns grimmig festzubeißen.

Die Frage ist immer: sind die Widerstände eine Hürde, an der erst unsere Kräfte wachsen und unsere Intention getestet wird – oder sind es Hinweise des Lebens: „Falsche Richtung! Kehr um!“ - Oder: „lass es!“.

Idealerweise sind wir so im Flow, dass wir immer genau spüren, was gerade geschehen soll und was es von uns dazu braucht. Dann tun wir in jedem Moment das richtige – ohne Zweifel, ohne Nachdenken. Mein Wille ist dem Großen Willen zu Diensten.




Dominik Umberto Schott

Dominik Umberto Schott
© Dominik Umberto Schott
Dominik Umberto Schott 
arbeitet international als Präsentationstrainer, Vortragsredner und Executive Coach.

Er war nach seiner Gesangs- und Schauspielausbildung mehr als 20 Jahre lang Radio- und TV-Moderator, hat bei Thomas Gottschalk gelernt, stand bereits bei Hunderten großer Events auf der Bühne und ist eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Fernsehens. Als Bühnenprofi weiß er, wie man mit Worten bewegt. Privat ist er spirituell und philosophisch interessiert und legt monatlich als DJ in München auf.

Podcast und YouTube-Kanal von Dominik Schott:





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