"Worte der Weisheit": Tat tvam asi - Das bist du
von Dr. Albert Kitzler
Dieses Ich ist ein Ich, das in allem ist.
In der Erläuterung zu einem alten Text des Zen-Meisters Takuan (erläutert von Reibun Yuki) heißt es:

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Was hier das „wahres Ich“ ist, wird häufig mit „Selbst“ übersetzt und von dem in der Welt handelnden, wollenden, leidenden und strebenden „Ich“ oder „Ego“ unterschieden. In der indischen Tradition heißt dieses Selbst „Atman“ und ist identisch mit „Brahma“, der Weltseele, dem Seinsgrund. In ähnlicher Weise wird in dem Zitat das „Ich“ als etwas verstanden, das weit über unsere konkrete weltliche Existenz hinausgeht und als Teil des ewigen Seins begriffen wird, in dem alles, was ist, zusammenfällt und eins wird. In uns ist ewiges Sein, das uns mit allem verbindet und das wir in der meditativer Versenkung erfahren können. Wir sehen, wie sich der Gedanke des „Tat tvam asi – Das bist Du!“ bis in den Zen-Buddhismus fortgesetzt hat. Dieser entstand in China aus der Zusammenschmelzung von Gedanken der alten chinesischen Philosophie (Daoismus) und des Buddhismus.
Nutzen Sie die "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.

© Albert Kitzler
