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"Worte der Weisheit" Besonnenheit




Dem Maß der Mitte zu folgen, ist schwer.

Von Konfuzius sind folgende Worte überliefert:

„Wenn ich schon niemanden um mich finde, der in Wort und Tat dem Maß der Mitte folgt, dann will ich wenigstens mit Leuten Umgang haben, die entweder begeisterungsfähig sind oder aber mit Bedacht handeln. Die Begeisterungsfähigen streben vorwärts, die bedacht Handelnden wollen das Falsche vermeiden.“


Dr. Albert Kitzler: Worte der Weisheit - Besonnenheit
© Julia Malushko/pexels.com


Das „Maß der Mitte“ war auch für Aristoteles eine wichtige Orientierungsmarke. Er war der Auffassung, dass die Tugend in der Mitte zwischen den Extremen zu suchen sei. Konfuzius meint, dass es schwer sei, stets das Maß der Mitte zu treffen. Deshalb soll man sich an die halten, die entweder danach streben oder bemüht sind, besonnen das Gegenteil, nämlich das Falsche, zu vermeiden. Der Hinweis auf das „bedächtige“, d.h. besonnene Suchen erinnert an die Definition der Charaktertugend durch Aristoteles: Sie sei eine Haltung, die eine Mitte suche, die von dem Vernünftigen durch Überlegung zu bestimmen sei. Häufig wird in der Antike ein Ideal beschrieben, das wie ein Leuchtturm klare Orientierung geben will, hier das „Maß der Mitte“. Man war sich dabei durchaus bewusst, dass das Ideal, wenn überhaupt, nur die wenigsten erreichen. Aber nicht darum ging es ihnen, sondern um Zielorientierung und kontinuierliche Annäherung.

Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.


Albert Kitzler: Wie lebe ich ein gutes Leben?: Philosophie für Praktiker
Albert Kitzler (Autor)

Wie lebe ich ein gutes Leben?
Philosophie für Praktiker
Philosophie zum Anfassen

"Wie lebe ich ein gutes Leben?" verbindet die westliche mit der östlichen Philosophie und lädt ein, den Spuren der großen antiken Denker und Weisheitslehrer zu folgen: Seneca, Epikur, Konfuzius, Laotse, Patañjali,
Gautama Siddharta u.v.a. Es geht um Selbsterkenntnis, den Umgang mit dem Wandel der Zeiten und die Beziehung zu anderen Menschen. Dabei erfahren wir, wie wir gelassener, glücklicher und bewusster leben können. Entlang von Stichworten wie Zeit, Schicksal, Freundschaft, Unabhängigkeit und anderen mehr präsentiert Albert Kitzler Geschichten und Texte der großen Weisheitslehrer, die auf ihre Bedeutung für unseren Alltag befragt werden. Verweise auf aktuelle Forschungsergebnisse der Neurowissenschaften und anderer moderner Disziplinen schlagen eine Brücke in unsere Gegenwart. Impulse zum Weiterdenken helfen, die Erkenntnisse auf das eigene Leben zu übertragen.




Dr. Albert Kitzler


Dr. Albert Kitzler Philosoph Jurist Author - copyright Gerhard Kassner
© www.gerhardkassner.de

Dr. Albert Kitzler, Jahrgang 1955, studierte Jura und Philosophie in Freiburg. Promotion in Rechtsphilosophie. Bevor er sich ganz der praktischen Philosophie widmete, arbeitete er als Rechtsanwalt und Filmproduzent. Er produzierte über ein Dutzend Spielfilme und gewann 1994 mit dem Kurzfilm „Schwarzfahrer“ einen Oscar. Seit 2000 intensivierte er seine Studien zur antiken Philosophie.

2010 gründete er „MASS UND MITTE – Schule für antike Lebensweisheit“ und veranstaltet seither Seminare, Vorträge, philosophische Matinees sowie Einzel- und Gruppen-Coachings. Er lebt in Berlin und München.

Direkt zur Homepage: www.massundmitte.de