Wird heute ein guter Tag? Machen Sie ein Experiment!
Was meinen Sie, wird heute ein guter Tag für Sie werden? Wagen Sie doch einmal am Morgen eine Prognose und überprüfen Sie am Abend, ob Sie Recht hatten.
Wie der Tag erlebt wird, hängt zu einem großen Teil von der Brille ab, die man trägt. Hat man die grau getönte Brille auf, erwartet man wenig Gutes. Sieht man dann noch ein paar unerfreuliche Termine im Kalender, verfestigt sich der erste Eindruck zu der Überzeugung: „Heute sollte ich lieber im Bett bleiben“.

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Leider steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Dinge wirklich schlecht laufen, weil man oft genau die Erfahrungen „macht“, die man erwartet. Dieses Phänomen kennen Sie als Sich-selbst-erfüllende Prophezeiungen.
Zum Glück klappt das auch umgekehrt mit der rosaroten Brille. Eine positive, optimistische Einstellung erhöht die Wahrscheinlichkeit, abends auf einen gelungenen Tag zurückblicken zu können.
Passiert tagsüber etwas Unerwartetes, wechselt man gelegentlich die Brille. Wer missmutig auf den beginnenden Tag geblickt hat, ändert manchmal seine Erwartung und damit seine Stimmung, falls plötzlich etwas Positives geschieht.
Der eigene Anteil an diesen Stimmungsänderungen bleibt einem oft unbewusst. Deshalb lohnt es sich, darauf zu achten wie man „tickt“.
Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen:
- Wie gut oder schlecht ist Ihre Erwartung an den beginnenden Tag auf einer Skala von eins bis zehn (eins steht für einen sehr schlechten und zehn für einen sehr guten Tag)?
- Wie lief Ihr Tag wirklich?
Vergeben Sie einen Wert auf der Skala.
- Falls Ihr Tag mit Ihrer Prognose übereinstimmte, woran lag das?
- Falls Ihre Prognose sich nicht erfüllt hat, wodurch wurde der Tag besser/schlechter, als Sie es morgens erwartet haben?
- Falls es ein guter Tag war, wie könnten Sie diese Erfahrung wiederholen?
- Falls es ein schlechter Tag war, was könnten Sie morgen anders machen?

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