Was tun bei Verengung des Wirbelkanals?
Das Rückenmark in der Wirbelsäule der Menschen verläuft durch den Spinalkanal. Zeigt sich dieser als überdurchschnittlich eng, wird ein großer Druck auf die Blutgefäße, die Nerven und das Rückenmark ausgeübt. Dadurch werden wiederum Schmerzen im Rücken bedingt, die irreversible Nervenschäden nach sich ziehen können.
Bezeichnet wird dieses Leiden als Spinalkanalstenose. Welche Behandlungsmöglichkeiten für diese grundsätzlich zur Verfügung stehen, erklärt der folgende Beitrag.

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Spinalkanalstenose – So äußert sie sich
Die Symptome der Erkrankungen können sich in verschiedenen Stärken zeigen. In der Regel gehen mit der Spinalkanalstenose jedoch charakteristische Schmerzen einher, vor allem im Rücken und in den Beinen. Darüber hinaus leiden viele Betroffene auch unter einer eingeschränkten Beweglichkeit.
Diese Behandlungsmethoden sind bei der Spinalkanalstenose möglich
Liegt eine schmerzhafte Verengung des Wirbelkanals vor, stehen einige Möglichkeiten hinsichtlich konservativer Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung.
Eine Linderung der durch die Spinalkanalstenose verursachten Beschwerden lässt sich so unter anderem durch ein psychologisches Schmerzbewältigungstraining, den Besuch der Rückenschule, das Tragen eines Stützkorsettes, der Durchführung von Wärme- und Elektrotherapie sowie der klassischen Physiotherapie erzielen. In der Regel werden mehrere dieser Behandlungsmaßnahmen gleichzeitig angewendet.
Im Rahmen der Therapie eines verengten Wirbelkanals geht eine besonders hohe Bedeutung von einer effektiven Linderung der Schmerzen aus. Ärzte verschreiben den Betroffenen verschiedene Medikamente und Wirkstoffe – stets abhängig davon, wie intensiv die Schmerzen im individuellen Fall ausfallen.
Klagt der Betroffene so etwa nur über leichte Schmerzen, wird häufig auf Paracetamol, Ibuprofen oder andere nicht-opioide Schmerzmittel zurückgegriffen. Starke Opioide sind allerdings nötig, wenn sich die Schmerzen des Patienten als nahezu qualvoll gestalten.

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Operationsmöglichkeiten bei einem verengten Wirbelkanal
In dem Großteil der Fälle lässt sich die Spinalkanalstenose mithilfe der Möglichkeiten der konservativen Therapien bereits sehr gut behandeln. Somit müssen sich die Betroffenen nur in sehr seltenen Fällen einer Operation unterziehen. Der Fall ist dies jedoch, wenn es zu dem Ausfall von wichtigen Nerven kommt. Ärzte raten darüber hinaus ebenfalls zu einer Operation, wenn durch die konservativen Therapien keine Besserung erzielt werden kann oder der Leidensdruck des Patienten überdurchschnittlich hoch ausfällt.
Mit einer Operation bei einer vorliegenden Spinalkanalstenose wird das Ziel verfolgt, für eine Entlastung in dem betroffenen Bereich des gequetschten Rückenmarks zu sorgen. Auch in diesem Zusammenhang sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Besonders häufig führen die Ärzte im Zuge des Eingriffs allerdings eine Dekompression, also eine Druckentlastung durch. Gemeinsam mit dem Dornfortsatz entfernt der Chirurg dabei den Wirbelbogen an der betroffenen Stelle. Daneben ist es auch möglich, die sogenannte Spondylodese durchzuführen. Bei dieser findet eine Verbindung der einzelnen Wirbel statt, beispielsweise in Form von Schrauben.
Alternative Behandlungsmöglichkeiten für die Spinalkanalstenose
Unterschiedliche Heilberufler bieten allerdings auch alternative Methoden der Behandlung der Spinalkanalstenose an, welche in erster Linie darauf abzielen, die Schmerzen zu lindern.
Betroffene versuchen so beispielsweise häufig, die durch den verengten Wirbelkanal verursachten Schmerzen mithilfe von Homöopathie, der Axomera-Therapie oder der Akkupunktur zu lindern.