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Was Musikhören mit dem Gehirn macht


Was haben Entspannung, starke Gefühle und Energie gemeinsam? Richtig, Musik kann sie steigern oder sogar erzeugen. Für viele Leute ist sie aus dem Alltag nicht weg zu denken Doch nicht jeder weiß, was für einen Einfluss sie auf das Gehirn und den Körper ausübt. Im Folgenden wollen wir die Macht der Klänge etwas genauer betrachten.


Gymnastik für die grauen Zellen


Aufnahme und Verarbeitung von Tönen stimuliert und stellt für das Gehirn eine Art Gymnastik dar: Die Hirnpartien, die für das Hören zuständig sind, werden durch die Musik intensiv beansprucht. Dies wurde im Zusammenhang mit tonalen Sprachen, wie zum Beispiel Mandarin, bewiesen. Bei tonalen Sprachen spielen akustische Nuancen für das Verständnis die entscheidende Rolle. Folglich ist bei Mandarin-Sprechern das sogenannte absolute Gehör, also die Fähigkeit, Klänge problemlos in ein Tonsystem einordnen zu können, proportional häufiger als bei anderen Sprachgruppen anzutreffen. Die Musikpsychologin Diana Deutsch von der Universität San Diego in Kalifornien behauptet sogar, dass diese Fähigkeit von jedem erlernt werden kann, der in der Kindheit anfängt, Mandarin zu lernen.
Außerdem wird angenommen, dass Musikhören den Abbau von Nervenzellen im Gehirn beim Altern verlangsamen kann.


Schneller und effektiver beim Sport


Joggen ohne Kopfhörer ist mittlerweile für viele von uns unvorstellbar. Einmal einen MP3-Player am Armband befestigt, das zum Beispiel bei Fyndiq erhältlich ist, und wir können mit dem Sport loslegen. Dabei geht es nicht nur um die Motivation, die durch rhythmische Klänge gefördert wird. Musik verbessert nämlich auch nachweislich die körperliche Belastbarkeit. Zum einen hilft sie zumindest anfangs ein Tempo zu halten, zum anderen macht Musik Schmerzen weniger spürbar. Aus demselben Grund wird sie auch oft bei Behandlung von Schlaganfallpatienten zur Schmerzlinderung eingesetzt.


Entspannt und glücklich


Und nach dem Training? Ruhige Musik hilft bei der Entspannung von Muskeln und wirkt sich beruhigend auf den Blutdruck und die Atemfrequenz aus. Je nachdem, welche Musik man hört, reagiert der Körper mit Ausschüttung von unterschiedlichen Hormonen: Bei aggressiver Musik wird Adrenalin, bei ruhiger Noradrenalin ausgeschüttet, die dabei verhelfen kann, die Freisetzung von Stresshormonen zu verringern. Außerdem kann sich die Musik auf den Hormonhaushalt wie eine Droge auswirken: Die Vorfreude auf das Konzert der Lieblingsband kann Glückshormone (Endorphine) und sogenannte "Kuschelhormone" (Oxytocin) freisetzen. Die letzten sind für das angenehme Gefühl der Geborgenheit verantwortlich.