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Was ist ein Architektenhaus?


Was ist ein Architektenhaus?
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Ein Architektenhaus ist eine Immobilie, die von einem Architekten entworfen wurde - und darüber hinaus eine gewisse Extravaganz und Einzigartigkeit besitzt. Welche Aufgabe ein Architekt hat und wie sich diese von denen eines Bauingenieurs unterscheidet, was an einem Architektenhaus so besonders ist und wie es um das Wohn- und Lebensgefühl in einem Architektenhaus steht, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Die Rolle des Architekten


Ein Architekt entwirft ein Gebäude, in dem Menschen leben werden. Im Falle des Architektenhauses ist damit im engeren Sinne das Wohnen gemeint: Alles wird im Voraus im Dialog mit den Auftraggebern und anderen eventuell beteiligten Gruppen geplant und findet sich auf dem Papier sowie als Konzept in einem 3D-Modell wieder. Die Architektur bildet die Schnittstelle zwischen dem Bauingenieurwesen, welches die darauffolgende konstruktive Arbeit übernimmt, der Kunst und der Gesellschaft: Architekten arbeiten daher eng mit anderen Fachleuten wie Landschaftsarchitekten, Ingenieuren, Innenarchitekten oder Künstlern zusammen.


Ist nicht fast jedes Haus ein Architektenhaus?


Tatsächlich ist bei den meisten Häusern in irgendeiner Art und Weise ein Architekt bei der Planung beteiligt. Doch das macht noch lange nicht jedes Haus zu einem Architektenhaus. Beispielsweise wurden die meisten modernen Fertighäuser von einem Architekten entworfen und für jedes Bauprojekt von diesem angepasst - und sind dennoch keine Architektenhäuser.


Die Besonderheiten eines Architektenhauses


Was ein Haus zu einem Architektenhaus macht, ist, dass es eine besondere Ästhetik, Extravaganz und Einzigartigkeit ausstrahlt. Das gilt nicht nur für die Form oder die Materialien eines Hauses, sondern vor allem für seine Architektur. In vielen Fällen werden bei der Gestaltung eines Architektenhauses einige besondere Merkmale abseits der Norm verwendet: Zum Beispiel kann es einige freistehende Elemente und große Fenster in ungewöhnlichen Formen haben oder die Räume können ungewöhnlich angeordnet sein.

Natürlich sind nicht alle Besonderheiten des Hauses eines Architekten sofort zu erkennen. Die Prinzipien, die das Design leiten, erfordern oft einen genauen Blick - zum Beispiel auf den Grundriss oder die Fassade. In einem Architektenhaus werden oft auch untypische Materialien verwendet, zum Beispiel Metallguss sowie ungewöhnliche Holz- oder Steinarten, die ebenfalls erkennen lassen, dass dieses Haus etwas Besonderes ist. Was sich hinsichtlich des Wohngefühls in einem Architektenhaus abspielt, lässt sich nicht mit dem Gefühl vergleichen, dass Sie beim Betreten eines typischen Fertighauses oder Hochhauses haben:


Wohnerlebnis in ein Architektenhaus


Durch die in der Regel großzügig geschnittenen und nicht auf Kosteneffizienz optimierten Räumlichkeiten entsteht ein in erster Linie freieres, platzeinnehmenderes Wohngefühl: Oft leitet die Architektur Ihren Blick, beispielsweise durch lange runde Wände oder gerade und große Kanten, hin zu einer oder mehreren Besonderheiten in der Architektur des Hauses. Im Übrigen ist jeder Aspekt am Gebäude, vom äußeren Garten bis hin zur Inneneinrichtung, aufeinander abgestimmt. Im engeren Sinne könnte man die Definition eines Architektenhauses weiter darauf eingrenzen, dass der erbauende Architekt das Haus selbst eine Zeit lang bewohnt hat - was unweigerlich zu einer Abstimmung im Sinne des Architekten sämtlicher Komponenten führt.


Architektenhäuser sind teurer als normale Häuser


Wenn Sie ein Haus suchen, an dem ein Architekt beteiligt ist, wird der Preis viel höher sein als bei anderen Häusern in der gleichen Gegend. Das liegt daran, dass Architektenhäuser auf Grund der maximalen Individualität und der besonderen baulichen Strukturen aufwändiger zu planen und zu bauen sind sowie mehr Arbeit erfordern, sobald die Bauphase abgeschlossen ist.
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