Warum frische Luft so wichtig ist
Hinaus an die frische Luft zu gehen, um mal wieder so richtig durchzuatmen, tut uns gut. Sogar sehr gut! Gehirn und Muskeln benötigen Sauerstoff. Frische Luft enthält zudem ein Bakterium, das die Produktion eines Hormons anregt, das uns glücklich macht.
Menschen, die sich viel draußen an der frischen Luft aufhalten, sind meist gesünder und fröhlicher. Das liegt daran, dass der Körper mehr mit frischem Sauerstoff versorgt wird. Sauerstoff ist für den menschlichen Körper so wichtig, weil jede Zelle ihn braucht, um zu funktionieren. Wer sich zusätzlich noch viel bewegt, beispielsweise spazieren oder joggen geht, kurbelt dadurch den Blutkreislauf im Körper an.
So wird der Sauerstoff noch besser und schneller zu den wichtigsten Organen befördert. Gleichzeitig werden sogenannte Entzündungsmarker reduziert, was wiederum das Immunsystem stärkt. Draußen an der frischen Luft zu sein, bedeutet also nicht zuletzt viel Sauerstoff aufzunehmen. Aber das ist längst nicht alles, was die Luft im Außenraum zu bieten hat.

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Mycobacterium vaccae
An der frischen Luft, genauer gesagt, in der Natur, atmet der Mensch nicht nur Sauerstoff ein, sondern auch einen Keim, der sich positiv auf den Körper auswirkt. Das sogenannte "Mycobacterium vaccae", das in der Erde vorkommt, wirkt wie das Glückshormon Serotonin. Durch die Aufnahme des Keims werden bestimmte Zellen im Gehirn angeregt, die zur Serotonin-Ausschüttung führen.
Die Folge: Der Mensch fühlt sich glücklicher. Seit längerem schon gehen Forscher davon aus, dass Serotonin gegen Depressionen wirkt und das Immunsystem stärkt. Das im Boden vorkommende Mycobacterium vaccae sorgt also für einen natürlichen Schub an Gesundheits- und Glücksmomenten. Darüber hinaus glauben einige Forscher, dass die Aufnahme von Mycobacterium vaccae auch lernfähiger macht.
Auch im Innenbereich für Frischluft sorgen
Wer allerdings glaubt, dass frische Luft nur draußen wichtig ist, irrt. Wir verbringen täglich viele Stunden in geschlossenen Räumen, oft in den eigenen vier Wände. Und die Luft, die wir hier einatmen, spielt eine ebenso wichtige Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Gibt es im Raum wenig Sauerstoff und ist sie verschmutzt, macht das krank. Darum sollte man einige Maßnahmen befolgen:
- Täglich sollte man zumindest morgens und abends die Fenster öffnen und gut durchlüften. Am effektivsten ist Stoßlüften für etwa fünf Minuten. Das Fenster nur zu kippen reicht nicht, um für einen spürbaren Luftaustausch zu sorgen.
- Ebenfalls hilfreich ist der Einsatz von Luftbefeuchtern bzw. -reinigern. Diese kleinen Geräte saugen Schmutzpartikel wie Staub, Aerosole, Kohlendioxid sowie Schwefel- und Stickstoffverbindungen aus der Luft und sorgen so für ein gesundes Raumklima. Luftwäscher sorgen zusätzlich für die richtige Luftfeuchtigkeit, die in Wohnräumen bei 40 bis 60 Prozent liegen sollte.
Dass sich das lohnt, liegt auf der Hand: Wer sich in einem sauberen Raumklima aufhält, lebt gesünder und qualitativ besser.