Unterstützung für die Lakota Indianer
Die alten Lakota waren weise,
sie wussten, dass das Herz eines Menschen,
der sich von der Natur entfremdet, hart wird.
Deshalb war der Einfluss der Natur, die jungen Menschen feinfühlig machte,
ein wichtiger Bestandteil ihrer Erziehung.
Luther Standing Bear, Lakota
Das Pine Ridge Reservat in Süd Dakota, U.S.A., Heimat der Oglala Lakota (Sioux) Indianer, gilt als eines der ärmsten Gebiete der U.S.A. Die Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung haben wenig mit dem Erscheinungsbild eines reichen Industriestaates zu tun, sondern lassen sich eher mit der Situation in einem Dritte-Welt-Land vergleichen.

© flickr Stephanie Lafayette
Armut, Apathie, Resignation, Depression. Gewalt, Korruption, Akohol-, Drogenmissbrauch prägen das Leben der Menschen.
Immer noch sind indianischen Behausungen nicht an Stromnetz und sauberer Wasserversorgung angeschlossen.
Eine Studie der Universität von Süd Dakota belegt, dass mehr als die Hälfte der Sioux Kinder unterhalb der offiziell angegebenen Armutsgrenze leben. Fast 60% der Lakota leiden an Diabetes. Schlechte Ernährung, Bewegungsarmut, Alkohol, schlechte Wasserqualität werden als Ursache vermutet. Die durchschnittliche Lebenserwartung wird mit 50 Jahre angegeben.
Viele der bestehenden Probleme sollten von "innen heraus" gelöst werden, von den Lakota selbst. Rückfindung zu ihrer eigenen Kultur und Tradition, zum Lakota Way of Life, würde sich unterstützend aus wirken.

© flickr Neeta Lind
LVF Affordable Low Energy House Project - American Horse Creek June 2002
Erste Niedrigenergie-Hausmodelle wurden von LVF 2001 und 2002 im Reservat finanziert und in Form von Lehrprogrammen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Experten wurden Öko-Hauskonstruktionen zusammen mit Lakotagruppen gebaut. Die daraus resultierenden Häuser dienten gemeinnützigen oder gewerblichen Zwecken, sowie als Musterhäuser für "Low Energy and Affordable Housing "
Ab 2003 lag der LVF-Schwerpunkt bei der Bekämpfung der verheerenden Diabetesepidemie durch verschiedene Präventionsprogramme basierend auf traditioneller Ernährung. Zusammen mit kräuterkundigen Lakota Partnern, wie z. B. dem Wild Life Biologen Richard Sherman wurde über Jahre zusammen mit LVF Vorstandsmitgliedern die Erkundung traditioneller, essbarer Wildpflanzen betrieben. Die Ergebnisse wurden innerhalb vielverprechender Diabetespräventionsprogramme eingesetzt. Sie dienten ebenso zur Verwirklichung und Entwicklung einer gesundheitsfördernden Produktelinie.

© flickr Stephanie Lafayette
Gleichzeitig sollte die Förderung von fast verschwundenem Pflanzenwissen innerhalb der indianischen Bevölkerung unterstützt werden.
Neben vielen Wildnis-Exkursionen wurde von LVF der Anbau vielversprechender Wildkräuter gefördert mit dem Ziel, der Schaffung kleiner Kräuterfarmen, von Lakota betrieben. Der Anbau von Sonnenblumen- und Topinambur Feldern diente der Materialbeschaffung zur Pressung biologischen Öle. Der Kauf einer professionellen Öhlmühle in Manderson wurde von LVF 2002 ermöglicht.
In Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen wie z.B. der indianischen Klinik in Porcupine (2002), dem Oglala Lakota College in Kyle und dem National Science Foundation-Projekt Lakota Land (2006), wurden Diabetes Präventions- und Kultur Programme für Lakota Familien in Form von Wildernis Camps durchgeführt. Damit soll eine Wiederbelebung der fast verschwundenen Kultur gefördert werden, bei gleichzeitigen Gesundheitsförderungsprogrammen.

© flickr Hamner_Fotos
Dazu zählen Kochkurse und Workshops im Reservat.
Eine gleichnamige Tour wurde 2004 von LVF durch die CAP Offices (Gemeindezentren) durchgeführt.
Ausführliche Werbe- und Aufklärungsmittel wie Karten, Broschüren, Poster wurden zweisprachig (lakota/ englisch) von LVF in Zusammenarbeit mit Lakota Lehrern und Spirituellen Führern konzepiert und erstellt und an die Bevölkerung verteilt.
Enger Kooperationspartner bei der Durchführung ist seit vielen Jahren Joe American Horse, ehemaliger Stammespräsident und Enkel des legendären Chief American Horse. Das Projekt eine Kulturzentrums in Kombination mit einer Lakota Sommer-Schule (Intensivprogramme Kultur-Umwelt-Gesundheit) soll in Zusammenarbeit mit Lakota Lehrern und Spirituellen Führern verwirklicht werden, nachdem erste Workshops erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

© flickr Hamner_Fotos
Neben ungesundem Lebensstil wird als Hauptverursacher kontaminierte Umwelt angegeben. LVF hat im Sommer 2008 Trinkwasserbeprobungen in Zusammenarbeit mit dem hiesigen indianischen Gesundheitsamt durchgeführt.
Die Wasserproben wurden von einem unabhängigen, EPA (U.S. Environmental Protection Agency) zertifizierten Labor für LVF analysiert. Aufgrund der negativen Ergebnisse und der hohen Anzahl verseuchter Trinkwasser-Proben (Arsen, Radionnuklide) wird sich die Arbeit von LVF zukünftig vorrangig auf Umwelt- und Gesundheitsthemen konzentrieren.
Neben weiteren Trinkwasser- und Bodenuntersuchungen sollen u.a. Filteranlagen und die Entsorgung kontaminierter Filter finanziert werden, um betroffenen Lakota Familien sauberes Trinkwasser zu ermöglichen.
SAFE WATER IS A HUMAN RIGHT - LAKOTA ENVIRONMENT & HEALTH PROJECT
in collaboration with Lakota Village Fund e.V.
Der Musiker, Grafikdesigner und Grammy Gewinner Klaus Voormann unterstützt mit seinem Albumprojekt A SIDEMAN'S JOURNEY das Hilfsprojekt Safe Water is a Human Right (Water is Life)-Lakota Environment & Health.
Voormanns Freunde, Musikerkollegen und Mitunterstützer sind u.a. Paul McCartney, Ringo Starr, Yusuf Islam (Cat Stevens), Dr. John, The Manfreds (Ex-Mitglieder der Manfred Mann Band), Albert Lee, Bonnie Bramlett, Max Buskohl u.v.a.
LVF ist keine Informationsbühne, sondern ein Verein, dessen Vorstand aktiv im Pine Ridge Reservat arbeitet. Vorstandsmitglieder des Hilfswerks sind jährlich über längere Zeiträume direkt vor Ort, um die Projekte persönlich zu betreuen.
Sie leben inmitten der Lakota und können somit die Situation aus nächster Nähe beurteilen, um direkte Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität ergreifen zu können.
Ziel ist es eine menschenwürdige Lebensform zu finden, unter Einbindung ihres traditionellen Lebensstils, aber auch moderner Alternativ-Methoden. Die Kultur der Lakota kann nur erhalten werden, wenn sie den Bedürfnissen der jungen Generationen angepasst wird.

© flickr Stephanie Lafayette
Lakota-Report 2008-2012 (PDF) KLICK)
Spendengelder werden zu 100% für Projektarbeit verwendet. Die Verwaltungskosten des Vereins werden von Vorstandsmitgliedern getragen. Die Beschaffung der benötigten Geldmittel erfolgt durch: Spenden, Charity-Veranstaltungen, Mitgliederbeiträge.
Spendenkonto:
LAKOTA VILLAGE FUND e.V.
Münchner Bank BLZ: 701 900 00
Konto: 847410
IBAN: DE 02 70190000 0000 847410
BIC: GENODEF1M01
Nähere Information:
http://www.lakota-village.de

LAKOTA VILLAGE FUND e. V.
Beiselestr. 19
82327 Tutzing
mail@lakota-village.de