So wichtig ist Yoga in Zeiten von Corona
Yogafans werden jetzt bestimmt zustimmend nicken, alle anderen wundern sich vielleicht über diese Aussage. Yoga kann gerade in Corona-Zeiten eine wichtige Hilfe gegen psychische Probleme sein. Das zeigt sogar eine Studie aus Australien.
Googelt doch mal: Was kann Yoga? Du wirst erstaunliche Antworten bekommen. Auch, was die Auswirkungen auf unsere Psyche angeht. Bereits seit einigen Jahren wird Yoga intensiv wissenschaftlich untersucht.
Zahlreiche dieser Untersuchungen zeigen, so berichtet zum Beispiel das Magazin "rbb Praxis", dass das regelmäßige Ausüben von Yoga einen positiven Effekt auf verschiedene Krankheitsbilder hat. Wie zum Beispiel Durchblutungs- oder Schlafstörungen, Stress, Depressionen oder Panikzustände, sowie Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen. Kurzum: Yoga ist gut – für den Körper und die Psyche gleichermaßen – und das nachweislich.
Übersicht über Studien weltweit
Eine Studie von zwei Universitäten in Australien - in Zusammenarbeit mit dem Kings College in London - bestätigt nun: bewegungsbasierte Yogastile können gegen psychologische Probleme helfen. Jetzt in Zeiten von Corona, da Fitnessstudios geschlossen sind und selbst Joggen mit Freunden nicht ohne Risiko ist, kann Yoga besonders helfen.
Die jüngst im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte sogenannte Metastudie untersuchte 19 Studien in sechs Ländern, in denen Personen eine formale Diagnose einer psychischen Störung hatten. Einschließlich Depressionen, posttraumatischer Stress, Angstzustände, Alkoholkrankheit und Bipolarität.
"Die Forschung zeigt, dass bewegungsbasiertes Yoga die Symptome einer Depression bei Menschen mit einer Reihe von psychischen Erkrankungen (!) verbessert. Es ist also eine sehr gute Nachricht für Menschen, die in Zeiten der Unsicherheit Probleme haben," so Studienleiterin Jacinta Brinsley.
Zugang zu Yoga-Kursen
Bei bewegungsbasiertem Yoga müssen laut Forschung die Teilnehmer mindestens 50 Prozent der Zeit psychisch aktiv sein. Die Ergebnisse haben erhebliche Auswirkungen und zeigen, dass du nicht unbedingt joggen mußt, um von Bewegung zu profitieren.
Die größte Herausforderung: die am stärksten gefährdeten Personen in unserer Gesellschaft haben trotz der potenziellen Vorteile häufig am wenigsten Zugang zu Trainings-, oder Yoga-Programmen. Gerade jetzt, wo sich nicht jeder mit Onlinekursen helfen kann, ist das ein Problem. Zumal die Forscher in ihrer Untersuchung fordern, lieber mehr kurze Einheiten als wenige lange Übungsstunden pro Woche anzusetzen.

