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Rilke: „Da will etwas Eigenes zu Wort und Weise kommen“


Die Internationale Rilke-Gesellschaft fördert seit 1971 jene, die sich mit Leben und Werk des Dichters befassen. Alle zwei Jahre treffen sich die rund 350 Mitglieder aus 22 Ländern an einem für Rilke bedeutenden Ort und beschäftigen sich anhand von Vorträgen, Lesungen und Exkursionen mit dem Namensgeber der Gesellschaft.

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die Rilke-Gesellschaft sogenannte "Blätter", die unter anderem Informationen zu Tagungen, Aufsätzen über Rilke und bis dato unveröffentlichte Briefwechsel Rilkes enthalten.

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Briefe an einen jungen Dichter
ist eine Zusammenstellung von Briefen Rainer Maria Rilkes. Die insgesamt zehn Briefe sind als Antworten an Franz Xaver Kappus verfasst.

Dieser hatte sich hilfesuchend bezüglich seiner ersten literarischen Werke an Rilke gewandt. Die Briefe entstanden in den Jahren 1903 bis 1908 an verschiedenen Orten Europas.



Rainer Maria Rilke Zitate aus: Briefe an einen jungen Dichter

„Da will etwas Eigenes zu Wort und Weise kommen“


… „Niemand kann Ihnen raten und helfen, niemand. Es gibt nur ein einziges Mittel.
Gehen Sie in sich. Erforschen Sie den Grund, der Sie schreiben heißt; prüfen Sie, ob
er in der tiefsten Stelle Ihres Herzens seine Wurzeln ausstreckt, gestehen Sie sich
ein, ob Sie sterben müßten, wenn es Ihnen versagt würde zu schreiben. Dieses vor
allem: fragen Sie sich in der stillsten Stunde Ihrer Nacht: muß ich schreiben? Graben
Sie in sich nach einer tiefen Antwort.

Und wenn diese zustimmend lauten sollte,wenn Sie mit einem starken und einfachen ‚Ich muß’ dieser ernsten Frage begegnen dürfen, dann bauen Sie Ihr Leben nach dieser Notwendigkeit; Ihr Leben bis hinein in seine gleichgültigste und geringste Stunde muß ein Zeichen und Zeugnis werdendiesem Drange. Dann nähern Sie sich der Natur. Dann versuchen Sie, wie ein erster
Mensch, zu sagen, was Sie sehen und erleben und lieben und verlieren.“

Schloss Duino (Triest) 4 | Architektur » Schlösser & Burgen | Dieter Schütz / pixelio
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„Wenn der Alltag Ihnen arm scheint, klagen Sie ihn nicht an, sagen Sie sich, daß Sie
nicht Dichter genug sind, seine Reichtümer zu rufen;

denn für den Schaffenden gibt es keine Armut und keinen armen, gleichgültigen Ort. Und wenn Sie selbst in einem Gefängnis wären, dessen Wände keines von den Geräuschen der Welt zu Ihren Sinnen kommen ließen –


hätten Sie dann nicht immer noch Ihre Kindheit, diesen köstlichen, königlichen Reichtum, dieses Schutzhaus der Erinnerungen?“

„Suchen Sie die Tiefe der Dinge"

„Lassen Sie Ihren Urteilen die eigene stille, ungestörte Entwicklung, die, wie jeder
Fortschritt, tief aus innen kommen muß und durch nichts gedrängt oder beschleunigt
werden kann. Da gibt es kein Messen mit der Zeit, da gilt kein Jahr, und zehn
Jahre sind nichts, Künstler sein heißt: nicht rechnen und zählen; reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht ohne die
Angst, daß dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch. Aber er kommt
nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still
und weit. Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin:


BEST OF RILKE PROJEKT


Das Rilke Projekt feierte 2011 sein 10-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erschien die Best of Rilke Projekt mit einer Auswahl der beliebtesten Titel des erfolgreichen Lyrikprojekts.

Erneut schafft Rilkes visionäre Sprache in Kombination mit der gefühlvollen Musik der Komponisten und Produzenten Schönherz & Fleer, interpretiert von großen Musikern und Schauspielern ein einzigartig sinnliches Erlebnis.


Auf Youtube ansehen
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Rilke Projekt Live Gala zum Hessentag am 1. Juni 2012


Stadthalle Wetzlar 20:00 Uhr


Mit


• Ben Becker
• Hannelore Elsner
• Robert Stadlober
• Giora Feidmann
• Nina Hoger
• und der Rilke Projekt Live Band

Special Guests


• Max Mutzke
• Enrique Ugarte

Moderation


• Gerhard Kämpfe

Künstlerische Leitung


• Schönherz & Fleer


weitere Infos zu Rainer Maria Rilke:

http://www.rilke-projekt.de/

www.rilke.de

Die Zitate stammen aus: Rainer Maria Rilke: Briefe an einen jungen Dichter.
Leipzig 1929: Insel Verlag
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