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Moderne Prothesen gehen mit der Zeit


Mit einer Beinamputation ändert sich dein Leben definitiv, aber trotzdem kannst du deinen Alltag wie gewohnt meistern. Eine individuell angepasste Beinprothese macht es möglich. Erfahre mehr dazu in diesem LEBE-LIEBE-LACHE-Beitrag.


Moderne Prothesen gehen mit der Zeit
© Vlada Karpovich/pexels.com


Die richtige Prothese finden


Wichtig ist, dass du dich als Träger mit deiner Prothese wohl fühlst und sie deinen Ansprüchen entspricht. Durch die große Auswahl an verschiedenen Prothesenpassteilen, Schaftformen und Verarbeitungstechniken ist heutzutage eine optimale und individuelle Versorgung möglich.

Modernste Technik sorgt dafür, dass du mit nur wenigen Einschränkungen und vor allem ohne Rollstuhl leben kann. Um bei der Prothese die richtige Wahl zu treffen, ist die Beratung durch den Experten unerlässlich. In Lentes Prothesenwerkstatt (www.lentes-prothesenwerkstatt.de) zum Beispiel schaut das Team ganzheitlich auf den zu versorgenden Menschen – von körperlichen Gegebenheiten über die geplanten Aktivitäten bis hin zum Design führt man den Klienten durch die Vielfalt möglicher Passteile und trifft zusammen die beste Wahl.

Neben den persönlichen Bedürfnissen erfolgt schließlich die Wahl der passenden Prothese vor allem aufgrund der Zuordnung des Patienten (durch das Behandlungsteam) in eine Mobilitätsklasse.



Was ist eigentlich ein Mobilitätsgrad?


Der Mobilitätsgrad richtet sich unter anderem nach:

  • der körperlichen Konstitution
  • dem Alter
  • dem Körpergewicht
  • dem Freizeitverhalten
  • dem Lebensumfeld

Was ist eigentlich ein Mobilitätsgrad?
© Vlada Karpovich/pexels.com

So kann sich dein Orthopädietechniker zum Beispiel beim Aufbau einer Oberschenkelprothese sowohl am Passteil als auch an deinen Bedürfnissen orientieren.


Hier wird in 4 Mobilitätsgrade unterteilt:

  • Mobilitätsgrad 1: Innenbereichsgeher
  • Mobilitätsgrad 2: Eingeschränkter Außenbereichsgeher
  • Mobilitätsgrad 3: Uneingeschränkter Außenbereichsgeher
  • Mobilitätsgrad 4: Außenbereichsgeher mit besonders hohen Anforderungen



Welche Arten von Beinprothesen gibt es?


Für Ober- und Unterschenkelamputationen, Knieexartikulationen oder Fußamputationen müssen jeweils individuelle Prothesen angefertigt werden. Eine Möglichkeit der Unterteilung bezieht sich auf den Einsatzzweck der Prothese.

So gibt es zum Beispiel die:

  • Alltagsprothese für das Tragen daheim, bei Freizeitaktivitäten und am Arbeitsplatz
  • Ersatzprothese als Ersatz für die Alltagsprothese
  • Badeprothese
  • Sportprothese
Um deinem Mobilitätsgrad, deinen Ansprüchen und den verschiedenen Anwendungsbereichen gerecht zu werden, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Passteile und Komponenten für eine Beinprothese.

Für deine passende Prothese müssen das jeweils richtige Gelenk und die korrekte Kombination aus Fuß und anderen Bauteilen einer Prothese (Liner, Schaft) passend zusammengestellt werden.

Dabei wird bei der prothetischen Versorgung grundsätzlich unterschieden in:

  • mechanische Gelenke - Knie und Fuß
  • bionische Gelenke - Knie und Fuß mit künstlicher Intelligenz
  • Sportversorgungen


Die Fußprothese


Der Fuß ist Bestandteil jeder Beinprothese und bildet somit die Basis. Er hat einen großen Einfluss auf das sichere Stehen und das flüssige Gehen.


Der Fuß ist Bestandteil jeder Beinprothese und bildet somit die Basis
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Hoch hinaus mit dem richtigen Absatz


Aus Lentes Prohtesenwerkstatt erfahren wir: Viele Anwender*innen haben den Wunsch, Schuhe mit verschiedenen Absatzhöhen zu tragen. Die Hersteller von Passteilen bieten dafür Prothesenfüße an, mit denen eine Absatzverstellung möglich ist. So können ganz flexibel unterschiedlichste Schuhe genutzt werden – mit dem selben Fußpassteil.

Gut zu wissen: Mittlerweile gibt es sogar durch Mikroprozessoren bionisch gesteuerte Prothesenfüße, also Füße mit einer künstlichen Intelligenz. Hier erkennt die Elektronik des Fußes die einzelnen Schrittphasen und reagiert darauf selbstständig mit einer Bewegung.