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Inhalt
- Mehr Nachhaltigkeit im Alltag – 10 Ideen zum Schutz des Ökosystems
- 1. Raumdüfte in allen Variationen
- 2. Nachhaltiger, statt grüner Strom
- 3. Heizenergie ist kostbar
- 4. Baden ohne Ende
- 5. Wäscheleine statt Trockner
- 6. Klassische Müllbeutel
- 7. Von Alu- bis Frischhaltefolie
- 8. Produkte aus Frischfasern
- Papierservietten
- 10. Duftsteine für die Toilette
Mehr Nachhaltigkeit im Alltag – 10 Ideen zum Schutz des Ökosystems
Die nachhaltige Gestaltung des privaten Haushalts geht mit zahlreichen Herausforderungen einher. Schließlich braucht es weitaus mehr als Mülltrennung und Energiesparlampen, um die Umwelt effektiv zu entlasten. Wir haben konkrete Anregungen zusammengefasst, die ein Umdenken fördern.

© Skitterphoto/pexels.com
1. Raumdüfte in allen Variationen
Dass es in der Wohnung angenehm riechen soll, ist nachvollziehbar. Allerdings sollten hierfür keine künstlichen Duftstoffe zum Einsatz kommen. Sie müssen nicht nur aufwändig hergestellt werden, sie belasten auch Umwelt und Gesundheit. Duftstoffe gelangen über die Lunge in den Organismus und können Allergien auslösen. Auch andere körperliche Reaktionen sind denkbar. Frische Blumen, getrocknete Lavendelblüten oder Orangenscheiben sind die bessere Wahl. Viele konventionelle Produkte müssen sogar in die Steckdose gesteckt werden, um die Aromen freizusetzen. Das treibt den Energieverbrauch unnötig in die Höhe.
2. Nachhaltiger, statt grüner Strom
Apropos Energie: Der Umstieg auf einen Ökostromtarif ist inzwischen vielen Verbrauchern gelungen. Das Problem ist allerdings, dass „Öko“ in diesem Zusammenhang nicht unbedingt nachhaltig sein muss. Insbesondere beim Tierschutz gibt es Defizite. Strom aus Erneuerbaren Energien wird zwar ohne Atom- und Kohlekraftwerke gewonnen, kann sich aber negativ auf die Tierwelt auswirken. „Der Sog von Wasserkraftwerken in Flussläufen wird häufig zur tödlichen Falle für Fische wie Aale und andere Wassertiere, die durch Rechen rutschen und von den schnelldrehenden Turbinen von älteren Kraftwerken schwer verletzt oder regelrecht zerhäckselt werden“, erklärt die Tierrechtsorganisation People for the Ethical Treatment of Animals, kurz PETA, auf ihrer Internetpräsenz in einem Beitrag über einen tierfreundlichen Stromtarif als Beispiel. Aber auch Windkraftanlagen funktionieren nicht ohne Tierleid. Wie PETA ergänzt, sterben in Deutschland jedes Jahr zehntausende Vögel und Fledermäuse durch die riesigen Rotoren. Der von der Tierrechtsorganisation empfohlene alternative Stromtarif wird vom Berliner Stromanbieter Greenstone Energy angeboten. Wie dieser wiederum online erklärt, ist der vegane Strom nicht nur für Veganer sinnvoll, sondern für alle, die nicht nur auf konventionellen Strom verzichten möchten, sondern eine rundum ökologische Lösung suchen.
3. Heizenergie ist kostbar
Die Energie zum Heizen macht einen Großteil der Haushaltskosten aus. Sparpotenzial ergibt sich bei der Raumtemperatur: Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Energie und das kommt gleichzeitig der Umwelt zugute. Im Schlafzimmer genügt eine Temperatur zwischen 16 und 19 °C. In Wohnräumen sind 20 bis 21 °C völlig ausreichend.
Weitere Tipps zum Thema Heizen hier im Überblick.
4. Baden ohne Ende
Gegen ein erholsames Bad während einer Erkältung ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Für die tägliche Körperpflege lohnt sich allerdings die Dusche, um wertvolles Wasser zu sparen. Auch die Verwendung von Durchflussbegrenzern bewirkt viel. Diese werden an sämtlichen Wasserhähnen angebracht, um die Wassermenge zu reduzieren. Die Sparmaßnahme ist im Alltag kaum spürbar, macht sich auf der Wasserrechnung aber schnell bemerkbar.
5. Wäscheleine statt Trockner
Der Energieverbrauch eines Wäschetrockners ist enorm. Die energieeffizienteste Art Wäsche zu trocknen, gelingt mit Wäscheleine beziehungsweise einem Wäscheständer. Allerdings sind diese Alternativen nicht für alle Haushalte eine Option. In kleinen Wohnungen von Mehrfamilienhäusern fehlt oft der Platz und Wäscheräume gibt es nicht. Ist der Verzicht auf Wäschetrockner nicht möglich, sollten zumindest die Empfehlungen des Umweltbundesamts beherzigt werden, um die Elektrogeräte möglichst sparsam zu nutzen.
6. Klassische Müllbeutel

© Juan Pablo Serrano Arenas/pexels.com
7. Von Alu- bis Frischhaltefolie
In diversen Küchen sind sie Standard, die zahlreichen Verpackungsmaterialien für Lebensmittel. Während das Grillgut in Alufolie gepackt wird und die Frischhaltefolie zum Abdecken von Salaten dient, landen Zutaten zum Einfrieren im Gefrierbeutel. Keines dieser Utensilien ist gut für die Umwelt. Im Gegenteil: Die Herstellung erfordert massenhaft Rohstoffe und Energie. Ein großer Aufwand für Dinge, die meist schon nach einer Anwendung entsorgt werden. Die weitaus besseren Alternativen sind Schraubgläser, Butterbrotpapier, Boxen aus Kunststoff oder Edelstahl. Zum Grillen eignen sich beispielsweise Edelstahl-Gemüsekörbe. Im Idealfall kommen ausschließlich wiederverwendbare Produkte zum Einsatz.
8. Produkte aus Frischfasern
Ob Druckerpapier, Taschentücher, Küchenpapier oder Klopapier: Viele dieser Produkte werden aus Frischfasern hergestellt und sind eine erhebliche Belastung für das Ökosystem. Immerhin werden für die Produktion zusätzliche Bäume gefällt. Haushalte, die auf recycelte Alternativen umsteigen, leisten einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

© Dan Prado/pexels.com
Papierservietten
Diese Servietten sind Wegwerfprodukte und eine regelrechte Umweltsünde. Umweltfreundlicher lässt sich der Mund mit waschbaren Stoffservietten abputzen. Diese kosten zwar bei der Anschaffung mehr, halten aber jahrelang.
10. Duftsteine für die Toilette
Diese duftenden Produkte sind eine Belastung für das Abwasser und der Nutzen hält sich stark in Grenzen. Auch die Schleimhäute können davon gereizt werden. Der Verzicht auf WC-Duftsteine ist eine klare Entlastung für Gewässer und die Haushaltskasse profitiert ebenfalls. Inzwischen gibt es ökologisch abbaubare WC-Reiniger, die Gerüche, Kalk und Urinstein kraftvoll verschwinden lassen. Zusätzliche WC-Steine braucht es bei regelmäßiger Reinigung der Toilette nicht.