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Intimgesundheit der Frau: Tipps für einen gesunden Intimbereich


Es gibt viele Frauen, denen es unangenehm ist, über das Thema Intimgesundheit zu sprechen. Doch ein gesunder Intimbereich ist entscheidend, um vaginalen Infektionen und anderen Frauenbeschwerden vorzubeugen. Welche Beschwerden es rund um den Intimbereich gibt und wie richtige Intimhygiene aussieht, erfahren Sie hier.



Was braucht ein gesunder Intimbereich?

Die Intimgesundheit unterliegt einer Vielzahl von Einflüssen – etwa hormonellen Schwankungen während des weiblichen Zyklus. Aber auch Stress oder Schwitzen kann dazu führen, dass das Gleichgewicht der leicht sauren Scheidenflora aus der Balance gerät und der pH-Wert den idealen Bereich von 3,8 bis 4,4 verlässt. Ist das der Fall, haben Keime ein leichtes Spiel und es kommt zu einer Scheideninfektion. Die Intimgesundheit der Frau steht also in engem Zusammenhang mit einer intakten Scheidenflora, doch wie lässt sich diese erhalten?


Was braucht ein gesunder Intimbereich?
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Hier sind einige Tipps:

  • Für den Erhalt eines gesunden Intimbereichs ist die tägliche Reinigung mit Wasser ausreichend.
  • Lotionen, Feuchttücher, Sprays und ähnliche Produkte, die der Handel für die Intimgesundheit bereithält, erbringen keinen zusätzlichen Nutzen – im Gegenteil.
  • Das Waschen sollte mit den Händen oder einem weichen Waschlappen geschehen, um den sensiblen Intimbereich zu schonen.
  • Waschlappen und Handtücher zum anschließenden Trockentupfen sollten täglich gewechselt werden, um vaginalen Infektionen vorzubeugen.
  • Atmungsaktive, lockere Kleidung hilft dabei, das Scheidenmilieu in Balance zu halten.

Intimgesundheit der Frau: Tipps für einen gesunden Intimbereich
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Außerdem ist es für die Prävention vaginaler Infektionen wichtig, dass keine Keime aus dem Analbereich in den vorderen Intimbereich gelangen.


Störungen der Intimgesundheit

Trotz aller Vorsicht kann es hin und wieder zu einer Scheideninfektion kommen. Dann ist eine medizinische Beratung und Abklärung wichtig, denn es gibt verschiedene Formen.


  • Bakterielle Vaginoseasd


    Eine bakterielle Vaginose liegt dann vor, wenn die Vaginalflora durch eine übermäßige Bakterienbesiedelung aus dem Gleichgewicht gerät. Diese Art der Scheideninfektion zeigt sich durch einen dünnflüssigen, gräulichen und fischig riechenden Ausfluss. Das Risiko für eine solche Störung der Intimgesundheit steigt beispielsweise durch bestehende Erkrankungen wie Diabetes, aber auch durch die Einnahme von Cortison oder der Antibabypille. Zudem können hormonelle Schwankungen und eine übertriebene Intimhygiene eine bakterielle Fehlbesiedelung erleichtern.

    Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika in Form von Vaginaltabletten oder -cremes, die gezielt die unerwünschten Bakterien bekämpfen.
  • Scheidenpilz


    Pilze gehören wie auch Bakterien zur Vaginalflora dazu. Vermehren sich die Pilze jedoch im Übermaß, kommt es zu einer Scheideninfektion, die sich meist durch Juckreiz, Brennen und gelblichen, übelriechenden Ausfluss zeigt. Eine übertriebene Intimhygiene stellt auch hier einen Risikofaktor dar. Zudem sorgen Stress, aber auch Diabetes und Medikamente wie Antibiotika dafür, dass die Ansteckung mit Pilzen leicht erfolgen und zu Frauenbeschwerden führen kann.

    Zur Behandlung werden meist Antimykotika in Form von Vaginalzäpfchen, Cremes oder Tabletten eingesetzt, die den Pilzbefall wirksam eindämmen.
  • Trichomoniasis


    Trichomoniasis ist eine sexuell übertragbare Infektion, die durch einzellige Parasiten (Trichomonaden) verursacht wird. Häufig bleibt sie zunächst unbemerkt oder verursacht nur milde Symptome. Bei Frauen kann sie sich durch gelblich-braunen, schaumigen Ausfluss, Juckreiz, Brennen beim Wasserlassen sowie einen unangenehmen Geruch bemerkbar machen.

    Therapiert wird Trichomoniasis in der Regel mit einem bestimmten Antibiotikum, das als Tablette eingenommen wird und den Erreger zuverlässig eliminiert.

Störungen der Intimgesundheit
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Gesunder Intimbereich statt vaginale Infektionen

Ob Juckreiz, strenger Geruch, ungewöhnlicher Ausfluss, Rötungen oder Schwellungen: Beschwerden im Intimbereich sind lästig – und vielen Frauen ist es unangenehm, darüber zu sprechen. Doch genau das ist nötig, um die Intimgesundheit zu erhalten oder im Fall einer bestehenden Scheideninfektion wiederherzustellen. Treten Frauenbeschwerden im Intimbereich auf, dann ist es wichtig, diese gynäkologisch abklären zu lassen und eine geeignete Therapie in die Wege zu leiten.

Parallel lohnt es sich, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen – denn ein gesunder Intimbereich kann nur dann entstehen, wenn die empfindliche Scheidenflora ungestört bleibt und sanft behandelt wird.

Zuletzt haben auch Lebensstilfaktoren wie eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ein passendes Stressmanagement einen Einfluss auf das Immunsystem und damit auf die Intimgesundheit.

  • „Bakterielle Vaginose: die gestörte Scheidenflora stärken“. AOK - Die Gesundheitskasse, https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/bakterielle-vaginose-die-gestoerte-scheidenflora-staerken/. Zugegriffen 14. April 2025.
  • „Intimpflege für Frauen“: Barmer.de, https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/medizin/frauengesundheit/intimpflege-1286744. Zugegriffen 14. April 2025.
  • „Bakterielle Scheideninfektion“: gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/bakterielle-scheideninfektion.html. Zugegriffen 14. April 2025.
  • „Scheidenpilz: Symptome, Ursachen, Medikamente“: AOK - Die Gesundheitskasse, https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/immunsystem/scheidenpilz-symptome-ursachen-medikamente/. Zugegriffen 14. April 2025.
  • „Trichomonaden-Infektion (Trichomoniasis)“: gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/trichomonaden-infektion-trichomoniasis.html. Zugegriffen 14. April 2025.