In Erwartung neuer Nachrichten – Die Kunst, Geduld in sich zu mobilisieren
Es gibt Zeiten im Leben, in denen nichts anderes zu tun bleibt, als zu warten. Eine Mail, ein Anruf, eine Entscheidung, eine Antwort – manchmal von Menschen, manchmal vom Leben selbst. Und gerade in diesen Zwischenräumen, in denen wir machtlos scheinen, zeigt sich eine der anspruchsvollsten Fähigkeiten unseres Alltags: Geduld.
Geduld ist kein angeborenes Talent, sondern eine innere Haltung, eine bewusste Entscheidung gegen Hast, gegen Kontrollwut und gegen die Angst, etwas zu verpassen. Sie ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Und sie ist zugleich ein Schutzschild für unsere emotionale Balance. Doch wie gelingt es, in einer Welt, die von Sofort-Antworten, Push-Nachrichten und permanenter Erreichbarkeit geprägt ist, überhaupt noch geduldig zu bleiben?
Geduld ist kein angeborenes Talent, sondern eine innere Haltung, eine bewusste Entscheidung gegen Hast, gegen Kontrollwut und gegen die Angst, etwas zu verpassen. Sie ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Und sie ist zugleich ein Schutzschild für unsere emotionale Balance. Doch wie gelingt es, in einer Welt, die von Sofort-Antworten, Push-Nachrichten und permanenter Erreichbarkeit geprägt ist, überhaupt noch geduldig zu bleiben?

© Daniela Constantini/pexels.com
Die Psychologie des Wartens
Warten löst in vielen Menschen Unruhe aus, denn es erinnert uns daran, dass wir nicht alles steuern können. Das Gefühl der Kontrolle ist ein Grundpfeiler menschlicher Stabilität. Fällt es weg, beginnt das innere Karussell zu kreisen: Warum kommt keine Nachricht? Habe ich etwas falsch gemacht? Sollte ich nachhaken?
Interessanterweise hat das Warten selbst weniger mit der Nachricht zu tun, auf die wir hoffen, sondern viel mehr mit unseren eigenen Projektionen. In der Stille zwischen dem Jetzt und dem Noch-nicht beginnt der Kopf Geschichten zu erfinden. Diese Fantasieprodukte sind oft viel dramatischer als die Realität.
Sich dessen bewusst zu werden, ist der erste Schritt zur Mobilisierung von Geduld:
Nicht das Schweigen des anderen erzeugt Stress, sondern der Lärm unserer eigenen Gedanken.
Geduld als aktive Handlung – nicht als Passivität etablieren
Viele verwechseln Geduld mit Nichtstun. Doch wahre Geduld ist eine aktive Entscheidung. Es ist die Haltung, trotz Ungewissheit präsent zu bleiben.

© Mikhail Nilov/pexels.com
Geduldig zu sein bedeutet:
bewusst zu atmen, statt sich treiben zu lassen und sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden, statt ihnen ausgeliefert zu sein! Auch den inneren Fokus auf das zu richten, was jetzt real und gestaltbar ist. Das ist sicherlich eine ganze Menge, eine handschriftliche Notiz könnte helfen. Dazu bitte sich und der Wartezeit zu erlauben, ihren eigenen Rhythmus zu haben.
Geduld ist also keineswegs stilles Erdulden. Sie ist ein aktiver innerer Prozess, ein bewusster Umgang mit der Spannung des Noch-nicht-Wissens.
Ruediger Dahlke und Rita Fasel
Die Spuren der Seele
Was Hand, Fuß und Augen über uns verraten
Wer möchte nicht sich selbst erkennen und Verborgenes über andere erfahren? Also vom Sichtbaren auf das Unsichtbare schließen? Nahezu unverfälscht Auskunft geben die Hände, etwas versteckter die Füße. Beide führen uns auf die Spuren der Seele. Die Autoren schöpfen ihre Erkenntnisse der Hand- und der Fuß-Lesekunst aus der Erfahrungsmedizin, der ägyptischen Tradition und aus persönlichen Beobachtungen in der praktischen Arbeit mit Patienten. Das Buch trägt eine Fülle von überliefertem und neuem Wissen über Hände und Füße zusammen und stellt spannende Zusammenhänge zum Leben ihrer Besitzer her. Hände zeigen unser Verhältnis zur Welt, Füße unser Verständnis von uns selbst. So erklären die Autoren etwa die Zusammenhänge von Hand- und von Fußformen gemäß der Urprinzipien und der Elemente, oder sie deuten die Längen von Fingern und Zehen ebenso wie deren Ausrichtung. Selbsterkenntnis findet mittels der Urprinzipien- und der Elemente-Lehre statt, also auf persönlicher und seelischer Ebene.
In einer Welt, die immer schneller wird, ist Geduld fast schon ein Luxus – oder besser gesagt: ein Privileg, das wir uns selbst schenken können.
Manchmal bringt eine Nachricht Freude. Manchmal Klarheit. Manchmal Enttäuschung. Aber unabhängig vom Inhalt bleibt eines: Wir haben Einfluss darauf, wie wir die Zeit davor gestalten.
Am Ende kommt die Nachricht – aber wie haben wir die Wartezeit verbracht?
Manchmal bringt eine Nachricht Freude. Manchmal Klarheit. Manchmal Enttäuschung. Aber unabhängig vom Inhalt bleibt eines: Wir haben Einfluss darauf, wie wir die Zeit davor gestalten.
- Wir können sie mit Anspannung füllen. Oder mit Vertrauen.
- Mit Stress. Oder mit Präsenz.
- Mit Ohnmacht. Oder mit innerer Stärke.

© Ksenia Chernaya/pexels.com
Am Ende ist Geduld kein Zustand, sondern eine Entscheidung – jeden Tag, immer wieder.
Und gerade im Warten liegt oft eine große Chance: sich selbst wieder ein Stück näherzukommen.
Rita Fasel, Therapeutin & Bestsellerautorin von
„Die Spuren der Seele“ Gräfe und Unzer Verlag
Autorin – Iridiologin – Mentorin – Seminarleiterin – Psychologin

© Rita Fasel
Prof. Rita Fasel hat zahlreiche Ausbildungen in Iridiologie, Sklerakunde, Körperarbeit und Psychologie, Yoga und Meditation absolviert.
Seit 1995 unterrichtet sie in europäischer sowie in tibetischer Augendiagnose. Sie ist über die Ausbildung der Archetypischen Medizin auf die Integration von Iridiologie und psychosomatischer Krankheitsbilderdeutung zur Professurverleihung gekommen und doziert nun auch in kanadischen, europäischen und asiatischen Universitäten.
E-Mail: info@ritafasel.ch
Webseite: www.ritafasel.ch
