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Hochsensible Kinder (Menschen) leisten oft gedankliche Schwerstarbeit





VERNETZTES DENKEN


Viele hochsensible Kinder haben die Tendenz, alles was Sie aufnehmen, miteinander in Beziehung zu setzen und zu verknüpfen,sie können erstaunliche Zusammenhänge erstellen.

Neues verbinden sie dabei mit schon bekanntem Wissen und gleichen beides mit ihren Erfahrungen ab.Sie überprüfen alles Aufgenommene in Bezug auf die Bedeutsamkeit, den Wahrheitsgehalt und mögliche Auswirkungen hin.


Hochsensible Kinder (Menschen) leisten oft gedankliche Schwerstarbeit
© cottonbro studio/pexels.com


In der Regel werden dabei alle Eventualitäten, mögliche Gefahren oder auch Hindernisse durchdacht.

Ein solches vernetztes Denken ist gedankliche Schwerstarbeit.Oft sitzen sie beim Nachdenken sogar über einen längeren Zeitraum regungslos da oder starren vor sich hin.

Es kann vorkommen, dass sie, wenn sie durch bestimmte Umstände wie z.B.


  • eigene Gedanken nicht mitteilen können
  • sich mit ihren Gedankengängen ausgeschlossen oder nicht ernst genommen fühlen ungehalten, aggressiv oder wütend reagieren.

Des Weiteren benötigen die Kinder viel Zeit,um beispielsweise ihre kleinen und großen Probleme oder auch Erlebnisse, von allen Seiten zu beleuchten, um mit ihnen umgehen zu können.

Viele tragen das Bedürfnis in sich,immer einen guten Überblick zu behalten, sich fester Strukturen und Abläufe sicher zu sein und auf Regelmäßigkeiten vertrauen zu können.

In Bezug auf das vernetzte Denken, können die Kinder schnell in große emotionale Aufruhr geraten, wenn es z.B. unerwartete Veränderung im Tagesablauf gibt, etwas Unvorhersehbares geschieht oder auch besondere Ereignisse wie z.B. Ausflüge und unangekündigte Aktionen anstehen.

Es fehlt ihnen in solchen Momenten die Möglichkeit, die entsprechende Situation schon im Vorfeld sorgfältig von allen Seiten betrachten und durchdenken zu können, sowie diese auf möglicherweise auftretende Unsicherheiten abklopfen, bzw. sich darauf einstellen zu können.

Besondere Ereignisse, wie beispielsweise Ausflüge, werfen bei ihnen oft eine Gedanken-Lawine, verbunden mit vielen Fragen und Unsicherheiten auf.



UNTERSTÜTZUNG


Um die Kinder in ihrem Bedürfnis, einen guten Überblick zu behalten, zu unterstützen,
ist es wichtig, sie soweit es möglich ist, rechtzeitig und angemessen auf Veränderungen, beispielsweise im Tagesablauf oder bei besonderen Ereignissen vorzubereiten.


Hochsensible Kinder - vernetztes Denken
© Sabine Waßmann


Die entsprechenden Situationen sollten möglichst in allen Einzelheiten besprochen werden.

Geben sie den Kindern die Möglichkeit, all ihre gedanklichen Ergebnisse und Überlegungen mitteilen zu können, auch wenn ihre Art zu denken komplexer und zeitintensiver ist, als ihre eigene oder die vieler anderer Kinder.

Wichtig ist auch, den großen Zeitbedarf auf gar keinen Fall

  • als PROVOKATION,
  • als HEISCHEN NACH AUFMERKSAMKEIT
  • oder als TAGTRÄUMEREI zu interpretieren,

sondern sich immer wieder bewusst zu machen, dass die komplexen Gedankengänge der Kinder ihrem Persönlichkeitsmerkmal entsprechen und einfach ihre Zeit benötigen.



POSITIV


Fühlt das Kind sich mit seiner Art zu denken ehrlich angenommen und wertgeschätzt,
kann es das positive Potential des vernetzten Denkens, im positiven Sinne für sich annehmen und entfalten.

© Loubins Way




Sabine Waßmann
© Sabine Waßmann
Sabine Waßmann über Sabine Waßmann


Ich bin staatlich anerkannte Erzieherin mit Weiterbildung zum Thema Hochsensibilität.

Als Fachberaterin für hochsensible Kinder ist es mir eine ganz besondere Herzensangelegenheit, hochsensible Kinder, ihre Familien, Erzieher, Lehrer usw. dabei zu unterstützen, die Hochsensibilität besser zu verstehen und bestimmte mögliche Herausforderungen sowie auch das wunderbare Potential, welches die Hochsensibilität in sich trägt, verständlich bzw. transparent zu machen.

Mein Motto lautet… "einander verstehen, gemeinsam glücklich sein."

Des Weiteren illustriere und schreibe ich unter dem Namen Loubins Way Beiträge.
Auf positive und lockere Art und Weise möchte ich so dazu beitragen, dass das Thema Hochsensibilität verständlich dargestellt wird, ein Aha-Erlebnis entstehen kann und sich das positive Potential der hochsensiblen Kinder bzw. Erwachsenen entfalten kann.