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Haushaltsgeräte: Wann sollte man sie neu kaufen?


Große Haushaltsgeräte verbrauchen in etwa ein Drittel der Gesamtenergie pro Jahr. Wahre Stromfresser sind dabei besonders Geräte, die bereits in die Jahre gekommen sind. Dabei gibt das jeweilige Energielabel den Verbrauchern Aufschluss darüber, wie hoch sich der Jahresverbrauch eines Gerätes tatsächlich gestaltet.

Am wenigsten Strom wird durch die beste Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht. Zum Beispiel verbraucht so eine Kühl-Gefrierkombination mit diesem Label pro Jahr circa 130 Kilowattstunden Strom. Fast dreimal so viel Energie benötigt jedoch ein ähnliches Gerät, welches bereits 15 Jahre alt ist – nämlich rund 360 Kilowattstunden. Würde das Haushaltsgerät ausgetauscht, könnten die Energiekosten somit um 65 Euro, also um 64 Prozent, pro Jahr reduziert werden. Die Kosten für die Anschaffung eines neuen Gerätes würden sich demnach durch den geringeren Stromverbrauch nach lediglich fünf Jahren vollständig ausgleichen.

Haushaltsgeräte: Wann sollte man sie neu kaufen?
© RODNAE Productions/pexels.de


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Reparatur oder Neukauf?


Auch moderne Waschmaschinen verbrauchen bis zu 30 Prozent weniger Energie als alte Modelle. Pro Jahr liegt die Differenz bei den Stromkosten bei circa 16 Euro. Allein aus Gründen der Energieeinsparung lohnt sich der Neukauf einer Waschmaschine für kleine Haushalte daher kaum. Läuft die Waschmaschine in Familien jedoch täglich oder zumindest mehrmals in der Woche, kann sich eine Neuanschaffung durchaus als sinnvoll erweisen.

Grundsätzlich gilt, dass Verbraucher umso weniger Geld in eine Reparatur investieren sollten, desto älter ein Haushaltsgerät bereits ist. In der Regel ist ein Neukauf bei Elektrogeräten lohnenswert, wenn diese über zehn Jahre alt sind. Dies gilt insbesondere für Geräte, welche bereits seit vielen Jahren sehr häufig in Betrieb sind.

Bei Wäschetrocknern fällt der Unterschied hinsichtlich ihres Energieverbrauches noch ein wenig massiver aus. Alte Geräte verbrauchen rund 500 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Bei einem neuen Gerät liegt dieser Wert lediglich bei 160 Kilowattstunden. So kommen circa 100 Euro weniger, beziehungsweise ein 69 Prozent geringerer Energieverbrauch, zustande. Werden alle Geräte, also Kühlschrank, Waschmaschine und Trockner, ausgetauscht, kann die Stromrechnung pro Jahr um circa 190 Euro reduziert werden.


Energieverbrauch der Geräte im Haushalt senken


Zwar kann der Energieverbrauch durch den Neukauf einiger Haushaltsgeräte reduziert werden, allerdings spielt hinsichtlich eines effektiven Einsparpotentials vor allem auch ein bewusstes und korrektes Nutzungsverhalten eine Rolle.

Wird ein moderner Kühlschrank angeschafft, sollte seine Größe auch zu dem jeweiligen Haushalt passen. Schließlich wird durch einen leeren Kühlschrank mehr Energie verbraucht, als durch ein vollständig ausgenutztes Gerät. Im Kühlschrank sollte im Übrigen die optimale Temperatur von sieben Grad Celsius herrschen. Wird die Temperatur geringer eingestellt, erhöht sich der Energiebedarf pro Grad um circa sechs Prozent.

Verbraucher können daneben auch beim Waschen langfristig viel Energie einsparen. Innovative Waschmittel entfalten ihre Wirkung bereits bei geringen Temperaturen. Wird die Wäsche bei 30 Grad gewaschen, wird wesentlich weniger Strom verbraucht, als bei einer Waschtemperatur von 40 Grad. Abhängig von der individuellen Nutzung und der Maschine, kann so pro Jahr eine durchschnittliche Ersparnis von rund 24 Euro erzielt werden.


Unterschiedliche Energiepreise ausnutzen


Jedoch sollten nicht nur die Haushaltsgeräte hinsichtlich eines eventuellen Austausches unter die Lupe genommen werden, sondern ebenfalls der gewählte Stromtarif. Auf dem Strommarkt herrscht nämlich ein hoher Wettbewerbsdruck.

So muss ein Haushalt in einem teuren Grundversorgungstarif für 4.000 Kilowattstunden circa 1.242 Euro pro Jahr zahlen. Günstigere Anbieter verlangen für die gleiche Energiemenge jedoch lediglich 846 Euro.