Gemütschwankungen mit Gebäck ausbalancieren
Aus einschlägiger Erfahrung weiß ich, dass sich mit Schokolade gut gegen Frust anfuttern läßt. Marzipanschokolade funktioniert bei mir übrigens am besten und schlechte Laune bekämpfe ich in besonders hartnäckigen Fällen mit Pommes. Aber hat jemand gewußt, dass man Gemütschwankungen mit Gebäck ausbalancieren kann?

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Das Rezept für die Nervenkekse wird Hildegard von Bingen zugeschrieben und sie selbst soll die Knabberei mit folgender Empfehlung gereicht haben: "Iss diese oft und alle Bitternis deines Herzens und deiner Gedanken weiten sich, dein Denken wird froh, deine Sinne rein…“ Es kursieren viele Variationen des Urrezeptes. Ich backe meine am liebsten so:
2 Messerspitzen Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1 Messerspitze gemahlene Muskatnuss
500 g Dinkelmehl
50 g Rohrzucker
1 Prise Salz
250 g Butter
150 g Honig
2 Eier
Die trockenen Zutaten mischen und die Butter in Flocken unterhacken. Honig und Eier dazu und mit dem Teighaken der Küchenmaschine verkneten. Wenn nötig etwas warmes Wasser dazu geben. Zu einer Kugel zusammendrücken und in Folie eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Teig dünn ausrollen und runde Kekse ausstechen. Auf Backpapier im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 10 -15 Minuten backen. Die Kekse nur blond werden lassen, zu dunkel schmecken sie bitter. Maximal 6 Stück am Tag sind angeraten, denn die Kekse
sind ein Heilmittel, kein Naschwerk, sagt Hildegard.
Herzlich
Ihre
Martina Goernemann

© Sonia Folkmann
In ihren erfolgreichen Büchern schärft sie den Blick für die kleinen Kostbarkeiten des Alltags und gibt Tipps, wie ein Umfeld machbar ist, das die Seele wärmt.
Sie berät Ihre Kunden in allen Fragen rund um's Wohnen und Renovieren.
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