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Gemüse säen im Juli: Vergessene Sorten für eine üppige Spätsommerernte


Warum der Juli perfekt für die zweite Aussaat ist


Der Juli markiert nicht nur den Höhepunkt des Sommers, sondern auch einen idealen Zeitpunkt für eine zweite Aussaat. Während viele Hobbygärtner ihre Beete bereits abräumen, bietet der Spätsommer optimale Bedingungen für frosttolerante Gemüsesorten und schnellwachsende Kulturen. Doch abseits von Radieschen und Spinat gibt es eine Fülle an Sorten, die kaum Beachtung finden – dabei sind sie perfekt für eine Herbst- oder Winterernte.


Gemüse säen im Juli: Vergessene Sorten für eine üppige Spätsommerernte
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Asiasalate: Frosttolerante Exoten für Herbst und Winter


Mizuna, Tatsoi und Pak Choi gehören zu den widerstandsfähigsten Asiasalaten und eignen sich hervorragend für eine Juli-Aussaat. Sie wachsen schnell, vertragen leichten Frost und bringen bis in den Spätherbst frisches Grün auf den Teller.

  • Mizuna: Mit seinen gezackten Blättern und mild-würzigem Geschmack ist er ideal für Salate oder Wokgerichte.
  • Tatsoi: Bildet rosettenförmige Blätter und übersteht sogar Temperaturen bis -10 °C.
  • Tipp: Säen Sie die Samen flach aus und halten Sie den Boden gleichmäßig feucht – bereits nach 4–6 Wochen können Sie ernten.

Mizuna Salat - Asiasalate: Frosttolerante Exoten für Herbst und Winter
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Meerrettich und Meerrettichblatt: Würziges Doppeltalent


Während Meerrettichwurzeln meist im Frühjahr gepflanzt werden, können Sie im Juli noch junge Stecklinge setzen. Doch das eigentliche Geheimnis liegt in den Blättern:

  • Meerrettichblatt eignet sich als scharfes Salatgrün oder als Würze für Suppen.
  • Die Wurzeln entwickeln sich bis zum nächsten Jahr und sind dann besonders aromatisch.
  • Anbauhinweis: Lockern Sie den Boden tiefgründig – Meerrettich braucht Platz, um kräftige Wurzeln zu bilden.

Meerrettich und Meerrettichblatt: Würziges Doppeltalent
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Winterportulak (Postelein): Der unterschätzte Wintersalat


Postelein ist eine der frosthärtesten Gemüsesorten und gedeiht selbst unter Schnee. Die saftigen Blätter schmecken mild und eignen sich für Salate oder Smoothies.

  • Aussaat: Direkt ins Beet säen, leicht andrücken und feucht halten.
  • Ernte: Bereits nach 6–8 Wochen können Sie die ersten Blätter pflücken.
  • Bonus: Postelein enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren und ist damit ein echtes Superfood.


Mikrogemüse: Schnelle Ernte auf kleinster Fläche


Wer wenig Platz hat, sollte Mikrogrün probieren:

  • Sonnenblumenkeimlinge: Reich an Proteinen und binnen einer Woche erntereif.
  • Rucola-Mikrogrün: Schärfer als ausgewachsene Pflanzen, perfekt für Toppings.
  • Anzucht: Ideal für Balkonkästen oder leere Beetlücken – einfach dicht aussäen und nach 7–10 Tagen schneiden.

Rucola-Mikrogrün: Schärfer als ausgewachsene Pflanzen, perfekt für Toppings.
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Fruchtfolge und Mischkultur: So nutzen Sie Beete optimal


Nach frühen Kartoffeln oder Erbsen lohnt sich eine Nachkultur mit Buschbohnen und Kopfsalat:

  • Buschbohnen lockern den Boden und fixieren Stickstoff.
  • Kopfsalat wächst schnell und beschattet den Boden, was Unkraut hemmt.
  • Weitere Kombinationen: Radieschen zwischen Kohlrabi oder Feldsalat nach Zwiebeln.


Tipps für erfolgreiche Spätsommeraussaat


  • Bewässerung: Gießen Sie morgens oder abends, um Verdunstung zu minimieren.
  • Mulchen: Eine Schicht Stroh oder Rasenschnitt hält den Boden feucht und kühl.
  • Schattierung: Junge Keimlinge vertragen pralle Sonne schlecht – ein Vlies schützt sie.

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