Gelebte Astrologie: Rückwärtsgehen
Das Thema „Rückwärts“ ist für uns mit Stagnation verknüpft, wir wollen unbedingt vorwärts kommen. Es liegt auf der Hand, dass wir aufgrund dieser Einstellung rückläufige Planeten grundsätzlich mit dem Gedanken an Schwierigkeiten verknüpfen. Dieses und jenes lässt sich währenddessen nicht tun, bestandene Lektionen tauchen nochmals auf.
Diese wiederkehrenden Prüfungen und Behinderungen gehen uns auf den Wecker. Wir wollen flüssig vorwärts kommen. In Wahrheit geht dort oben am Himmel alles seinen Lauf, die Planeten kreisen um die Sonne und gleichzeitig um sich selbst, jeder in seinem eigenen Tempo. Wie entsteht also von der Erde aus dieser Eindruck? Dafür gibt es eine logische Erklärung. Überholen wir ein langsameres Gefährt, scheint es einen Moment lang rückwärts zu fahren. Tut es aber nicht. Noch deutlicher erkennt man es, wenn ein Zug losfährt, während sein Kumpel am Nebengleis noch stillsteht. Das rückwärts Fahren weist bei genauer Betrachtung also gewissermaßen sogar auf eine Art von Beschleunigung hin. Rückwärtsziehen soll etwas mit Beschleunigung zu tun haben? Was für ein verwirrender Gedanke!
Diese wiederkehrenden Prüfungen und Behinderungen gehen uns auf den Wecker. Wir wollen flüssig vorwärts kommen. In Wahrheit geht dort oben am Himmel alles seinen Lauf, die Planeten kreisen um die Sonne und gleichzeitig um sich selbst, jeder in seinem eigenen Tempo. Wie entsteht also von der Erde aus dieser Eindruck? Dafür gibt es eine logische Erklärung. Überholen wir ein langsameres Gefährt, scheint es einen Moment lang rückwärts zu fahren. Tut es aber nicht. Noch deutlicher erkennt man es, wenn ein Zug losfährt, während sein Kumpel am Nebengleis noch stillsteht. Das rückwärts Fahren weist bei genauer Betrachtung also gewissermaßen sogar auf eine Art von Beschleunigung hin. Rückwärtsziehen soll etwas mit Beschleunigung zu tun haben? Was für ein verwirrender Gedanke!

© Sergey Makashin/pexels.com
Rückläufige Planeten
Wer im Geburtshoroskop rückläufige Planeten stehen hat, tut sich hier mit etwas schwer, ist blockiert und wird ständig ausgebremst? Das ist sehr gut möglich, nur, womöglich trügt der Schein auch hier und wir empfinden es einfach so, da der Zeitstrom für uns immer vorwärts zu fließen scheint und auch unsere Aufmerksamkeit deshalb grundsätzlich nach vorne gerichtet ist, um rechtzeitig auf Hindernisse reagieren zu können. Die Symbolik könnte völlig wertfrei betrachtet auch bloß zeigen, dass sich energetisch hier und jetzt die Vertiefung dieses Themas lohnt, dass wir das Tempo drosseln sollen, um uns einen besseren Über- und Durchblick zu verschaffen, übergangene oder vergessene Puzzleteile einsammeln, um ein unvollständiges Bild komplettieren zu können. Wir sind manchmal so schnell unterwegs, dass wir uns selbst überholen, energetisch gesehen natürlich. Und wer weiß, vielleicht war das im Vorleben das Problem. Das Geburtshoroskop ist ja im Grund ein Klangbild der Vergangenheit, das zeigt, dass wir bei der Geburt kein unbeschriebenes Blatt sind. Da wurde etwas übergangen, übersehen und das will nun näher angeschaut und vertieft werden.
Dass es manchmal sinnvoll ist, zurückzugehen, um sich neu orientieren und aufstellen zu können, ist nicht abwegig, wenn wir auf dem bestehenden Weg nicht mehr vorwärts kommen und Durchdrücken zu Rückschlägen führt. Es gibt Gründe, warum etwas nicht geht. Verträge sind nicht auf dem Punkt, Entscheidungen vorschnell etc. Dann ist Rückwärts eindeutig ein Vorwärts.
Es gibt noch einen weiteren Aspekt, warum es sinnvoll ist, zwischendurch rückwärts zu gehen, diesmal im wahrsten Sinn des Wortes.

© www.astro-lebensberatung.ch
Tina Peel (Autor)
Ohne Beipackzettel fürs Leben Roman
Es ist schon verrückt, wenn man soeben geboren wurde und feststellt, dass die eigene „Festplatte“ aus unerfindlichen Gründen nicht formatiert wurde und man sich deshalb an seine Vorleben erinnert. Auch wenn es weitere Irrwege nicht verhindert, wir haben schließlich viel Fantasie und machen immer neue Fehler, so erkennt man wenigstens, dass man es sich oft unnötig schwer macht und Karma auch witzig sein kann. Und so erzählt die Protagonistin denn auch mit viel Witz, Farbe und Leichtigkeit von ihren Eskapaden, vergangener wie neuer, und wie sie zusammenhängen. Der Leser fiebert mit, während sie sich durchs Abenteuer Leben schlägt, auf die Nase fällt, wieder aufsteht, weiterzieht und immer besser versteht, wie die Sache funktioniert. Unterwegs erhält sie Unterstützung in unterschiedlicher, ja sogar magischer Form, und natürlich gehört auch eine Portion Romantik mit hinein.
Rückwärts Gehen
wirkt sich nicht nur auf Körperhaltung, Körpergestell und Gesundheit aus. Es richtet uns auf und … ja, auch aus, neu, anders. Manchmal muss man einfach rückwärtsgehen oder überhaupt zurück gehen, in sich gehen, nicht nur, um unterwegs abhanden gekommene rote Fäden und Puzzleteile wiederzufinden. Da steckt sehr viel mehr dahinter als gedacht. Es ist eine Herausforderung, die wir nur mit Aufmerksamkeit und bedacht meistern können. Wie oft können wir das schon von unserem normalen Vorwärtsgang behaupten?! Das ist so normal, dass es uns überhaupt nicht mehr auffällt. Hauptsache möglichst rasch ans Ziel kommen, Tempo Tempo! Das ist der direkteste Weg, um die Unaufmerksamkeit zu fördern und am Leben vorbei zu leben. Im Gegensatz dazu ist der Rückwärtsgang der legendäre Weg vom Kopf zum Herzen, wo sich unterwegs der Aha-Effekt einstellt. Einer? Mehrere! Es ist also ein Vorwärts, das Rückwärtsgehen. Wer’s nicht glaubt, gebe das Thema „Rückwärtsgehen“ in seinen Browser ein und bekommt Erstaunliches zu lesen. Noch besser: Gehen wir einfach rückwärts, und zwar tatsächlich, real, auf zwei Beinen und machen eigene Erfahrungen. So finden wir „das Licht“, wie die Sonne am Ende ihres Rückwärtsgangs, und das ist doch überhaupt das Ziel des Lebens, dass uns Lichter aufgehen.

© Dean Ha/pexels.com
Auch wenn wir scheinbar oder ganz real rückwärtsgehen, gehen wir also in Wahrheit vorwärts, lernen, wachsen, mal langsamer, mal schneller, überholen uns, andere und umgekehrt. Wir ziehen unsere Bahnen, umkreisen unseren Wesenskern genau wie die Planeten aus der Sicht von der Erde aus!
Rückläufige Planeten erinnern uns also daran, dass es keine Schande ist, nicht nur mal auf der Stelle zu treten, sondern in den eigenen Fußstapfen zurück zu gehen, um Verlorenes wiederzufinden, Missachtetes nochmals und neu betrachten zu können, sich selbst und oder andere, anderes, Geschehenes und Unterlassenes besser verstehen zu können. Wir treten sowieso nie auf der Stelle, weil, wie es so schön heißt, wir niemals mit beiden Beinen an der gleichen Stelle im Fluss stehen können. Auch dieser Eindruck täuscht. Noch wenn ein scheinbar rückläufiger Planet sich nicht in einem Wasserzeichen oder -haus befindet, sind wir im Flow, im Fluss also, im Energiefluss. Es ist eine Erinnerung, sich wieder bewusst umzusehen, ja auch mal eine Betriebsanleitung zu lesen und Kleingedrucktes sowieso. Und es relativiert alles, was wir denken und meinen, da ihr Rückwärtsgang nicht wirklich stattfindet. Wir brauchen solche Zeichen, um zu lernen, genussvoll zu schlendern und die Wahrnehmung zu schärfen, denn was wir WAHRnehmen, erschafft bekanntlich unsere Realität, was wir theoretisch, also im Kopf wissen und doch nicht, ja noch nicht verinnerlicht haben. Das ist nicht erst so, seit Pluto durch den Wassermann schlendert, das war schon immer so. Doch jetzt sind wir reif für diese WAHRheit.
Unterdessen vollzieht sich ein Wandel, ohne Aufwand, wie von selbst. Das ist eben der Weg, der legendäre, vom Kopf zum Herzen, der sinnvollste überhaupt, oft angestrebt und aktiv nicht auffindbar, weil es nötig ist, etwas zu tun, was uns so schwer fällt – vorwärts ziehen durch rückwärts Gehen und vom theoretischen Wissen zur Erfahrung, nein Ergehung zu kommen.
©tina peel
Tina Peel über Tina Peel

© www.astro-lebensberatung.ch
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man das Licht manchmal aus den Augen verliert, nicht selten auch das eigene unter den Scheffel stellt und es ein wenig Hilfe zur Selbsthilfe braucht, um es im Dunkeln wiederzufinden. Würden wir es nicht ab und zu aus den Augen verlieren, gäbe es auch keine Entwicklung. Wir hätten keinen Grund, uns auf die Suche nach Lösungen, Auflösung von Leid und Schmerz zu machen.
Da uns Krisen und Probleme glücklicherweise nie ausgehen, finden wir es immer wieder und jedes Mal strahlt es noch ein wenig heller. Je mehr Einblick wir ins Leben erhalten, je bewusster wir werden, umso weniger be- und verurteilen wir, was wir erleben und umso beglückender empfinden wir unser Dasein!
Ich bin Mutter zweier erwachsener Kinder, zum zweiten Mal und mit Vergnügen verheiratet und trotz, oder gerade wegen, der alltäglichen Turbulenzen ständig unterwegs zu neuen Einsichten und Erkenntnissen, Ansichten und Aussichten, was nicht nur mein persönliches Leben bereichert, sondern auch in meine Arbeit als Autorin, Ratgeber-Kolumnistin, Lebensberaterin und Astrologin einfließt.
Mehr von und über Tina Peel finden Sie unter: www.astro-lebensberatung.ch