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Filmfestival Cannes 2013


Hochkarätige Besetzung der Jury des 66. Filmfestivals von Cannes: Neben Regisseur Steven Spielberg werden Christoph Walz, Nicole Kidman und Ang Lee im Mai über die Goldene Palme mitentscheiden.

Über mangelnde Starpräsenz wird man sich in diesem Jahr beim 66. Filmfestival von Cannes nicht beklagen können.

Nicole Kidman
© flickr Eva Rinaldi Celebrity and Live Music Photographer

Mit dabei ist der zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz ("Inglourious Basterds") und die Schauspielerin Nicole Kidman ("Eyes Wide Shut"). Außerdem wird Regisseur Ang Lee ("Brokeback Mountain") über die Vergabe der Goldenen Palme mitentscheiden.

Und die Zuschauer drehten durch. Es geht doch nichts über die Kinolegenden alter Schule. Zusammen mit seiner Partnerin Sibylle Szaggers freute sich Robert Redford über die begeisterten Fans.

Einst als "Der große Gatsby" gefeiert, kentert er nun in "All Is Lost" allein auf hoher See und liefert sich ein Kräftemessen mit der Naturgewalt.


Der große Gatsby 2013 heißt Leonardo DiCaprio


„Der große Gatsby“ eröffnete vor einigen Tagen die Filmfestspiele in Cannes, nun feierte die Romanverfilmung mit Leonardo DiCaprio (38) endlich auch bei uns Premiere. Der australische Filmemacher Baz Luhrmann hat dem berühmten Roman neues Leben eingehaucht.

Handlung


Der geheimnisvolle Millionär und Lebemann Jay Gatsby bewohnt eine grandiose Villa auf Long Island. Sein Nachbar Nick Carraway, der 1922 auf der Suche nach dem amerikanischen Traum aus dem Mittelwesten nach New York City kommt, ist fasziniert von den rauschenden Festen und dekadenten Hobbys des skurrilen Junggesellen. Als die schöne Daisy Buchanan, Cousine von Nick, auftaucht, öffnen sich längst vergangen geglaubte Abgründe, die Gatsby lieber unter Verschluss gehalten hätte.


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Produktion

Baz Luhrmann beendet mit Der Große Gatsby seine fünfjährige Abstinenz von der Kinoleinwand.Die Filmarbeiten begannen im September 2011 in Sydney.Luhrmanns Version des großen Gatsby wird sich nicht nur am Roman messen lassen müssen, sondern auch an der längst klassisch gewordenen Verfilmung aus dem Jahr 1974. Damals spielte Robert Redford die Hauptrolle, die Kostüme entwarf Ralph Lauren.

Soundtrack


Der offizielle Soundtrack wurde am 7. Mai veröffentlicht. Er beinhaltet unter anderem Lieder von der internationalen R&B-Ikone Beyoncé, der Indie Pop-Sängerin Lana Del Rey, der britischen Band Florence + the Machine, die 2012 bereits am Soundtrack von Snow White and the Huntsman beteiligt waren, und einigen weiteren Künstlern. Die Songs der drei aufgeführten Künstler sind im am 5. April veröffentlichten Trailer zu hören. Das Album wird von US-Rapper Jay-Z produziert und wurde bei Warner Bros. Records und Roc Nation veröffentlicht. Lana Del Rey's Song Young and Beautiful erschien am 6. Mai 2013 als Single


Deutschland ist in diesem Jahr nicht dabei


Weitere Mitglieder der Jury sind die indische Schauspielerin Vidya Balan, die japanische Filmemacherin Naomi Kawase sowie ihre britische Kollegin Lynne Ramsay. Dazu kommen der französische Schauspieler Daniel Auteuil und der rumänische Regisseur Cristian Mungiu.


Message by Sharon Stone
© flickr Mathieu Lebreton
Zum glamourösen Wettbewerb um die Goldene Palme sind insgesamt 19 Filme geladen. Deutschland allerdings ist auf dem Festival weder im Hauptwettbewerb vertreten noch in der renommierten Nebenreihe "Un certain regard".

Immerhin ist es jedoch an den Produktionen einiger Beiträge beteiligt. Darunter sind der Film "Heli" des Mexikaners Amat Escalante sowie "Michael Kohlhaas" von Arnaud des Pallières.


Die Internationalen Filmfestspiele von Cannes gelten als eines der weltweit bedeutendsten Filmfestivals. Sie werden seit 1946 jährlich im Mai in Cannes an der französischen Côte d’Azur veranstaltet. Hauptveranstaltungsort ist das Palais des Festivals et des Congrès.

Die Filmfestspiele wurden auf Initiative des französischen Bildungs- und Kulturminister Jean Zay konzipiert und waren ursprünglich bereits für das Jahr 1939 geplant. Kriegsbedingt konnten sie jedoch erst 1946 stattfinden.1948 und 1950 fiel das Festival wegen Geldmangels aus.

1955 wurde der beste Film erstmals mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Die Trophäe war von der französischen Juwelierin Lucienne Lazon entworfen worden und löste den bis dahin vergebenen „Grand Prix“ ab.


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Infolge der Pariser Mai-Unruhen 1968 wurde das Festival am 19. Mai abgebrochen. Am Vorabend war Louis Malle als Mitglied der Jury zurückgetreten. Malle, François Truffaut, Claude Berri, Jean-Gabriel Albicocco, Claude Lelouch, Roman Polański und Jean-Luc Godard drangen in den Großen Saal des Palais des Festivals und forderten die Unterbrechung der Vorführung als Solidaritätsbekundung mit den streikenden Arbeitern und Studenten. Die Aktion wurde auch als Antwort auf die kurz zuvor erfolgte Entlassung von Henri Langlois als Direktor der Cinémathèque française gewertet.

Anlässlich der 50. Filmfestspiele von Cannes wurde Ingmar Bergman in Anwesenheit zahlreicher früherer Preisträger mit der „Palme der Palmen“ ausgezeichnet.

Heute gilt Cannes als eines der meistbeachteten und prestigeträchtigsten Filmfestivals der Welt.