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Erich Fried - Liebesgedichte


"Ich bin überzeugt, dass das Werk von Erich Fried zum Dauerhaftesten gehört, was diese Zeit hervorgebracht hat."

Helmut Heißenbüttel


Wo es Abschiede und Trennungen gibt, gibt es auch Liebe und Nähe. Frieds Gedichte suchen diese heutigen Orte der Liebenden auf, so eingeschränkt sie durch den Beton der äußeren und inneren Landschaften sein mögen.

Erich Fried - Liebesgedichte
Freundlich, zärtlich, manchmal heiter, manchmal ernst, aber nicht ohne Selbstironie beschreibt Erich Fried die Gefühle, Verwirrungen und Leidenschaften, die jeder Liebende kennt.
Mit "Liebesgedichte" ist Erich Fried längst zum meistgelesenen deutschsprachigen Lyriker seit Brecht geworden. Erich Fried ist beides: ein Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur und ein von jungen Lesern immer wieder neu entdeckter Autor.

Annette Maria meint:


„Liebesgedichte“ von Erich Fried sind pure Zärtlichkeit die nicht nur ans Herz sondern ins Herz gehen und dort bleiben. In diesem Lyrik-Band hält Erich Fried die menschlichen Gefühle hinsichtlich des größten Glücks eines jeden von uns fest „die Liebe“. Seine Gedichte sind von romantischer, gefühlsvoller und melancholischer Art so verschieden, dass wirklich für jeden mindestens ein Gedicht dabei ist.

"Es ist was es ist, sagt die Liebe" ist mein Lieblingsgedicht von ihm: Hunderttausende von Verliebten haben seit dem ersten Erscheinen von Erich Frieds „Liebesgedichten“ im Jahr 1979 dieses Gedicht ihrem Geliebten geschrieben, gesagt oder ins Ohr geflüstert, zum Zeichen, dass trotz aller Schwierigkeiten man an dieser Liebe festhalten und sie gegen alle Widerstände verteidigen wolle.

Erich Fried hat die schönste Lyrik, die er schrieb übrigens nicht mit seiner Frau Catherine geteilt, sondern mit einer seiner zahlreichen Liebesaffären. Seine Witwe ist ihm nicht gram darum. Wie es auch sei: „Es ist was es ist“ ist eines der schönsten Liebesgedichte überhaupt. Ein Gedicht, das vielleicht auch mein Sohn eines Tages noch einer Frau aufschreiben wird, in einem altmodischen Brief, in dem er ihr seine Liebe gesteht.


Erich Fried * 6. Mai 1921 in Wien; † 22. November 1988 in Baden-Baden, war ein österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist jüdischer Herkunft.

Fried war neben Hans Magnus Enzensberger der Hauptvertreter der politischen Lyrik in Deutschland in der Nachkriegszeit. Gleichzeitig gilt er vielen als bedeutender Shakespeare-Übersetzer, dem es als erstem gelungen ist, die Sprachspiele des englischen Dramatikers ins Deutsche zu übertragen. Er übersetzte außerdem mehrere Werke von T.S. Eliot und Dylan Thomas. Er hat auch einen Roman ("Der Soldat und ein Mädchen", 1960) und Kurzprosa verfasst.

Erich Fried mischte sich praktisch in die Politik seiner Zeit ein. Er hielt Vorträge, nahm an Demonstrationen teil und vertrat öffentlich kritische linke Positionen.
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