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Die Welle surfen lernen! Wie Sie Veränderungen und Krisen leichter meistern und positiv nutzen können



Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber du kannst lernen, auf ihnen zu surfen.“ (John Kabat Zinn)

Ich bin schon sehr viel gesurft in meinem Berufsleben. Dabei bin ich oft ins Wasser gefallen und habe die Welle über mir gespürt. Doch ich bin immer wieder zurück auf’s Brett geklettert und habe dabei unzählige Techniken gelernt, oben zu bleiben – oder zumindest nicht mehr so nass zu werden. Ohne das Runterfallen hätte ich es nicht so gut geschafft.


Die Welle surfen lernen! Wie Sie Veränderungen und Krisen leichter meistern und positiv nutzen können
© Daniel Torobekov/pexels.com

Krisen gehören zu unserem Leben dazu. Und natürlich wissen wir, dass wir gerade durch schwierige Phasen wachsen. Im Moment des Kämpfens mit der Welle allerdings fällt es uns schwer, den Sinn darin zu erkennen, gelassen zu bleiben und auf den rettenden Anker oder eine Beruhigung der See zu vertrauen. Und auch nicht immer sehen wir im Rückblick, wie uns ein Verlust, das Scheitern eines Projekts oder das Ende einer Beziehung dazu geführt haben, etwas Entscheidendes zu lernen, einen längst fälligen neuen Weg einzuschlagen und dadurch glücklicher, gesünder oder erfolgreicher zu werden.


Wenn uns die Welle unerwartet trifft


Was tun wir also, wenn uns eine Welle unerwartet und mit voller Wucht erwischt?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich erst einmal ordentlich Wasser geschluckt habe, als vor einigen Jahren einen sehr wichtigen Kooperationspartner verloren habe. Von heute auf morgen musste ich Pläne umwerfen, Notbremsen ziehen, Lieblingsprojekte zurückstellen, Hilfen organisieren und im Überlebensmodus neue Aufträge an Land ziehen, um nicht unterzugehen.

Einmal geschwächt war ich zudem anfälliger für weitere „Wellen“. Jede für sich eine neue Herausforderung. Ich konnte mir von außen zusehen, wie Motivation und Kraft Stück für Stück schwanden. Irgendwann fragte ich mich nur noch: Wie lang halte ich das noch durch? Das war nicht das, was ich mir erträumt hatte.

Heute weiß ich: Am schlimmsten waren die Phasen, in denen ich mich mit aller Kraft gegen die Wellen stemmte. Auf die Umstände oder mich selbst schimpfte, darauf, nicht besser vorbereitet gewesen zu sein. Meine Entscheidungen in Frage stellte, mir die Freude versagte oder den Raum, sie zu spüren.

Was tun wir also, wenn uns eine Welle unerwartet und mit voller Wucht erwischt?
© Mikael Blomkvist/pexels.com


Veränderungen annehmen


Meine gesamte Energie floss in den Widerstand. Mein Körper reagierte entsprechend: mit Rückenschmerzen, Verspannungen, Müdigkeit.

Und es brauchte eine Weile, bis ich begriff, welche Lektion ich hier lernen durfte, nämlich: die Veränderung anzunehmen, ohne sie oder mich selbst zu verurteilen.

Indem ich begann, die stürmische See als Teil meiner Lebensphase zu integrieren und neue Wege zu finden, um mit ihr „zu schwingen“, gelang es mir schließlich, oben zu bleiben. Die Welle zu surfen. Sie – wenn schon nicht zu lieben – immerhin schätzen zu lernen.

Ich surfe auch heute noch auf teils ungemütlicher See. Aber ich habe etwas dazu gewonnen: Kraft. Neues Selbstvertrauen. Und die Gewissheit, dass ich die Situation managen kann. Egal, wie die Welle kommt. Mehr noch: Ich bin überzeugt, dass nachhaltiger Erfolg genau daraus entsteht!

Gerade wenn wir neue Wege gehen, brauchen wir Störungen, Umwege und Schlechtwetterlagen. Die unfreiwilligen Trainingsstunden auf stürmischer See bringen uns weiter. Ohne sie dümpeln wir im immer gleichen, seichten Wasser herum und trauen uns nie hinaus.

Und auf eines können wir außerdem vertrauen: Der Sturm im Außen beruhigt sich meist genau dann, wenn wir die Ruhe in uns selbst wiedergefunden haben. Nicht umgekehrt.


Innere Balance durch Achtsamkeit


Die gute Nachricht: Sie müssen nicht auf die eine große umstürzende Welle warten, um das Surfen zu lernen!

Mit Achtsamkeitspraxis und Akzeptanz können Sie trainieren, selbstwirksam einen Zustand von innerer Balance zu kreieren, um im Alltag – insbesondere im Zuge von Veränderungen und Krisen – im Gleichgewicht zu bleiben. Im beruflichen, wie im privaten Alltag.

Mit diesen 3 Übungen können Sie lernen, Schlechtwetterlagen in Ihrem Leben gelassener zu meistern!

  • Bewusstheit: Üben Sie an kleinen Herausforderungen Ihres Tages, Veränderungen und Umstände, mit denen Sie unfreiwillig konfrontiert werden, anzunehmen. Nehmen Sie dazu Ihre Empfindungen bewusst wahr und sagen sich innerlich: Das ist jetzt unangenehm. Das habe ich mir so nicht gewünscht. Ich spüre das.
  • Akzeptanz: Verbinden Sie sich in Ihrer Wahrnehmung mit Ihrer Atmung, sie ist eine Konstante in Ihrem Leben. In Anbetracht einer Situation, die Sie nicht beeinflussen können, atmen Sie bewusst. Das können Sie in einer schwierigen akuten Situation für wenige Minuten in dem Moment tun. Oder als langfristige Achtsamkeitsübung regelmäßig 5-15 Minuten am Tag. Sie trainieren dadurch, Ihren Fokus wieder auf sich selbst und das Konstante in Ihrem Leben zu richten. Und somit Selbstwirksamkeit zu spüren.
  • Loslassen & Neuausrichten: Lassen Sie Ihre Trauer über das Unabänderliche los. Verabschieden Sie das Vergangene. Aktivieren Sie Ihre Vorstellungskraft für das, was Sie sich nun wünschen. Was wäre die bestmögliche Option, die neue Situation in Ihr Leben zu integrieren und zu „Ihrem zu machen“? Vielleicht schreiben Sie sich Ihre Assoziationen dazu auf oder Sie malen sie?

Innere Balance durch Achtsamkeit
© Andrea Zanon/pexels.com

Indem Sie die Welle annehmen, anstatt sich gegen sie zu stemmen, beginnen Sie etwas neues auszuprobieren. Auf diese Weise lernen Sie, die neue Situation zu meistern und zur Verbündeten für Ihre weiteren Ziele zu machen.

Und noch ein Tipp: Machen Sie bewusst, dass sich Ihr Alltag nicht nur aus den aktuellen Herausforderungen zusammensetzt. Schauen Sie regelmäßig auf die positiven Dinge und Ereignisse, die auch da sind! Schenken Sie sich regelmäßig Raum für Entspannung, Freude, nährende Begegnungen.

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Cordula Rüschhoff. training & coaching

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Cordula Rüschhoff


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© Cordula Rüschhoff
Cordula Rüschhoff arbeitet als Systemischer Coach und Trainerin für persönliche und berufliche Entwicklung, Resilienz- und (NLP-) Hypnosecoach - in Köln, Deutschland und gelegentlich auch im Ausland.

Sie unterstützt sowohl Teams und Führungskräfte in Unternehmen und Organisationen, als auch Einzelpersonen in persönlichen oder beruflichen Anliegen.

Dabei liegt der Fokus ihres Wirkens besonders in der Verbindung von Methoden aus mentalem Training, Achtsamkeitspraxis, Resilienz, gesunder und moderner Selbstführung:

„Was alle Ansätze miteinander vereint, ist der Grundgedanke, dass wir im Umgang mit den verschiedensten Herausforderungen und Hürden in unserem Alltag niemals machtlos sind, sondern uns dank unseres lebenslang formbaren Gehirns immer wieder bewusst neu ausrichten können und dadurch enormen Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Erleben haben. Menschen wieder in ihre spielerische Kreativität, Flexibilität sowie zurück zu ihrer Fähigkeit tiefer Entspannung zu führen, ist der Schlüssel dazu - und meine große Leidenschaft!“

Wie man diese Ressourcen erfolgreich nutzen und trainieren und sich dadurch ein freudvolles Berufs- und Privatleben erschaffen kann, vermittelt Cordula Rüschhoff lebendig und praxisorientiert in ihren Vorträgen, Trainings und Coachings.


Cordula Rüschhoff. training & coaching
https://cordula-rueschhoff.de

Trainerin und Systemischer Coach
für berufliche und persönliche Entwicklung
Resilienzcoach, Hypnosecoach,
NLP-Master und Kommunikationstrainerin