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Die Maya - ein ewiges Rätsel



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Es gibt über 6.000 registrierte Städte, unzählbare Tempel- und Palastkonstruktionen, Akropolen und Plätze, heilige Strassen und Observatorien. Aufgrund der vielen künstlerischen Funde wurde die Kultur der Maya lange Zeit romantisiert. Eine friedliche Zivilisation, die für die Kunst lebt und die Sterne beobachtet - so hatte es den Anschein....
 

Nach der heute anerkanntesten Theorie kamen die ersten Menschen - kleine Gruppen von Nomaden - über die Bering-Strasse von Sibirien nach Alaska.

ClaudiaHuldi_Palenque6 | Städte » Mittelamerika / Karibik | Claudia Huldi / pixelio
© Claudia Huldi/PIXELIO

Erste gesicherte Nachweise für menschliches Leben auf dem amerikanischen Kontinent datieren auf 12 000 v. Chr. in Alaska. Auf 11 000 v. Chr. werden

 mehrere so genannte Clovis-Stätten datiert, die an verschiedenen Standorten des Kontinents entdeckt wurden.




Die ersten Anzeichen für menschliches Leben im späteren Mayagebiet datieren auf etwa 9 000 v. Chr.. Steinerne Werkzeuge, die zu unterschiedlichen Aktivitaeten des täglichen Lebens genutzt wurden.

Die "Welt der Maya" erstreckte sich über die heutigen Bundesstaaten Mexikos Quintana Roo, Yucatan, Campeche, Tabasco und Chiapas, ganz Guatemala, ganz Belize und die westlichen Bereiche von Honduras und El Salvador.

ClaudiaHuldi_Campeche1 | Städte » Mittelamerika / Karibik | Claudia Huldi / pixelio
© Claudia Huldi/PIXELIO



Die Mayawelt war nie ein zusammenhängender Staat mit einer Hauptstadt. Es gab immer eine Vielzahl von Stadtstaaten,

die im Wettstreit um Macht und Ansehen standen.  Meistens im Zusammenhang mit einer langen Herrschaftsperiode eines bestimmten Stadtstaates, der die Region kontrollierte und ihr den architektonischen Stempel aufdrückte.




Maya - ein ewiges Rätsel


Viele Mythen ranken sich um die Maya, die einst die am höchsten entwickelte Kultur auf den amerikanischen Kontinenten besaßen. Und die dann scheinbar plötzlich verschwanden. Geblieben sind viele rätselhafte Schriftzeichen auf zahlreichen Prachtbauten, die heute Touristen aus aller Welt anlocken und faszinieren. Doch noch immer liegen viele Aspekte dieser rätselhaften Kultur im Dunkeln.


Vergangene Welten, Die Maya-Stadt Palenque 1/5

Die Mythologie der Maya

Die Götterwelt ist äußerst umfangreich und komplex. Darstellungen der Götter findet man auf Flachreliefs, Gefäßen und in den Codices. Für alle präkolumbischen Völker war jedes Ding und jedes Element im Kosmos beseelt und Ausdruck des Übernatürlichen. Weit verbreitet war unter anderem der Jaguarkult . Auch der Jade als ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit war ein Kult gewidmet, ebenso wie den Bergen und Höhlen, da Höhlen direkt nach Xibalbá, dem Reich der Toten, führten.


Im Glauben der Maya bestand das Universum aus drei Ebenen:


Relief in Palenque | Kunst & Kultur | Helmut Wegmann / pixelio
© Helmut Wegmann/PIXELIO

  • einer neunschichtigen Unterwelt (Xibalbá),
  • einer von den Menschen bewohnten mittleren Welt und
  • einer himmlischen Welt, die von vier Himmelsträgern   (Bacab genannt) getragen wurde.

Diese drei Ebenen wurden durch den Weltenbaum (Wacah Chan) miteinander verbunden. Er symbolisierte den Verbindungsweg zwischen der natürlichen und der übernatürlichen Welt.



Die Schlange und der Jaguar haben ihren festen Platz in den Urmythen der Maya. Bäume, Felsen, Berge, Tiere und die Erde, sowie die Gestirne hatten ihre eigenen spirituellen Dimensionen. Die Welt der Maya von der Unterwelt bis zum Himmel gliederte sich in 13, 9, 7, 5 oder 3 Ebenen, die an verschiednene Orten zu verschiedenen Zeiten in leichten Abwandlungen beschrieben werden. Dieser Gedanke spiegelt sich auch im Bau ihrer Pyramiden wider.

Die eigentlich Schöpfungsgeschichte der MAYA der "popol vuh" ist erhalten geblieben und mehrfach übersetzt worden. Er erzählt unter anderem die Geschichte der Zwillinge Hunapuh & Xabalanque, die die Götter der Unterwelt XIBALBA in einem trickreichen Ballspiel besiegten und die Menschen befreiten. Zuvor wurde ihr Vater der Maisgott in der Unterwelt getötet und schwängerte die Mondgöttin, die die Zwillinge gebar.

Maya Das Rätsel der Königsstädte
Nikolai Grube (Autor)
Maya
Das Rätsel der Königsstädte


Die Maya hatten viele Götter, deren Wichtigkeit mit dem Lauf der Sterne wechselte. Der Jaguar stand mit den Göttern der Unterwelt in Verbindung und die sogenannten Jaguarpriester genossen hohes Ansehen, obwohl sie sich nicht selten außerhalb der Fürstenhäuser aufhielten.

Die Priesteraristokratie der Maya hatten großen Einfluss auf das weltliche Geschehen und lebten sozusagen am Hof
. Jaguarpriester hielten eher schamanenhafte Rituale, auch unter Drogeneinfluss, ab und waren in der Lage zwischen den Göttern und den irdischen Königen zu vermitteln. Große Entscheidungen wurden nicht selten in letzter Instanz von ihnen beeinflußt.

Ähnlich der fernöstlichen Lehren des Karma, stellten sich auch die Maya das Leben und die Gestalt des Universums als immer wiederkehrenden Ablauf vor. Ihre Beziehung zum Lauf der Gestirne führte zu einer besonderen Fähigkeit Ereignisse astronomisch zu berechnen und festzuhalten. Ihre Numerologie, die Kalender und ihre Hieroglyphenschrift sind einzigartig und spiegeln sich in ihrer alltäglichen Kunst und Architektur wider.


Mayan Art

Kultur und Kriege

Was die Maya auszeichnet, sind ihre kulturellen Errungenschaften. Ihre Siedlungsgebiet waren sehr dicht bevölkert. Um die große Bevölkerungszahl mit ausreichend Nahrungsmittlen versorgen zu können, mussten die Maya eine straff organisierten Anbau von Getreide und Gemüse entwickeln. Hierfür wurden aufwändige Bewässerungssysteme gebaut, darunter kleine Stauseen, in denen Wasser für Trockenzeiten gesammelt wurde.

Maya Graffiti | Kunst & Kultur | Maria Lanznaster / pixelio
© Maria Lanznaster/PIXELIO
Die Maya waren auch wahre Meister der Mathematik. Berühmt ist vor allem der Maya-Kalender "Haab", mit dem ein Jahr in 365 Tage, verteilt auf 18 Monate à 20 Tage plus fünf Resttage, unterteilt wurde.


Die Maya beobachteten die Sterne, sie bauten vermutlich sogar Observatorien. Beeindruckend ist auch die zum Teil mehrfarbige Kunst, erhalten auf vielen Keramikfunden und auf den Gebäuden. Eine weitere Besonderheit ist ihre Schrift. Etwa 800 Zeichen hat man bislang gefunden, von denen man bis heute nicht alle entschlüsselt hat.

Aufgrund der vielen künstlerischen Funde wurde die Kultur der Maya lange Zeit romantisiert. Eine friedliche Zivilisation, die für die Kunst lebt und die Sterne beobachtet - so hatte es den Anschein. Erst mit Entschlüsselung der Maya-Schrift hat sich dieses Bild stark korrigiert: Die Maya entpuppten sich als nicht sehr  friedliebend. Sie führten untereinander ständig Kriege, Menschenopfer waren an der Tagesordnung



. Der Untergang

Plötzlich verschwand die Hochkultur der Maya. Das Rätsel ist bis heute nicht gelöst - trotz der Entschlüsselung vieler Schriftzeichen. Die meisten Forscher tendieren im wesentlichen zu einer Kombination aus drei Faktoren:

Krieg
Durch die Entschlüsselung der Schrift hat man herausgefunden, dass die Maya kein in sich friedlicher Kulturkreis waren, wie lange Zeit angenommen. Es gab rund 50 Stadtstaaten, die zwei großen Machtblöcken angehörten. Tikal und Calakmul gelten als Zentren der beiden Machtblöcke. Immer wieder soll es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Staaten gekommen sein.

Raubbau

Eine andere Theorie besagt, dass das Volk an seiner Größe zu Grunde ging. Rücksichtsloser Raubbau an der Natur könnte letztlich ihre Lebensgrundlage zerstört haben.


So vermutet es unter anderem die NASA, die das einstige Maya-Gebiet mit Satellitenbildern analysiert hat. Demnach könnte eine dramatische Entwaldung stattgefunden haben, was in der Konsequenz zur Austrocknung weiter Landstriche geführt hat.

Dürre
In eine ähnliche Richtung gehen Untersuchungen, die belegen wollen, dass eine außergewöhnliche Dürreperiode für das Verschwinden der Maya verantwortlich war. Anhand von Bodenablagerungen will man festgestellt haben, dass es im Maya-Gebiet um 900 nach Christus eine große Trockenheit gegeben haben muss.


Die Maya heute

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Maya ausgestorben sind. Verschwunden ist in erster Linie die Kultur der sogenannten "klassischen Phase". Bis ins 16. Jahrhundert lebten die Nachfahren dieser Hochkultur in Selbstbestimmung. Dann kamen Eroberer aus Spanien, die sich in blutigen Kriegen das Land zu eigen machten und die Bevölkerung unterwarfen. Die Spanier schreckten auch nicht davor zurück, einzigartige Relikte aus der Maya-Zeit zu vernichten. 1697 wurde mit Tayasal die letzte große freie Maya-Stadt erobert und damit endete die Geschichte dieser eigenständigen und einzigartigen Kultur.



Heute leben noch etwa sechs Millionen Nachfahren der Maya in Zentralmerika, die als Indigenas bezeichnet werden.

Einen Großteil davon findet man in Guatemala. Die meisten Indigenas leben in Armut, ihr Leben wird aber noch immer von alten Traditionen und Ritualen bestimmt.


Quellen :
http://www.mayakultur.de/index.html

http://www.gertomat.de/maya/mayamyt.html

http://www.indianer-welt.de/meso/maya/maya-gott.htm
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