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Ich habe keine Zeit



von Manfred Rauchensteiner

Dieser Satz ist für mich das meistgesprochene Mantra der westlichen Welt. Fast jeder Mensch in unserer Umgebung jammert und beschwert sich darüber.

Doch ist das wahr? Ist das wirklich wahr, dass du keine Zeit hast? Ich behaupte du hast viel Zeit – richtig viel Zeit. Jeden Tag 24 Stunden. 24 Stunden, die gefüllt und erlebt werden wollen. In dieser Zeit hast du alle Möglichkeiten dich zu erfahren, dich zu erleben und diese Zeit als großartiges Geschenk zu spüren.


Ich habe keine Zeit
© Pixabay/pexels.com


Man kommt sich selbst sehr schnell auf die Schliche, wenn man Zusatzfragen ergänzt. Wofür habe ich keine Zeit? Warum nehme ich mir keine Zeit dafür? Und wann könnte ich das doch tun? Auch für dieses Verhalten hatten wir Vorbilder. Oft mussten wir als Kinder erfahren, dass Mama oder Papa keine Zeit hatten. Keine Zeit für uns, keine Zeit zum Spielen oder um zuzusehen, wie toll wir schon sind. Wenn wir den Satz gehört haben: „Ich habe jetzt keine Zeit!“ wäre es richtiger und ehrlicher gewesen, sie hätten gesagt: „Ich will mir jetzt dafür keine Zeit nehmen!“ Doch dies bringen die meisten Menschen nicht übers Herz, denn das würde ja ausdrücken: „Du bist mir jetzt nicht so wichtig wie das, was ich gerade mache.“ Das wäre meistens die Wahrheit gewesen.

Damit du gleich nachvollziehen kannst, was sich in deiner Kindheit vielleicht abgespielt hat, fühle dich doch in folgende Beispiele ein: Du bist noch klein und deine Mama bügelt gerade. Du willst aber mit ihr spielen. Dein Papa liest Zeitung oder arbeitet zu Hause für die Firma (weil er ja morgen keine Zeit dafür hat), und du möchtest mit ihm etwas unter- nehmen. Du bekommst die Antwort: „Ich habe keine Zeit!“ Würdest du als Kind mit einem Nagel im Bein zu Mama oder Papa laufen, behaupte ich, dass sie sofort Zeit für dich gehabt hätten! Oder? Das heißt, sie haben dein Anliegen als weniger wichtig, weniger notwendig oder schlicht als nicht so lustig betrachtet. Das ist der Grund, warum sie gesagt haben. „Ich habe keine Zeit!“


Man kommt sich selbst sehr schnell auf die Schliche, wenn man Zusatzfragen ergänzt. Wofür habe ich keine Zeit? Warum nehme ich mir keine Zeit dafür?
© Renya Sh/pexels.com


Vielleicht achtest du bei dir selbst in Zukunft ein wenig darauf, wann und wie oft du diesen Satz gebrauchst und überlegst dir bewusst, was du stattdessen antworten möchtest bzw. solltest. Wenn dein Verstand sagt „Ich habe keine Zeit“, fühlt sich das fast immer unangenehm an. Warum? Weil es meist nicht wahr ist. Und es bedarf einigen Mutes, ehrlich durchs Leben zu gehen. Als Kind erlebten wir die Zurückweisungen, die mit Zeitmangel begründet wurden, als extrem ungerecht. Wir haben das lange nicht verstanden und uns mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, dies zu glauben. Doch aus der Abhängigkeit heraus resignierten wir irgendwann einmal und akzeptierten diesen Satz.



Manfred Rauchensteiner: glücklich leben: Dein Herz weiß mehr als dein Verstand
Manfred Rauchensteiner (Autor)

Glücklich leben

Dein Herz weiß mehr als dein Verstand
„Nur noch drei Tage bis zum Wochenende!“ „Bald fahre ich auf Urlaub!“ „In fünf Jahren gehe ich endlich in Pension!“ „Diesen Mann zu heiraten, war mein größter Fehler!“ „Dieser Job frisst mich auf!“ „Hätte ich doch …!“ Sätze wie diese spiegeln wider, was viele Menschen empfinden: Sie fürchten sich in der Gegenwart, hoffen auf die Zukunft oder bedauern, was sie in der Vergangenheit getan haben. Dieses Buch wird mit seinen Anregungen heftigen Widerstand auslösen und dass soll es auch! Damit beginnt ein Prozess, der neue Gedanken auslöst! Öffne dich für dieses wunderbare Leben und erinnere dich daran, wer du wirklich bist. So schaffst du es, die Stimme deines Herzens wieder zu hören!



Irgendwann haben wir dann entschieden, dieses Mantra selbst zu übernehmen. Zu schmerzhaft war die Gegenwehr, zu oft wurden wir dadurch enttäuscht. Wir kapitulierten. Manchmal bekamen wir auch noch ergänzende Antworten, die unser Verständnis für die Ablehnung erwecken sollten. „Ich kann jetzt nicht, weil ich muss noch ...“ Doch dieser Satz erweiterte die Kette der Unwahrheiten nur um noch ein Glied. Antworten, die mit einem Kind respektvoller umgehen, hätten lauten können: „Ich mache zuerst dies hier fertig und anschließend nehme ich mir Zeit für dich!“, „Ich nehme mir jetzt nur kurz Zeit dafür, um 15.00 Uhr machen wir dann gemeinsam, was du wolltest“, „Wenn du mir jetzt schnell hierbei hilfst, bin ich früher fertig. Dann machen wir beides gemeinsam.“


Ich mache zuerst dies hier fertig und anschließend nehme ich mir Zeit für dich!
© Lina Kivaka/pexels.com


An dieser Stelle ist es mir wichtig zu erwähnen, dass die Eltern das Kind natürlich nicht in voller Absicht enttäuscht haben. Sie haben diese Verhaltensweisen auch von ihren Eltern so gelernt und vorgelebt bekommen, und diese wiederum von ihren Eltern. Und da sie es ebenso als unbewusstes Programm über einen langen Zeitraum gespeichert haben, rufen sie es immer wieder ab, ohne Klarheit darüber zu haben, dass es eben nur ein Programm ist – automatisiert, durch ständigen unbewussten Gebrauch.




Die Welt ist genau so, wie ich gerade konditioniert bin sie zu sehen ...



Manfred Rauchensteiner
© www.rauchensteiner.at
Manfred Rauchensteiner
ist ausgebildeter Emotionstrainer, Glücksforscher und Wissensentwickler und hält zahlreiche Seminare und Einzeltrainings zu seinen Schwerpunktthemen. Er absolvierte die Ausbildung zum „WalkingInYourShoes®“ und „Geh-dich-frei“-Practitioner, und erwarb ein Diplom für „Einzelcoaching nach Ella-Kensington®“ in München.

Seine Hauptaufgabe sieht er darin, Menschen „aufzuwecken“ aus ihrem Tiefschlaf des Alltags. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Glücksforschung, deren Ergebnisse er in seinen Vortragsreihen thematisiert. Der Autor betreibt eine eigene Praxis und ist vortragendes Mitglied des Instituts für Europäische Glücksforschung (IFEG), Mentor der „Akademie für Potentialentfaltung“, sowie Mitbegründer der Abendakademie-Linz. Sein Anliegen ist es, den Menschen klarzumachen, dass „die Welt genau so ist, wie ich gerade konditioniert bin, sie zu sehen“ und daran zu arbeiten, möglichst oft gute Gefühle zu haben. Dazu benötigt es aufzuwachen und das Leben wieder bewusst im Jetzt zu leben.

Glücklich ist, wer sich glücklich fühlt. Doch die wenigsten Menschen bezeichnen sich als glücklich. Oft sind wir in emotionalen Denkfehlern gefangen, die uns teilweise als unbewusste Schutzfunktion dienen.
Der Autor zeigt in seinem Buch, wie Sie diese Denkfehler erkennen und lernen, schlechte Gefühle, die Sie am Glücklichsein hindern, vermeiden und jedem Tag bewusst eine Richtung geben.





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