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LOSLASSEN UM ZU GEWINNEN


                
von Dominik Schott

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Weihnachten liegt hinter uns. Und viele haben sich wieder gegenseitig beschenkt. Obwohl wir doch schon so viele Dinge haben. Woher kommt der Drang zum Haben? Warum häufen wir gerne Besitz an? Oft mehr als wir brauchen? Und was hat das mit Liebe und Beziehungen zu tun?


LOSLASSEN UM ZU GEWINNEN
© Flora Westbrook/pexels.de

Ein Kind nimmt dem anderen ein Spielzeug weg. Das eine verteidigt seine Beute, das andere weint. Diese Sandkastenszene kennen Eltern überall auf der Welt. Das Habenwollen ist angeboren. Unser Gehirn belohnt uns mit Glücksgefühlen wenn wir etwas für uns Attraktives in Besitz nehmen. Leider hält der Hormonkick nicht lange an. Das Bekommen ist aufregender als das Behalten. Das kennen wir alle. Im Extremfall als Shoppingsucht, bei der depressive Menschen Sachen kaufen, die sie zuhause oft nicht mal mehr auspacken. Auf der anderen Seite steht die frei gewählte Enthaltsamkeit. Sie ist ein gemeinsames Ideal aller Klosterkulturen, egal in welcher Religion. Sich frei machen von materiellen Begierden und Besitz um empfänglich zu werden für die wahren Reichtümer, die geistiger Natur sind. Dazwischen liegt die Tugend der Mäßigung.

Im Liebesleben finden die drei Aspekte ihre Entsprechung in der Promiskuität oder ungezügelten Wollust (im Christentum eine der sieben Todsünden) sowie dem Zölibat oder der sexuellen Enthaltsamkeit. Und schließlich dem ‚gesunden‘ Mittelmaß, meist in Form einer stabilen Liebesbeziehung. Dass sexuelle Unrast nicht nachhaltig befriedigt, leuchtet uns ein. Und dass freiwillige Enthaltsamkeit eine oft zu hoher Anspruch ist, davon zeugen die vielen heimlichen Pfarrerskinder. Zumal: was hilft es, wenn nur der Körper ruhig gestellt ist in seiner Begierde – nicht aber der Geist? Davon erzählt eine Geschichte aus Asien:

Zwei junge Mönche wandern durch das Land. Sie kommen an eine Furt, an der eine junge Frau verzweifelt am Flussufer steht. Sie muss dringend auf die andere Seite, doch dann würden ihre Kleider nass. Der eine Mönch bietet an, sie zu tragen, denn das Wasser ist nicht tief. Drüben angekommen, bedankt sie sich und die Mönche laufen schweigend weiter. Den anderen Bruder beschäftigt der Vorfall sehr. Ihnen ist körperlicher Kontakt mit Frauen verboten. Wie hat sich die Frau angefühlt? War das nicht eine ungehörige Versuchung? Ein Verstoß gegen Klosterregeln? – Nach langem Schweigen bricht es aus ihm heraus: „Wie konntest du nur die Frau so eng halten?“ – Sein Gefährte entgegnet: „Ich habe die Frau nur kurz getragen – und das war vor über einer Stunde. Du trägst sie offenbar immer noch.“


Dominik Umberto Schott: Souverän präsentieren - Die erste Botschaft bist Du: Wie Sie Körpersprache authentisch und wirkungsvoll einsetzen
Dominik Umberto Schott (Autor)
Souverän präsentieren - Die erste Botschaft bist Du
Wie Sie Körpersprache authentisch und wirkungsvoll einsetzen

Dieses Buch liefert Ihnen hilfreiche Tipps, mit denen Sie Ihre Wirkung beim Präsentieren verbessern.

Wenn Präsentationen gelingen, liegt es meist nicht nur am Inhalt, sondern auch am authentischen Vortragsstil und einer natürlichen Körpersprache des Redners. Viele haben jedoch Schwierigkeiten, ihr Lampenfieber bei Präsentationen am Rednerpult zu überwinden und Kontakt mit dem Publikum aufzunehmen. Dabei ist gerade in der mündlichen Kommunikation die Person entscheidend. Wie souveränes Präsentieren gelingt, vermittelt Ihnen Dominik Umberto Schott Schritt für Schritt in diesem Buch. Er stellt Ihnen die wichtigsten Stellschrauben vor, die Ihren Worten mehr Wirkung verleihen, und zeigt an konkreten Beispielen, wie Sie die Dramaturgie eines Redeaufbaus nutzen. Zudem lernen Sie, wie Sie Ihre Körpersprache und Storytelling natürlich einsetzen, um einen glaubhaften Auftritt hinzulegen. Die 2. Auflage wurde um zahlreiche Tipps für noch mehr Wirkung bei virtuellen Meetings sowie Videos mit zahlreichen Präsentationsbeispielen ergänzt. 

Schott vermittelt Ihnen umfangreiche Kompetenzen.

Der Autor klärt in seinem Buch „Souverän präsentieren“ zunächst grundlegende Fragen wie:

  • Was ist eine Präsentation?

  • Woraus besteht sie?

  • Wie wirken Inhalt, Struktur und Vortragsweise zusammen?

Anschließend widmet er sich dem großen Themenkomplex der Authentizität. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Außenwirkung verbessern und erarbeiten Sie sich mit diesem Buch die folgenden Kernkompetenzen des Präsentierens:

  • Die Formel für Wirkung

  • Die vier Erfolgsfaktoren einer guten Präsentation

  • Körpersprache für Fortgeschrittene

  • Vorbereitung: Storyboarding

  • Dramaturgie: Von den Griechen lernen

  • Inspirieren: Kognitionspsychologie

  • Showtime: Umgang mit Folien & Co

  • Nervosität: Das alte Alarmsystem und Strategien gegen den Blackout

  • Verbindung: Zuhören und Inklusivsprache

Eine mitreißende Mischung aus Humor und jahrelanger Erfahrung.

Abschließend erläutert Schott die Vorteile und Risiken von Fragerunden und gibt Ihnen praktische Tipps zur Erweiterung Ihrer Komfortzone. Dieses Buch ist eine Art Rhetorik-Training to go, das alle Phasen des souveränen Präsentierens genauestens beleuchtet – von der Vorbereitung bis hin zur Umsetzung. Ein unverzichtbarer Ratgeber voller Witz und Expertenwissen aus drei Jahrzehnten Praxis für:

a) Einsteiger, die an Ihrem Auftreten feilen möchten
b) Erfahrene Redner, die sich noch weiterbilden
c) All diejenigen, die überzeugen sowie inspirieren wollen


Wahre Verbindung bedingt die Bereitschaft, jederzeit loszulassen. Der hilfsbereite Mönch kann den körperlichen Kontakt zum anderen Geschlecht zulassen, weil er weiß, dass er auch wieder loslassen kann – ohne dass in seinem Wesen anschließend Unruhe herrscht.

Auf Dinge übertragen: wir können nur wirklich unbeschwert genießen, was wir auch jederzeit bereit sind, wieder zu verlieren. Hängen wir zu sehr am Materiellen, sind wir ständig in Angst, es zu verlieren. Deshalb sind Menschen, die es zu Wohlstand gebracht haben, oft nicht so glücklich und entspannt wie in der Vorstellung. Wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Unser emotionales Gehirn belohnt Gewinn und fürchtet den Verlust (die sog. Verlustaversion). Das Haben macht nicht glücklich.


Wahre Verbindung bedingt die Bereitschaft, jederzeit loszulassen. Das Haben macht nicht glücklich.
© Andrea Piacquadio/pexels.de


Selbst in Ehen und Partnerschaften sind viele unglücklich, unerfüllt, emotional und sexuell. Dabei haben sie doch einen Partner bzw. eine Partnerin sicher an ihrer Seite. Solange unser Glück jedoch am Haben hängt, ist auch eine sog. feste Beziehung ein Gefängnis, in das wir uns nur gemeinsam einsperren. Die Entwicklung vom Haben zu Sein (um einen Erich Fromm Klassiker zu zitieren) besteht nicht darin, nichts mehr zu haben. Sondern frei davon zu sein, haben zu müssen. Sind wir frei, können wir alles haben. Denn dann hat es nicht uns.

Wahre Verbundenheit bedingt Freiheit. Und wahre Freiheit erleben wir nur aus dem sicheren Angebundensein heraus. Sind wir nicht verbunden (mit der geistigen Welt oder realen Menschen) ist Freiheit keine Wahl, sondern Schicksal (Einsamkeit, Verlorenheit). Sind wir nicht innerlich frei, ist Verbindung keine freie Entscheidung, sondern emotionale Notwendigkeit die zu Eifersucht und Verlustangst führt.

Für die Welt des Dinglichen heißt das: wir könnten nach dem weihnachtlichen Konsumrausch überlegen: was brauche ich wirklich? Wenn ich morgen in ein Tiny House oder einen Campingbus umziehen würde – was müsste unbedingt mit, und von was könnte ich mich auch trennen? Simplify your Life ist seit Jahren ein Trend in den Wohlstandsgesellschaften. Wir spüren immer deutlicher, dass die Verheißung „mehr haben = glücklicher sein“ nur bedingt stimmt. Und dass Besitz ab einem gewissen Umfang eher Ballast als Freude ist.


Selbst in Ehen und Partnerschaften sind viele unglücklich, unerfüllt, emotional und sexuell.
© Maria Orlova/pexels.de


Im zwischenmenschlichen Bereich findet bei vielen ohnehin eine ‚Entrümpelung‘ statt. In einer Zeit eingeschränkter sozialer Kontakte war kein Raum für flüchtige oder oberflächliche Bekanntschaften. Und selbst langjährige Freundschaften oder gar Partnerschaften stehen auf dem Prüfstand: was verbindet uns wirklich? Uns ist bewusster geworden, was uns wirklich wichtig ist. Wir sind weniger bereit, Beziehungen zu Menschen zu pflegen, die unsere Kernwerte nicht teilen. So laufen manche Freundschaften nun undramatisch aus – weil sie eher zu unserem alten Leben gehören. Wir spüren nun klarer, mit welchen Menschen wir weiter gehen möchten. Das sind bei manchen dieselben wie zuvor. Bei anderen hat sich der Freundeskreis komplett umsortiert. Vieles bricht weg. Das Loslassen fällt nicht leicht. Doch das ist unsere große Chance, unser Leben mit mehr Tiefe und Wahrhaftigkeit zu gestalten. Ohne falsche Freunde und faule Kompromisse. Mit unserer eigenen Vision und den wenigen Menschen, die uns wirklich nah am Herzen sind.



Dominik Umberto Schott
© Dominik Umberto Schott
Dominik Umberto Schott 
arbeitet international als Präsentationstrainer, Vortragsredner und Executive Coach.

Er war nach seiner Gesangs- und Schauspielausbildung mehr als 20 Jahre lang Radio- und TV-Moderator, hat bei Thomas Gottschalk gelernt, stand bereits bei Hunderten großer Events auf der Bühne und ist eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Fernsehens. Als Bühnenprofi weiß er, wie man mit Worten bewegt. Privat ist er spirituell und philosophisch interessiert und legt monatlich als DJ in München auf.

Podcast und YouTube-Kanal von Dominik Schott:


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