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Gemischter Satz mit Sahne


von Birgit Faschinger-Reitsam

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In meiner Familie wurde nicht viel geredet. Die Arbeit stand im Vordergrund. Also begann ich mit Worten zu reden. Auch über Gefühle haben wir kein großes Aufheben gemacht. Mich störte das nicht, ich habe Worte gefühlt. Hab sie geschmeckt, beschnuppert, in die Hand genommen. Andere Kinder spielten mit Lego ich zerpflückte Worte und Sätze. Ein Blick genügt und ich freue mich darüber, in LEBE, LIEBE, LACHE, das Fragment „LIBELLE“ zu entdecken. So etwas erfüllt mich.

Gemischter Satz mit Sahne
© TopSeed/pixabay


Für mich war das normal bis ich erkannte, dass so viele Menschen um mich herum Worte unbedacht benutzen. „Sicherlich“ ist so ein Wort, das Zweifel viel mehr zum Ausdruck bringt als Sicherheit. „Er ist sicherlich ein guter Vater“, drückt klar aus, dass man so seine Bedenken hat, ob das der Wahrheit entspricht.

Unter „daher gesagten“ Worten und Sätzen liegen häufig tiefere Botschaften und speziell unser Nervensystem schenkt dem, wie ein Wort schmeckt, deutlich mehr Bedeutung als uns bewusst ist. Das Wort „gönnen“ hat so einen Nachgeschmack. Was wie ein „sich erlauben“ daherkommt, hat vielmehr den Beigeschmack von Mangel.
Deshalb ist Sprache eines der Mittel, mit dem wir eine Situation drehen können. Spielerisch und nachhaltig.

Dialekt gibt der Sprache Würze. Von balsamisch blumig bis pikant würzig. Und es ist wie in der Küche: damit es allen schmeckt, leidet die Vielfalt der Aromen, die zum Einsatz kommen könnten. So spricht man in München kaum mehr Dialekt, der Touristen und Zugroisten (Zugereisten) wegen. Auch ich selbst bewege mich als echtes Münchner Kindl sprachlich meist im Hochdeutschen, zumal ich auch in der virtuellen Welt zuhause bin.

Neulich hat mich ein Satz getriggert: Eine Deutsche begrüßte uns mit SCHÖN, BIST DU DA.
Ich weiß, dass man sich in der Schweiz so begrüßt. Und obwohl ich gern spiele und arbeite mit Worten und für Dialekt sehr viel übrighabe – ich war irritiert. Es fühlte sich verkehrt an.
Etwas in mir hat sich gegen diese Verdrehung gesperrt. "Es MUSS doch – „schön, dass du da bist“ - heißen. Punkt!"
Da war Stress drauf. Deutlich zu spüren.
Dann bin ich nach Österreich gefahren, und plötzlich in Wien, in dieser Energie, diesem Flow, habe ich mich sagen hören: "Schön, bist du da" 
Und es fühlte sich warm und heimelig an. Schmeckte wie eine Tasse Schokolade mit Schlagobers und Zimt obendrauf.


Wie viel mehr Wärme und Geborgenheit erlaubst du dir in deine Sprache einzuladen?

Ein gemischter Satz
Ich sammle Wortgeschenke und natürlich habe ich mich gefragt, was mir nicht erlaubt hat, dieses Geschenk in Empfang zu nehmen? Was hat bis letzte Woche verhindert, dass mein Körper, der doch das warme Timbre so liebt, sich einem „Schön – bist du da“ hingibt?

Es war Schwelgen in Worten wie Sackerl (statt Tüte), Mehlspeis, Erdäpfel-Vogerlsalat (Kartoffel-Feldsalat). Es waren aber auch warmherzige Begegnungen, Freundlichkeit und die Einladung auf einen „Gemischten Satz“ (Weinspezialität aus verschiedenen Rebsorten) und der allgegenwärtige Dialekt. Dieses Baden in diesen Eindrücken, besänftigten mein Nervensystem und öffneten mich für weiteres Wachstum.

Birgit Faschinger-Reitsam
© Birgit Faschinger-Reitsam


Wenn du energetisch dicht bist, kannst du wenig empfangen. Weder liebevolle Worte, Gesten oder Geld. Auch für kreative Gedanken versperren wir uns dann. Wenn wir gestresst sind, ist unser System damit beschäftigt, dass wir überleben – wie ist nicht von Bedeutung.

Umso mehr ist es von Bedeutung, dass wir unsere Worte weise wählen. Ich lade dich dazu ein, Worte zu schmecken, zu fühlen und von ihnen berührt zu werden.

Schön, bist du da.


Birgit Faschinger-Reitsam & Sabine M. Paul: Das Leben schmecken: Weiblichkeit ist kostbar
Birgit Faschinger-Reitsam & Sabine M. Paul (Autorinnen)

Das Leben schmecken

Weiblichkeit ist kostbar
Wer Märchen liebt, wird entzückt sein. Nur – in "Das Leben schmecken" erfährst du, wie die Geschichten weitergehen. Ist es doch so, dass die Prinzessinnen ihre Weisheit und erworbenen Fähigkeiten eintauschen gegen ein Leben voller Pflichten. Ein Leben, indem ihre strahlende Schönheit nun als oberflächlich gilt, gefährlich gar, und Weisheit sich angesichts durchgetakteter Termine nicht weiter entfalten kann. Ein Leben, das vergessen lässt, dass sie Prinzessinnen sind und ihre Männer Helden. Das "Leben schmecken" kommt zur rechten Zeit, nämlich genau an der Schwelle, an der aus Prinzessinnen Königinnen werden. Es geht um dich. Und es geht darum, dass wir Frauen uns das zurückholen, was wir leichtfertig aus der Hand gegeben haben: unsere weibliche Kraft.

Mehr zum Naschen und Anregungen, wie du deine Sinne verfeinern kannst, findest du in meinem Buch DAS LEBEN SCHMECKEN – Weiblichkeit ist kostbar.

Passender Artikel: Raus mit der Sprache - Birgit Faschinger-Reitsam (birgit-faschinger-reitsam.de)



 
Birgit Faschinger-Reitsam - Portrait
© Birgit Faschinger-Reitsam
Birgit Faschinger-Reitsam ist Autorin, Bloggerin und Körpercoach für Frauen, die sich spüren wollen. Neben ihrer Karriere in einer männlich geprägten Businesswelt, fand sie im argentinischen Tango einen willkommenen Ausgleich, bis sie von extremen Fußproblemen ausgebremst wurde.

Über die intensive Beschäftigung mit Füßen kam sie zu ihrer Berufung: Körperintelligenz. Darüber, wie Frauen Zugang zu ihrem Körper und mit ihm in Führung gehen können, hat sie mehrere Bücher und über 100 Artikel verfasst. Ihr ganzheitlicher Ansatz überzeugt auch Ärzte verschiedener Fachrichtungen. In Coaching, Onlinekursen und Seminaren zeigt sie, dass „Zu sich stehen“ bei den Füßen beginnt.

Direkt zur Homepage von Birgit Faschinger-Reitsam: www.birgit-faschinger-reitsam.de
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