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Was der Wille wirklich will - was wir alle vom Widder lernen können


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von Astrologin Tina Peel

Eigentlich existieren sie gar nicht, die Sternzeichen. Es sind ja nur Himmelskörper, in die wir irgendwelche Bilder von Krafttieren hinein projizieren. Nur sind es eben nicht irgendwelche Bilder.

Sie stehen im direkten Zusammenhang mit uns, mit dem, was wir alle im Alltag zu bewältigen haben. Der komplette Tierkreis ist in jedem von uns enthalten.

In diesen Bildern steckt also einiges mehr als angenommen.



Wenn der Rasenmäher wieder röhrt, hat die Sonne offenhörlich in den Widder gewechselt und der Frühling entert die Natur. Unter der Widder-Sonne geben wir Gas, nicht nur beim Rasenmäher, angestachelt von den Hormonen, die uns überfluten, wenn die Sonne höher steigt. Auch in unserem Leben heißt es „Bleifuß, und ab auf die Überholspur, dalli dalli!“ Und alle stürzen los, als wäre der Weg ein Trainingsschwimmbecken, wo‘s eine Medaille zu holen gibt. Nach 25 Metern geht uns schon langsam die Puste aus, nach 50 Metern definitiv. Dabei vergessen wir auch gern, dass auf der Überholspur gedrängelt und gerangelt wird, wir sind ja bei weitem nicht die einzigen ungeduldigen Raser. Das sorgt nicht nur auf Autobahnen und Straßen für Staus und Behinderung.

Was der Wille wirklich will - was wir alle vom Widder lernen können
© Yaroslav Shuraev/pexels.de


Langsamer geht es schneller

Wer wirklich gut vorwärts und tatsächlich schneller ankommen will, das belegen auch Studien im Straßenverkehr, sollte es eher machen wie ein Bergsteiger. Man wähle ein gleichmäßiges, entspanntes, ja sein ureigenes Tempo, das gut durchzuhalten ist. Dann geht es Schritt für Schritt für Schritt stetig vorwärts. So kommt man an und hat immer noch genug Puste, sogar exklusive Wadenkrampf. Außerdem macht der Weg so mehr Vergnügen, und das wäre doch eigentlich das Ziel, nicht? Also immer schön langsam mit den wilden Pferden! Das gilt auch beim Thema Tatendrang. Kaum scheint die Sonne, drängt es den Widder in uns zu allerlei Aktivitäten, nicht nur zum Rasenmähen, aber auch. Er kann nicht anders, es tut ihm einfach, sozusagen. Überschäumend, wie er ist, nimmt er sich naturgemäß oft zu viel vor. Doch egal, wie groß sein Hut ist, er kriegt nie alles darunter. Das wirkt demotivierend und dämpft wiederum den Tatendrang.

Während man alle Hände voll damit zu tun hat, es zu versuchen, flutscht einem zusammen mit der Zeit auch das Wesentliche durch die Finger. Da fragt es sich doch, ob es nicht besser wäre, einiges über Bord zu werfen, statt es unter den Hut zu wursteln. Diese Frage kann man nur mit einem klaren Ja beantworten. Was ist jetzt wirklich wesentlich und sinnvoll, was ist überflüssig und dient nur dazu, den Übermut auszutoben? Allerdings, die Frage, ob ein größerer Hut Abhilfe schafft, muss wiederum ganz klar mit einem Nein beantwortet werden. Größe ist nicht alles, der Hut würde einfach zu schwer. Und anstatt wieder mal Kopfschmerztabletten einzuwerfen – der Widder frequentiert sie oft, schon deshalb, weil er so gern mit dem Kopf durch die Wand geht – werfen wir doch einfach einiges über Bord.

Da macht sich sofort Erleichterung breit, auch im Kopf, und wir singen fröhlich wie die Kinder: „Mein Hut, der hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut. Und hätt‘ er nicht drei Ecken, so wär‘s auch nicht mein Hut.“. Das laute Singen hat den positiven Effekt, dass der Körper von Kopf bis Lunge, ja womöglich sogar bis in die Zehenspitzen hinein gut durchblutet wird, was wiederum den Tatendrang befeuert, mit allen Konsequenzen, die nicht selten so aussehen:


Tina Peel: Der Tierkreis in mir: Eine astrologische Entdeckungsreise durch die Sternzeichen
Tina Peel (Autor)
Taschenbuch: Der Tierkreis in mir

Eine astrologische Entdeckungsreise durch die Sternzeichen
Die astrologische Entdeckungsreise bringt dem Leser die Sternzeichen näher, die ja eigentlich gar nicht existieren. Es sind nur Himmelskörper, in die wir Bilder von Krafttieren und anderen Symbolen hineinprojizieren. Nur sind es eben nicht irgendwelche beliebigen Bilder, sie haben es in sich. Es sind Symbole für Themen, die im direkten Zusammenhang mit uns stehen, und mit dem, was wir alle im Alltag zu bewältigen haben, was uns beschäftigt und auf Trab hält. Die zwölf Themen, die schon C.G. Jung – übrigens selbst auch Astrologe – als die zwölf Archetypen bezeichnete, werden witzig und weise auf den Punkt gebracht. Das macht sie so richtig lebendig, greif- und begreifbar und sorgt für manchen Lacher. Dieses inspirierende Werk ist für astrologisch Bewanderte wie für Laien gleichermaßen süffig lesbar und verständlich.


Mit dem Kopf durch die Wand?

Warum ums Himmels Willen will der Widder in uns eigentlich mit dem Kopf durch die Wand? Wozu gibt es denn Türen? Der Grund ist sicher nicht das, was im Nebenzimmer ist. Völlig schnuppe, interessiert nicht die Bohne. Es geht vielmehr um diesen Lebensimpuls, der gerade jetzt unter der Widder-Sonne draußen in der Natur anschaulich tobt. Wäre dieser Impuls nett, freundlich und rücksichtsvoll, könnte er niemals solche Blüten treiben, im eigentlichen wie im übertragenen Sinn. Und er darf sich auch nicht von Mauern aufhalten lassen. Er bittet also nicht höflich darum, dass sich die Mauer vom Acker macht und geht der Konfrontation nicht aus dem Weg.

Das kann durchaus nötig und sinnvoll sein, beispielsweise, wenn wir nicht weiter wissen im Leben und es scheinbar keinen Ausweg gibt aus hoffnungslosen Situationen. Da hilft es sehr wohl, mal so richtig wütend zu werden, um eine Extraportion Impulskraft zu aktivieren und die Mauern zu durchbrechen. Mauern, hinter denen wir uns verschanzten, nicht selten aus Angst davor, als Egoisten zu gelten, wohlgemerkt. Oder aus Angst vor Aggression, aus Unsicherheit ... Die Impulskraft des Widders zu unterdrücken, warum auch immer, ist unmöglich. Er MUSS und wird sich manifestieren, er kann nicht anders, er ist der Impuls zum Leben. Unterdrücken wir den Lebensimpuls, ist es, als würden wir gar nicht existieren, die Welt nimmt uns nicht wahr, wir sind unsichtbar.

Wir sind keine Egoisten, wenn wir unseren Willen zeigen. Ganz im Gegenteil, unterdrücken wir ihn und mauern ihn quasi ein, passiert genau das, was wir damit zu vermeiden suchten: Er drängt sich ständig in den Vordergrund, um Beachtung zu kriegen, explodiert völlig unkontrolliert und walzt alles und alle nieder. So geht das nicht.


Was will er denn, der Wille?
© Artem Beliaikin/pexels.de


Was will er denn, der Wille?

Er will wahrgenommen werden und sich zeigen. Zeigen wir, was wir wollen und nicht wollen, werden wir sozusagen sichtbar in der Welt, zeigen Präsenz, erhalten Kontur und Format. Wir werden griffig. Und wenn dann tatsächlich Willen auf Willen prallt, was natürlich vorkommen kann und auch soll, kracht es zwar manchmal wie bei den Widdern auf der Weide. Doch das Gerangel hilft bei der Selbstbestimmung. Wir merken, wo wir kräftemäßig stehen und lernen den Umgang damit. Früher haben wir uns mit anderen Kindern geprügelt oder zumindest gerangelt, um uns selbst als Person besser wahrnehmen zu können und die Welt uns. Und nicht selten errangen wir uns Achtung und Respekt beim Kräftemessen. Mittlerweile geht es hoffentlich auch ohne. Ob wir unseren Willen auch kriegen, ist jedoch sekundär.

Es ist sogar gut, nicht immer zu kriegen, was man will, und wichtig, dass die Welt uns Paroli bietet. Eben wiederum, damit wir den Umgang mit unserer Widder-Energie lernen können. Hätte jeder noch so kleine Impuls Erfolg, wüssten wir nie, was wir tun, es würde uns weiterhin einfach tun. Da unser Enegiereservoir jedoch nicht endlos ist, würden wir so eine Menge Energie verschwenden und wir wären irgendwann erschöpft. Da wären wir auch wieder beim Hut angelangt, unter den wir nicht alles kriegen, egal wie groß er ist. Die Willenskraft ist also die Energie, die uns motiviert, aktiv zu werden, uns ins Leben zu stürzen und daran teilzunehmen. Sie ist die Mutter allen Tuns und Lassens. Und auch wenn wir etwas nicht wollen, ist das unser Wille. Wir sagen zwar nein zu etwas, jedoch ja zu den Konsequenzen daraus, auch wenn uns das nicht bewusst ist. Er manifestiert sich wie gesagt immer.

Es macht also Sinn, unseren Fokus immer auf das zu lenken, was wir wirklich wollen und nicht auf das, was wir nicht wollen. Denn so oder so geben wir unserer Energie die Richtung vor und dort ist dann der Weg, den wir gehen. Den Weg zu gehen, den wir nicht wollen, kann ja wohl nicht das sein, was wir wollen. Ob er uns passt oder nicht, zeigt sich unterwegs. Doch gehen müssen wir, der Widder in uns will in Bewegung bleiben, die Impulskraft drängt hervor. Bewegung ist Leben, Stillstand der Tod. Die Richtung ändern können wir unterwegs jederzeit. Wir wählen nicht einen Weg ein- für allemal. Natürlich machen wir Fehler, wählen falsch, verschwenden Energie, prallen auf Widerstände und kriegen Kopfweh, verletzen uns manchmal vor lauter Übermut. Doch so ist das Leben und so zähmen wir den ungestümen Widder in uns und lernen den richtigen Umgang mit Energie, die jeweils richtige Dosierung, Schritt für Schritt.

©Tina Peel


Tina Peel: Der Tierkreis in mir: Eine astrologische Entdeckungsreise durch die Sternzeichen
Tina Peel (Autor)
Taschenbuch: Der Tierkreis in mir

Eine astrologische Entdeckungsreise durch die Sternzeichen
Die astrologische Entdeckungsreise bringt dem Leser die Sternzeichen näher, die ja eigentlich gar nicht existieren. Es sind nur Himmelskörper, in die wir Bilder von Krafttieren und anderen Symbolen hineinprojizieren. Nur sind es eben nicht irgendwelche beliebigen Bilder, sie haben es in sich. Es sind Symbole für Themen, die im direkten Zusammenhang mit uns stehen, und mit dem, was wir alle im Alltag zu bewältigen haben, was uns beschäftigt und auf Trab hält. Die zwölf Themen, die schon C.G. Jung – übrigens selbst auch Astrologe – als die zwölf Archetypen bezeichnete, werden witzig und weise auf den Punkt gebracht. Das macht sie so richtig lebendig, greif- und begreifbar und sorgt für manchen Lacher. Dieses inspirierende Werk ist für astrologisch Bewanderte wie für Laien gleichermaßen süffig lesbar und verständlich.



Tina Peel über Tina Peel

Tina Peel Horoskope
© www.astro-lebensberatung.ch
Offiziell seit 1989 (inoffiziell um einiges länger) inspiriere ich Leute beruflich auf ihrem Entwicklungsweg in Form von Kursen, Beratungen, Büchern und Artikeln, sei es astrologisch, spirituell, philosophisch oder was auch immer nötig ist, um sie zu mehr Lebensfreude und Freiheit, zur persönlichen Entfaltung, oder auch nur einen Schritt näher zu sich selbst zu bringen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man das Licht manchmal aus den Augen verliert, nicht selten auch das eigene unter den Scheffel stellt und es ein wenig Hilfe zur Selbsthilfe braucht, um es im Dunkeln wiederzufinden. Würden wir es nicht ab und zu aus den Augen verlieren, gäbe es auch keine Entwicklung. Wir hätten keinen Grund, uns auf die Suche nach Lösungen, Auflösung von Leid und Schmerz zu machen.

Da uns Krisen und Probleme glücklicherweise nie ausgehen, finden wir es immer wieder und jedes Mal strahlt es noch ein wenig heller. Je mehr Einblick wir ins Leben erhalten, je bewusster wir werden, umso weniger be- und verurteilen wir, was wir erleben und umso beglückender empfinden wir unser Dasein!

Ich bin Mutter zweier erwachsener Kinder, zum zweiten Mal und mit Vergnügen verheiratet und trotz, oder gerade wegen, der alltäglichen Turbulenzen ständig unterwegs zu neuen Einsichten und Erkenntnissen, Ansichten und Aussichten, was nicht nur mein persönliches Leben bereichert, sondern auch in meine Arbeit als Autorin, Ratgeber-Kolumnistin, Lebensberaterin und Astrologin einfließt.

Mehr von und über Tina Peel finden Sie unter: www.astro-lebensberatung.ch
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