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Die Selbstliebe der inneren Frau: Toxische Beziehungen lösen


von Silke Gengenbach

Mit manchen zwischenmenschlichen Beziehungen verhält es sich wie mit Treibsand; je mehr man sich bemüht, desto heftiger wird man verletzt und gerät tiefer in einen negativen Sog. Mit dem Verstand lässt sich eine toxische Beziehung kaum erklären und Außenstehende schütteln nur mit dem Kopf. Man weiß doch, man hat alles Mögliche getan, geopfert, um es passend zu machen. Die Beziehung ist in einer Schieflage und Abhängigkeit. Man fühlt sich unter Druck, ausgenutzt, beschämt, verärgert, enttäuscht, verletzt. Sobald man in Kontakt miteinander tritt, geht es einem schlechter als vorher und man kann sich nicht aus dieser Situation befreien. Man ist aus der Balance geraten, die Gedanken und die Energie konzentrieren sich nur noch auf eine bestimmte Person und Situation.

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Silke Gengenbach - Die Selbstliebe der inneren Frau: Toxische Beziehungen lösen
© Silke Gengenbach


Das müssen nicht familiäre oder intime Beziehungen sein, die uns aus unserer Mitte reißen, das können auch scheinbar banale, zwischenmenschliche Kontakte sein, mit dem nörgelnden oder zunehmend übergriffigen Nachbarn oder der intriganten Kollegin. So oder so entpuppen sich diese Menschen als Energieräuber, denen man längst Grenzen setzen sollte.

Darin sind die meisten sanften und gutmütigen Menschen nicht sonderlich geübt. Sie treffen auf Profis, bei denen sie den Kürzeren ziehen werden, egal welche Strategie sie anwenden. Vielleicht überlegt man, was man Gutes tun und sagen könnte, um das Gegenüber davon zu überzeugen, dass es an der Zeit für ein Einsehen und Entgegenkommen wäre. Es ist wie verhext, man bleibt unterlegen, obwohl man sich so sehr anstrengt. Der andere hat wohl bekommen, was er oder sie wollte und ist dennoch unzufrieden und uneinsichtig. Schlimmer noch, von schlechtem Gewissen keine Spur, dieser Mensch hält alles für selbstverständlich und erwartet noch mehr! Dann will man das Zusammentreffen nur noch meiden wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Man hofft, man muss nicht „barsch“ werden und kämpfen.

Dabei stecken auch in uns Frauen noch immer eine Kriegerin, die für uns einsteht und eine weise Hexe, die sich nichts vormachen lässt, starke Frauenanteile. Die Königin in uns lässt sich nicht auf faule Kompromisse ein, sie trägt die Verantwortung für unser Wohl. Unsere innere Frau weiß, wann es gilt, unharmonische Beziehungen zu lösen und neue Wege zu gehen. Für den inneren Frieden, die Freiheit und Liebe lösen die urweiblichen Archetypen alle Verstrickungen und wagen Neues. Kein Preis ist ihnen dafür zu hoch. Da wird sich nicht gegrämt, dass man so viel investiert hat und kein Recht bekommt; dass der Ex noch die Küche und das schicke Sofa behält oder man mit der besten Freundin die Höhen und Tiefen der letzten 15 Jahre erlebt hat, aber jetzt von ihr nur noch ausgenutzt oder mit spitzen Bemerkungen verletzt wird.


Silke Gengenbach: Wilde Weiblichkeit Lebendig, sinnlich, frei: Wege in ein neues Körper- und Lebensgefühl
© Silke Gengenbach
Silke Gengenbach (Autor)
Wilde Weiblichkeit
Lebendig, sinnlich, frei: Wege in ein neues Körper- und Lebensgefühl
Ganz Frau sein, im Hier und Jetzt – Female Empowerment in bewegten Zeiten: Viele Frauen sehnen sich danach, sich selbst mutiger, stimmiger und erfüllender zum Ausdruck zu bringen. Sie suchen eine tiefere Verbindung zur natürlichen Weisheit ihrer Weiblichkeit und zu ihrem Körper. Doch im Alltag geht dieses Bedürfnis oft unter, und manchmal auch verloren.

Die Kundaliniyoga-Lehrerin Silke Gengenbach eröffnet entspannte, inspirierende und sinnliche Wege, damit wir unsere weibliche Kraft und unseren natürlichen Flow mit Freude zurückerobern und wieder in unser Leben integrieren können.

Egal ob positives Selbstbild, Intuition, Körperbewusstsein oder erfüllende Sexualität – hier lernen Frauen sich und ihre innersten Lebens- und Kreativkräfte ganz neu kennen und schätzen.

Warum ist die Weiblichkeit wild, fragst du dich womöglich. Ist sie nicht sanft, zart und weich? Doch, das ist sie. Und gleichzeitig ist sie von unglaublich zäher und ausdauernder Kraft.

Unsere Weiblichkeit braucht ihre wilde Seite, um in ihre Kraft zu kommen und heilend zu wirken. Sie braucht ihre Wildheit, um sich selbst immer wieder zu befreien von Begrenzungen.

Wir leben in einer fordernden Zeit, die nach Balance sucht und in der die weiblichen Qualitäten mehr an Bedeutung gewinnen und nach Ausdruck verlangen. Wir haben als Frauen eine starke Anbindung an die weibliche kreative Urkraft, und es ist nicht schwer, uns diesen Zugang zu erschließen.

Doch diese Kraft ist uns fremd geworden, wir nehmen sie kaum noch wahr. Sie zu spüren, ihre unendlich große Vielschichtigkeit zu nutzen und auszuleben, trauen wir uns noch nicht so ganz zu. Was uns daran hindert, ist nur die Angst vor unserem eigenen Licht, das wir viel zu lange schon unter den Scheffel gestellt haben.

Werde weich, fließe mit und tu, was dir gefällt. Das sind die Türöffner für deine weibliche Energie und dein Potenzial. Wozu hast du Lust? Was ist deine Sehnsucht?

Eine mitreißende Liebeserklärung an das Frausein und ein leidenschaftliches Plädoyer für ein neues weibliches Selbstverständnis.

Auch in unfairen Situationen löst sich die innere, wilde Frau leicht von allem, was nicht mehr der Liebe und dem Leben dient. Sie muss nicht Recht haben und gewinnen, sie kennt ihre Wahrheit, von dieser muss sie niemanden überzeugen. Sie erliegt nicht dem Bedürfnis, alles kontrollieren und überhaupt etwas von anderen zu wollen. Sie hofft nicht auf einen Ausgleich von einer Person, ihr Ausgleich kommt vom Universum! Sie weiß, alles fließt mit den Veränderungen des Lebens. Loslassen, neu anfangen, leben, lieben, Glück und auch Enttäuschungen erfahren. Das weibliche Prinzip repräsentiert das Leben in seiner Fülle, seinen Facetten und Zyklen. Alles dient dem Wachstum, der Ausdehnung des eigenen Spektrums, des Bewusstseins und alles führt immer wieder in die Mitte, ins Zentrum zurück.

Silke Gengenbach: Das weibliche Prinzip, die Selbstliebe lässt nicht locker, wenn es um innere Harmonie geht
© Silke Gengenbach
Das weibliche Prinzip, die Selbstliebe lässt nicht locker, wenn es um innere Harmonie geht. Sie zieht nicht den Kopf ein, wenn Gegenwind erfolgt. Ihr ist bewusst, dass ein Aufbegehren in einer unbefriedigenden Beziehung große Widerstände auslösen können, wie ein Stich ins Wespennest. Sie lässt sich dann nicht von den Taktiken des Gegenübers irritieren, die häufig mit Vorwürfen, überzogenen Erwartungen und schließlich Beleidigungen und Beleidigtsein einhergehen.

Unsere wilde, starke, innere Frau wurde in den Schatten gedrängt. Uns wurde stattdessen ein nachgiebiges, nettes, dauerlächelndes, schwaches Wesen antrainiert, das alle Bedürfnisse stillt, nur nicht die eigenen. Aber die Wilde in uns lebt noch immer ungezähmt und ungebrochen! Keine Angst, sie ist voller Liebe und Lebenslust! Sie kann sanft und stark zugleich sein. Sie strahlt von innen heraus wie die Sonne, es stört sie nicht, wenn andere sich an ihr wärmen und auftanken, da sie mit der überfließenden Quelle eins ist. Es stört sie auch nicht, wenn Menschen sich über den Sonnenschein beschweren. Aber sie ist kein billiges All-inclusive-Buffet, bei dem sich jeder bedienen kann. Und unter Druck lässt sie sich nicht setzen und ausbeuten.

Also keine Angst vor Energieräubern, sie können uns nichts anhaben; sie dienen unserer Selbsterkenntnis. Wir geraten manchmal aus der Balance und haben unsere Bedürfnisse missachtet. Energieräuber zeigen vielmehr wie es um unseren eigenen Energiehaushalt steht. Der andere bin in Wirklichkeit ich! Über meine Energie bestimme ich selbst! Bringen wir unverhältnismäßig viel Energie für jemand anderes auf, ohne es zu wollen, bräuchten wir sie meistens selbst am nötigsten. Wird die Energie nicht aus Liebe oder Freude gegeben, geraten wir in einen Mangel und entfernen uns weiter von uns selbst.


Silke Gengenbach: keine Angst vor Energieräubern, sie können uns nichts anhaben
© Silke Gengenbach


Energieräuber verweisen auf einen verletzten Anteil in mir, der seit längerem nach Balance, Aufmerksamkeit und Liebe ruft, den ich aber auch schlecht behandle. Dann ist es Zeit, dem dringlichen „Wollen“, dem „Müssen“ nicht mehr blind folge zu leisten und alle Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Ist meine To-do-Liste zu lang geworden, denke ich pausenlos daran, was ich tun muss, dann folge ich nicht mehr dem Prinzip der Liebe und Freiheit, sondern dem Opfer-Täter-Prinzip. Es gilt: Loslassen, frei sein, sich selbst auffüllen und sich selbst genug sein.

Besonders in Zeiten, die sehr fordernd sind, gilt Achtsamkeit. Gebe ich mir selbst genug Wertschätzung, Freiraum, Fürsorge? Wenn nicht, wird jemand so lange den Finger in unsere schmerzende Bedürftigkeit legen bis wir uns selbst zuwenden. So wie ich mich nicht dankbar wahrnehmen und mir Wertschätzung schenken kann und mich übergehe, so werde ich von anderen übergangen und gefordert. Sobald ich mich wieder erkenne, bin ich wieder angebunden und aufgefüllt, sicher und in Balance. Es gibt eine Unverletzlichkeit und Größe, eine Quelle in uns selbst, die uns aufnimmt und aufrichtet. Die uns hilft, sanft und offen zu bleiben und gleichzeitig, uns abzugrenzen und treu sein zu können.



Silke Gengenbach - Portrait
© Silke Gengenbach
Silke Gengenbach

Kundaliniyoga-Lehrerin, Autorin, Soziologin und Mutter von drei Kindern.

Silke Gengenbach eröffnet Frauen entspannte, inspirierende und sinnliche Wege, ihre weibliche Kraft und ihren natürlichen Flow mit Freude wieder zu entdecken und in ihr Leben integrieren zu können. In ihrem Buch „Wilde Weiblichkeit“, im Yoga, Frauenkreisen und Workshops erinnert sie an die ungezähmte, weibliche Natur in all ihren vielfältigen und liebenswerten Facetten.

www.wilde-weiblichkeit.net

www.silke-gengenbach.de


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