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THC und CBD – das ist der Unterschied


Das Interesse an Phytocannabinoiden wächst ständig. Nicht nur beim Verbraucher, der sich dieser Tage vor den vielzähligen CBD-Angeboten kaum noch retten kann. Auch die pharmazeutische Fachwelt forscht unablässig an den Wunderstoffen aus der Cannabispflanze.

Dabei tauchen immer häufiger die Fragen auf, was die beiden bekanntesten Phytocannabinoide eigentlich unterscheidet und warum die eine Substanz als Droge gilt, während die andere als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt werden darf. Diese sollen im folgenden Artikel beantwortet werden.

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THC und CBD - das ist der Unterschied
© Shelby Ireland on Unsplash


Was ist eigentlich THC?

Als eine von 113 Phytocannabinoiden der Cannabispflanze ist THC oder Delt-9-Tetrahydrocannabinol der psychoaktive Hauptwirkstoff. Und so ist THC nicht nur das am meisten erforschte, sondern auch das weltweit bekannteste Cannabinoid. Es kommt vorwiegend im Harz der weiblichen Blütenstände der Hanfpflanze vor, weshalb diese auch als Marihuana so eine große Berühmtheit erlangt haben.

THC verursacht durch seine psychoaktive Wirkung einen kräftigen Rausch. Dieser setzt 10-30 Minuten nachdem es konsumiert wurde ein und hält in der Regel 1-2 Stunden an.

Die Wirkungsweise von THC ist trotz langjähriger Forschung bis heute nicht vollständig aufgelöst. Fest steht, dass THC mit mindesten 2 Rezeptoren des Endocannabinoid System, kurz ECS, in unserem Körper agiert – nämlich mit den CB1 und CB2 Rezeptoren (Cannabinoid-Rezeptoren). Sie sind neben den körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoiden) Bestandteil des ECS. Die Endocannabinoide sind Substanzen, die unser Körper bei Bedarf selbst bilden kann und die den Cannabinoiden der Hanfpflanze sehr ähneln.

CB1 Rezeptoren kommen vornehmlich im zentralen Nervensystem und in den peripheren Nervenzellen vor. Hier regulieren sie die Ausschüttung von Botenstoffen – den sogenannten Neurotransmittern. Zusätzlich findet man sie auch in anderen Zellen wie zum Beispiel in der Hypophyse, in Immunzellen, in Lunge, Herz, Harnblase und Nebennieren sowie in den sympathetischen Ganglien (eine Art Knotenpunkte) im Nervensystem.

CB2 Rezeptoren findet man hauptsächlich in Zellen des Immunsystems über den gesamten Körper verteilt. Diese Rezeptoren sind unter anderem an der Zytokinausschüttung beteiligt. Als Zytokine bezeichnet man bestimmte Proteine, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren. Einige von ihnen fungieren als Wachstumsfaktoren, andere spielen eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen und bei der Immunreaktion unseres Körpers.

THC bindet an die CB1 Rezeptoren des ECS. Es beeinflusst dadurch die Signalübertragung an den Synapsen und hat damit Auswirkungen auf das zentrale und periphere Nervensystem. Dadurch kann es zum Beispiel beim Rauchen von Marihuana, auch Kiffen genannt, zu Nebenwirkungen kommen wie Angst, Paranoia, Bewegungsunfähigkeit, Schweißausbrüchen und Übelkeit.

Die pharmakologische Bedeutung von THC ist ebenso interessant, weshalb es in Deutschland auch als Arzneimittel in Form von Cannabisblüten oder anderen Produkten in Apotheken erhältlich ist, vorausgesetzt, es wurde von einem Arzt verschrieben und von der Krankenkasse genehmigt.

THC wird sehr oft als Marihuana geraucht. Man kann es aber auch in Tinkturen oder als Beigabe in Lebensmitteln wie den berühmten Hash-Cookies konsumiert werden.



Was genau ist CBD?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ebenso ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Als organische chemische Substanz kommt es genau wie THC in den Blütenständen der weiblichen Hanfpflanze vor. Dazu werden zurzeit bestimmte Nutzhanfpflanzen angebaut und auch neue Sorten gezüchtet, weil diese mehr CBD und weniger THC enthalten und somit für die Herstellung von hochwertigen CBD Produkten, wie man sie hier bei Natucan.de findet, besonders gut geeignet sind.

CBD ist das am zweithäufigsten vorkommende Cannabinoid und hat so gut wie keine psychoaktive Wirkung, sodass es keinen Rausch verursacht. Das hat den Vorteil, dass es nicht als Suchtmittel eingestuft werden kann und in Deutschland konsumiert und verkauft werden darf.

CBD besitzt genau wie THC ein großes therapeutisches Potential. Es interagiert zwar nicht wie THC direkt mit den CB Rezeptoren, beeinflusst diese aber auf eine indirekte Weise. Es stimuliert auf der einen Seite die CB Rezeptoren und hemmt auf der anderen Seite den Abbau bestimmter Endocannabinoide.

Zusätzlich stimuliert CBD die Signalwirkung bestimmter Stoffe im Körper, wie zum Beispiel Adenosin und blockiert damit wiederum die Aktivierung belebender und aktivierender Neurotransmitter, was wahrscheinlich seine entzündungshemmende Wirkung erklärt. Nebenbei fungiert es noch als Gegenspieler zu THC und hemmt durch die Anbindung als Antagonist an die CB1 Rezeptoren die Rauschwirkung von THC.



Der Aufbau von THC und CBD

CBD und THC weisen fast identische chemische Strukturen auf. Sie bestehen beide aus:


Damit wirken sie auf den ersten Blick wie eineiige Zwillinge. Der einzige Unterschied ist die verschiedenartige Anordnung eines einzigen Atoms. Dieser kleine Unterschied in der Molekülstruktur führt zu andersartigen Interaktionen mit dem ECS und ist daher von großer Bedeutung.



CBD und THC in der Anwendung

Beide Phytocannabinoide interagieren im menschlichen Körper mit dem Endocannabinoid System und lösen Prozesse aus, die unser Wohlbefinden steigern können.



Welche Wirkungen haben beide Cannabinoide?

CBD und THC verfügen beide über einen großen therapeutischen Nutzen und kommen daher auch oft bei gleichen oder ähnlichen Beschwerdebildern zur Anwendung.

Außerdem haben Forscher entdeckt, dass CBD und THC ihre vielen positiven Wirkungen am besten im Zusammenspiel entfalten. Die Forscher sprechen hier von einem sogenannten Entourage-Effekt, welcher das Zusammenwirken mehrerer organischer Substanzen beschreibt, die der natürlichen Umgebung der Ursprungspflanze entsprechen. Das heißt, CBD und THC wirken am besten im gegenseitigen Zusammenspiel und in Verbindung mit allen anderen chemischen Substanzen aus der Cannabispflanze – den anderen 111 Cannabinoiden und Stoffen wie:


Den Forschern ist schon lange bekannt, dass Cannabinoide, Terpene und Flavonoide miteinander agieren und sich daraus eine höhere Bioverfügbarkeit und andere synergetische Effekte ergeben.

So kann man davon ausgehen, dass bei einer CBD Öl Anwendung ein Vollspektrum Öl in seiner Wirkung noch effizienter wirkt, was bereits von Anwendern mit längerer CBD Erfahrung bestätigt wurde.

Auch im Arzneimittelbereich macht man sich diesen Effekt zunutze, indem zur Herstellung von Medikamenten Extrakte mit CBD und THC Gehalt verwendet werden.



Unterschiedliche Wirkungen von THC und CBD

Der gravierendste Unterschied liegt wohl in der Rauschwirkung von THC. Es ist hochgradig psychoaktiv, wohingegen CBD nicht oder nur in sehr geringem Maße psychoaktiv wirkt.

Ein weiterer Unterschied besteht in ihrer Wirkweise bezügliche des Endocannabinoid Systems in unserem Körper. Durch ihre unterschiedliche Besetzung der jeweiligen CB Rezeptoren haben THC und CBD auch unterschiedliche Behandlungsschwerpunkte:

THC & CBD CBD THC
Epilepsie und andere Krampf-Erkrankungen Depressionen Übelkeit und Erbrechen
Entzündungen Schlafstörungen spastische Lähmungen und Bewegungsstörungen
Schmerzzustände und psychische Leiden Entzug bei Substanzabhängigkeit Autoimmunerkrankungen


psychiatrische Symptome


Glaukom



Die medizinischen Vorteile der Cannabinoide

Cannabidiol erlangte unter anderem Berühmtheit durch eine besonders seltene Form der Epilepsie, auch Dravet-Syndrom genannt. CBD zeigte als einziger Wirkstoff Erfolge bei der Behandlung, obwohl alle anderen zugelassenen Behandlungsmethoden bislang keine Wirkung zeigen konnten.


Momentan wird CBD am häufigsten eingesetzt bei der Behandlung von:


Außerdem haben Forscher feststellen können, dass CBD das Wachstum von Krebszellen vermindert, da es die Bildung von Blutgefäßen in dem umgebenden Gewebe verhindert.


THC

Trotz seiner berauschenden Wirkung hat auch THC einiges an positiven Eigenschaften aufzuweisen. So wird es zum Beispiel verwendet bei der Behandlung von:



Die rechtliche Situation von THC und CBD

Aufgrund seiner high-machenden Wirkung muss THC natürlich anders behandelt werden als CBD, was dazu führt, dass sich der regulatorische Bereich folgendermaßen aufteilt:

CBD THC
unterliegt nicht dem BTMG fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (BTMG) da psychoaktiv
steht zurzeit als funktionales Nahrungsergänzungsmittel auch dem Privatanwender als Gesundheitsprodukt zur Verfügung Ist streng verschreibungspflichtig
enthält unter 0,2 % THC auf rein medizinisch-therapeutische Behandlung von Erkrankungen limitiert


THC ist also illegal und damit verboten in Deutschland.

Cannabidiol hingegen ist legal und frei zu kaufen, zum Beispiel bei einem der vielen zertifizierten Onlinehändler. Laut EU-Verordnungen, an deren Richtlinien zertifizierte Hersteller gebunden sind, darf der THC Gehalt in CBD Produkten nachweislich die 0,2 % Grenze nicht übersteigen.

Was die Legalität und Zulassung als Arzneimittel von THC und CBD angeht, befindet sich nicht nur Deutschland in einem ständigen Prozess der Veränderung.


Fazit

Trotz gravierender Unterschiede in Wirkungsweise und Anwendung haben beide Cannabinoide auch viele Gemeinsamkeiten und scheinen gerade im Zusammenspiel besonders wirkungsvoll zu sein. Beide Substanzen benötigen desweiteren eine ausführliche Erforschung bezüglich ihrer pharmakologischen Bedeutung und es wird sicherlich spannend bleiben, was die rechtliche Situation anbelangt.
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