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Self Care – Deinen Körper lieben, dich schön finden


von Diplom-Psychologin Ulrike Scheuermann

Den eigenen Körper zu lieben ist wohl die absolute Grundlage für eine gute Selbstfürsorge. Nachdem ich dir im Artikel „Self Care – Deinen Körper spüren, dir selbst begegnen“ gezeigt habe, wie du in ein paar Sekunden immer wieder am Tag bei dir selbst ankommen kannst und wie du an deine Körperweisheit anknüpfen kannst, geht es nun darum, wie du dich schön finden und deinen Körper lieben kannst – wie auch immer er von außen gesehen aussieht.

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Self Care - Deinen Körper lieben, dich schön finden
© pexels.com

Dein Körperselbstwertgefühl

Sich selbst schön zu finden und den eigenen Körper zu lieben, egal, wie er aussieht: Das nenne ich Körperselbstwertgefühl. In meinem Buch „Self Care – Du bist wertvoll – Das Selbstfürsorgeprogramm“ (Knaur, Argon Hörbuch 2019) https://www.ulrike-scheuermann.de/entdecken/buecher/selfcare-buch geht es im ersten Kapitel darum, wie wie wir diese besondere Art von Selbstwertgefühl aufbauen und weiterentwickeln können.

Wenn wir unseren Körper schön finden, werden wir wohl auch leichter auf seine Impulse hören können. Wir werden auch mehr Lust haben, den Kontakt zu unserem Körper herzustellen – alles hängt miteinander zusammen. Schauen wir uns mal näher an, wie du deinen Körperselbstwert entwickeln und ein innenorientiertes Schönheitsgefühl aufbauen kannst.

Du kannst deinen Körperselbstwert auf zwei Arten stärken:


Schauen wir erstmal mit einer Übung, wie du deinen Sinn für die eigene Schönheit entwickeln kannst.


Übung: Drei Schönheiten deines Körpers

Finde drei Dinge, die du in einem vorgestellten oder echten Spiegel entdeckst, die du schön an dir findest. Nimm dazu die ersten Impulse, die dir in den Sinn kommen. Ich habe dafür drei Satzanfänge für dich, die du nur noch fortzuführen brauchst, im Geiste oder schreibend:

Denke oder schreibe die folgenden Sätze weiter, ohne innezuhalten oder nachzudenken.
Kein langes Grübeln. Blitzantwort:


Wirklich wichtig bei dieser Übung ist, dass du dir selbst keine Zeit lässt für Bewertungen und Relativierungen. Antworte so schnell wie möglich. Hinterher kannst du nachsehen, was du da gerade geschrieben oder gedacht hast. Erst danach.

Vielleicht kommen sogar komische Sachen dabei raus. Wie bei einer Klientin von mir: „Ich finde schön, wie ich manchmal so aus dem Augenwinkel schaue“. Darauf war sie vorher noch nie gekommen. Aber sie hatte so Recht! Sie hatte einen etwas schelmischen Blick, mit dem sie von der Seite blickte. Und das ist etwas sehr Charmantes und Witziges an ihr, über das in keinem Magazin oder in den neusten Schönheit-Tipps erzählt wird.


SELF CARE - Du bist wertvoll Das Selbstfürsorge-Programm
Ulrike Scheuermann (Autor)
SELF CARE - Du bist wertvoll
Das Selbstfürsorge-Programm
Sorge für dich und lebe!

Viele Menschen sorgen gut für das Wohlergehen anderer, doch sie selbst bleiben dabei auf der Strecke. Und sie merken, dass sie nicht mehr können. Kann man Selbstfürsorge erlernen? Ja. Die gefragte Psychologin Ulrike Scheuermann beschreibt 7 Lebensbereiche, in denen Menschen liebevoll mit sich umgehen, sich selbst nähren und sich Auszeiten für Körper, Geist und Seele nehmen.
Dank des von ihr entwickelten Self-Care-Programms und vieler Übungen kann jeder eine von Grund auf neue Selbstfürsorge lernen, die nachhaltig wirkt und einen aufblühen lässt.

"Du bist wertvoll - und die Welt braucht das, was nur DU ihr geben kannst."

Self Care ist kein Modetrend, sondern eine Lebenshaltung und der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Die Bestsellerautorin Ulrike Scheuermann inspiriert in diesem Praxisbuch dazu, sich wieder selbst in den Vordergrund zu stellen und gut zu sich zu sein. Basierend auf modernster Forschung und rund 25 Jahren Erfahrung als Diplom-Psychologin hat sie dafür ein Self-Care-Programm entwickelt.
Was bedeutet Self Care in diesem Buch? Auf allen Ebenen des Selbst sich wieder wertvoll zu fühlen, für sich einzustehen und die Lebensenergie zu stärken. Dieses Selbstfürsorge-Programm gibt umfassende Hilfestellungen: vom Umgang mit dem Körper, mit Gefühlen und Gedanken über den erholsamen Schlaf bis zur Vertiefung zwischenmenschlicher Beziehungen und der eigenen Spiritualität. Neben vielen Übungen, Denkanstößen und Selbstreflexionen bietet das Programm auch moderne psychologische Methoden, um einen ganz eigenen, gesunden Weg zu sich selbst zu finden.


„Du bist so schön!“

Solch eine Übung klingt vielleicht so leicht dahergesagt. Ist sie aber oft nicht, ich weiß. Ich weiß genau, wie schwierig und leidvoll es sein kann, sich selbst schön zu finden. Das hat oft persönliche Hintergründe in unserer Biografie. Vielleicht hat nie jemand zu dir aus vollem Herzen gesagt, dass du schön bist. Einfach so, ohne dich dabei an einem Schönheitsideal zu messen. Meist liegt das daran, dass auch andere sich selbst nicht schön finden. Deine Mutter fand vielleicht auch alles Mögliche an sich unschön, und dann kann sie es ihrem Kind auch nicht sagen. Und wie früher, so hören wir es auch heute viel zu selten.

Wir könnten uns alle viel mehr gegenseitig sagen, was wir schön aneinander finden. Das löst so viel Freude, Lachen, Erstrahlen aus - auf beiden Seiten.

Hier kannst du deshalb gleich eine zweite Übung ausprobieren, die dir genauso gut dabei hilft, dein Schönheitsgefühl zu entwickeln, lediglich über einen anderen Zugang: Gehen wir dafür auch bei anderen Menschen über die äußere Schönheit hinaus und finden wir zur Schönheit des Wesens anderer Menschen. Ausstrahlung, Präsenz, Anmut.


Übung „Der liebende Blick“

Wenn du auf der Straße läufst oder in einem Café sitzt, durch einen Laden spazierst, an der Warteschlange vor einer Kasse stehst: Achte auf eine Person, die dir gerade auffällt. Nimm sie in den Blick und jetzt geht’s los:

Finde drei Dinge, die du spontan schön an dieser Person findest. Vielleicht ist es:


Je öfter du bei dir selbst und auch bei anderen zuerst auf das achtest, was du schön findest, desto mehr richtet sich dein Fokus darauf.

Achte dann auch ab und zu darauf, wie sich das auf dein eigenes Körperselbstwertgefühl auswirkt. Du wirst merken: Auch dich selbst findest du mit der Zeit immer schöner.

Normalerweise fällt uns oft zuerst auf, was bei anderen und bei uns selbst nicht perfekt, nicht schön genug ist. Es ist tatsächlich eine Frage des Fokus, und das kann man sogar üben. Wenn du merkst, dass dir der Gedanke an die eigene Schönheit oder an die der anderen Spaß macht, tue dir keinen Zwang an. Mache es ständig in deinem Alltag, wenn du andere Menschen oder dich selbst siehst. Ob du bei anderen oder bei dir selbst anfängst, ist dabei fast egal. Beide Wege führen dich zu mehr Sinn für die Schönheit, die wir alle in uns tragen.


Schönheit ist unabhängig von Schönheitsidealen

Und diese Schönheit ist unabhängig von dem, was uns überall in den Medien gezeigt und erzählt wird. Dort wird uns ein sehr begrenztes Bild von Schönheit vermittelt. Du kennst das, und dennoch: Wir können es uns gar nicht oft genug bewusst machen: Es geht nicht um das, was gerade in Mode, was gerade angesagt ist. Körperformen und mit ihnen das gesamte Schönheitsempfinden sind vom Zeitgeist geprägt.

Auch wenn diese Erkenntnis nun wirklich nicht neu ist: Dieses Schönheitsideal, das gerade vorherrscht, prägt unser Schönheitsempfinden immer wieder, und zwar ganz massiv. Es setzt uns unter Druck, auch so zu sein. Und wenn das nicht gelingt – was natürlich meist der Fall ist – dann fühlen wir uns weniger schön.

Schönheit ist unabhängig von Schönheitsidealen
© Lucas Pezeta/pexels.com

Tiefer gehen für die Körperliebe

Wenn ich dir in diesem Artikel Vorschläge gebe, dich selber schön zu finden, ist mir dabei bewusst, wie schwer das sein kann. Ich bin Psychologin und fast jeden Tag begegnen mir Menschen, die ihren Körper nicht lieben und die sich nicht schön finden. Es ist nicht mit einfachen Tipps getan „Jetzt finde dich mal schön!“. Ich weiß das, und dennoch kann dieser Artikel ein hilfreicher Impuls sein und etwas in Gang bringen kann.

Wenn nicht, so kann man tiefer gehen und herausfinden, was die Ursachen sind, um diese anschließend zu lösen, so dass sie dich heute nicht mehr beeinträchtigen. Ich arbeite in meinen Coachings und Seminaren häufig mit Logosynthese®, einer modernen psychologischen Methode, mit der man im Unbewussten bestehende Auslöser-Reaktion-Verbindungen auflösen kann. In meinem neuen Buch „Self Care: Du bist wertvoll – Das Selbstfürsorge-Programm“ (Knaur / Argon Hörbuch, 2019) https://www.ulrike-scheuermann.de/entdecken/buecher/selfcare-buch findest du dazu Übungen zum Ausprobieren. Insbesondere mit dem Hörbuch kann man sie angeleitet direkt anwenden.


Die Schönheit des Wesens

Also: Finden wir die Schönheit überall, in den kleinsten Details oder im ganzen Menschen. Gehen wir über die äußere Schönheit hinaus und finden wir zur Schönheit des Wesens anderer Menschen und unserer selbst. Ausstrahlung, Präsenz, Anmut. Das sind Kategorien, die mit detaillierten Beschreibungen nicht so recht zusammenpassen wie Länge der Wimpern, Volumen der Oberlippe, Weißegrad der Zähne. Das sind Details, die letztlich nichtig sind. Was zählt, ist am Schluss einfach die Schönheit, mit der eine Person in der Welt da ist.

Je mehr du von dir zeigst, je unverstellter du dich mit dem, wie du bist, der Außenwelt zuwendest, desto deutlicher dringt deine Schönheit nach außen. Dann sind wir alle schön. Jede und jeder auf ihre und seine Weise. Für mich ist es eine ständige Quelle der Freude, diese Schönheit in den Menschen zu finden.

Und um Freude, helle Stimmung und den Umgang mit schwierigen Gefühlen geht es dann im nächsten Artikel „Self Care – Deine Gefühle hegen, deine Stimmung aufhellen“.


Self Care - Deine Gefühle hegen, deine Stimmung aufhellen
© lehandross/pexels.com
Self Care - Deine Gefühle hegen, deine Stimmung aufhellen


Wie ist deine Stimmung an einem durchschnittlichen Tag in deinem Leben? Ist sie hell, froh gestimmt, gelassen? Und deine Gefühle: Gibt es da überwiegend Freude, Liebe, Dankbarkeit?

Wie schön – und selten: Oft sind immer wieder Stress, Angst, gedrückte Stimmung und Minderwertigkeitsgefühle vorherrschend, mit denen wir uns herumschlagen und die unsere Lebensfreude beeinträchtigen.

Was kannst du tun, um deine Gefühle zu hegen und eine gute Stimmung immer mehr in deinem Leben zu etablieren?

Bevor wir uns ansehen, wie du deine Stimmung und deine Gefühle aufhelen kannst, eins vorweg:


Schwierige Gefühle gehören zum Leben 

Nicht jedes schwierige Gefühl oder jede nicht so leichte Stimmung – Ärger, Wut, Empörung, Bitterkeit, Verzagtheit, Trübsinn – sind falsch. Diese Gefühle sind normal. Und die Idee, man müsse ständig mit positiven Gefühlen durchs Leben gehen, kann viel zusätzlichen Stress auslösen – der dann zusätzlich für schlechte Stimmung und schwierige Gefühl sorgt. 

Ich arbeite immer wieder mit Seminarteilnehmenden, die meinen, nur sie – nicht aber die anderen – hätten mit schwierigen Gefühlen zu tun. Das setzt natürlich enorm unter Druck. In unserer Gesellschaft steigt der Selbstoptimierungsanspruch und der hat längst die psychische Befindlichkeit erreicht. Er bezieht sich nicht mehr nur auf den Körper und das Aussehen.

Doch Licht und Schatten sind Teile unseres Lebens, es gibt nun mal gute und schlechte Zeiten. Deshalb ist es erst einmal wichtig, sich zu entspannen und solche Gefühle zu akzeptieren: „Es ist, wie es ist“. Anstatt sich selbst dafür zu kritisieren, wie es viele Menschen tun. Aber nun schauen wir uns mal genauer an, was du bei schwierigen Gefühlen tun kannst.


Was tun bei schwierigen Gefühlen?

Nimm deine Gefühle erst einmal für dich selbst bewusst wahr: Was fühle ich? Wie fühle ich? Wie spüre ich das Gefühl im Körper? Wo? Beispielsweise sitzt eine Angst in der Kehle, oder eine Traurigkeit wie ein Ziehen im Bauch.

Versuche nun, dieses Gefühl möglichst nicht zu bewerten. Ich weiß, das ist nicht leicht. Meist will man das schnell weghaben. Aber alles, wogegen wir kämpfen, gewinnt an Kraft. Druck erzeugt Gegendruck. Deshalb ist das Annehmen der einzig sinnvolle Weg, ohne Verdrängen durch Schwieriges hindurch und darüber hinaus zu gehen. Du kennst das bestimmt: Nach einem heftigen Weinen kann man irgendwann wieder so richtig aus vollem Herzen lachen.

Wenn du jetzt das schwierige Gefühl als Teil deiner Selbst akzeptierst, kannst du vielleicht auch mit jemandem darüber sprechen oder zu dem Gefühl etwas aufschreiben. Damit entlastest du dich, das Gefühl wird handhabbar und es verändert sich in diesem Prozess. So kannst du das Gefühl immer mehr als Teil deiner Selbst akzeptieren und auch irgendwann zur Ruhe kommen lassen.

 Indem du so – bewusst, nicht bewertend, akzeptierend – mit schwierigen Gefühlen umgehst entwickelst du dich weiter, da auch deine Persönlichkeit reift. Du wirst „ganz“ im Sinne von vollständiger. Schwierige Gefühle auszuhalten und sie zu durchleben zeugt von innerer Stärke und persönlicher Reife.


Gefühle ausreifen lassen

Dies bedeutet jedoch nicht, dass du solche Gefühle, wenn du sie akzeptierst, auch gegenüber anderen ausdrücken musst. Denn das kann oft unnötigen Schaden in Beziehungen anrichten. Bedenke, dass wir unseren Gefühlen nicht ausgeliefert sind. 

Schnell wird aus Ärger Enttäuschung, dann eine Traurigkeit und danach eine neutrale Gelassenheit. Diesen Gefühlen muss man also nicht sofort nachgehen.

Häufig stammen solche Gefühle auch nicht aus den aktuellen Anlässen. Die Auslöser liegen oft in der Vergangenheit. Wenn wir unsere Gefühle erst einmal annehmen, wie oben beschrieben, um sie dann ausreifen zu lassen, schonen wir damit auch unsere Beziehungen. Wie geht Ausreifen-Lassen?

Ausreifen-Lassen bedeutet aushalten und sich entwickeln lassen statt ausagieren. Und dann erforschen, wodurch dieses Gefühl ausgelöst wird. Findest du solch einen Auslöser für ein Gefühl, kannst du dich damit auseinandersetzen anstatt in dem Gefühl zu bleiben. 

Ein Beispiel: Stelle dir vor, jemand aus deinem Freundeskreis bittet dich um Hilfe und dir kommt folgender Gedanke: „Sie wird ärgerlich auf mich sein, wenn ich ihr nicht helfe“. Wenn du diesen Gedanken wahrnimmst stelle dir verschiedene Fragen: „Warum stelle ich mir vor, dass sie ärgerlich wird? Woher kenne ich das noch, dass jemand ärgerlich auf mich ist, weil ich Nein sage? Wie könnte ich meine Absage so freundlich formulieren, dass sie mich verstehen kann?“

Wenn Angst, Wut, Verlassenheitsgefühle oder Kränkung eine Rolle spielen, kann es oft besser sein, Zeit vergehen zu lassen. „Eine Nacht drüber schlafen“ ist mehr als nur ein banaler Spruch unserer Großmütter. Während des Schlafens verarbeiten wir schwierige Emotionen und am nächsten Morgen sind viele Gefühle abgekühlt.


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© Lucas Pezeta/pexels.com
6 Wege, um die Lebensstimmung aufzuhellen


Jenseits von schwierigen Gefühlen, die du immer mal wieder haben wirst, kannst du viel dafür tun, um heller gestimmt durch deine Tage zu gehen.

Und da spielen Lebensstilveränderungen eine entscheidende Rolle: Durch die Depressionsforschung wissen wir, dass sich Lebensstilveränderungen therapeutisch auswirken können. Und das gilt auch für deinen Alltag.


Du kannst deine Stimmung nachhaltig und nebenwirkungsfrei aufhellen. Dies sind die wichtigsten Wege:


1. Bewegung

Baue jeden Tag eine Viertelstunde Fußweg in deinen Ablauf ein, z.B. auf dem Weg zur Arbeit etwas früher aussteigen und den Rest des Weges laufen. Oder der Klassiker: die Treppe anstatt des Fahrstuhls nehmen. Und: Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dreimal pro Woche eine halbe Stunde deines Lieblingssports helfen, deine Stimmung deutlich aufzuhellen. Davon profitieren selbst Menschen mit dem Krankheitsbild „Depression“ oft besser als von der Behandlung mit Medikamenten oder Psychotherapie.

 
2. Ausgewogene pflanzenbasierte Ernährung

Es gibt viele Pflanzen, die auf die Psyche heilsam wirken – einfache Nahrungsmittel, keine Heilkräuter. Immer mehr bringt die Forschung zutage, wie eng Darm und Psyche zusammenhängen. Eine überwiegend oder ausschließlich pflanzenbasierte Ernährung ist oft entscheidend für psychische und körperliche Gesundheit. Die aktuellen Bücher „How Not to Die“ und „Der Ernährungskompass“ tragen wissenschaftliche fundiert die aktuellen Forschungsergebnisse zusammen, jenseits von Ernährungshypes. Zudem sind alle Formen von Zucker überaus schädlich für die Psyche wie auch für den Körper. Sie können sogar Depressionen begünstigen. Am besten lässt du alle künstlichen Süßungsmittel weg. Dann bist du auch den Heißhunger darauf nach ein paar Tagen los und dein Geschmack kann sich umgewöhnen. Iss nur noch Zucker, der natürlicherweise in Früchten und manchen Gemüsesorten vorkommt. 

Am besten kannst du das überblicken, wenn du unverarbeitete Lebensmittel einkaufst, denn in den meisten verarbeiteten Lebensmitteln ist mittlerweile Zucker in irgendeiner Form enthalten, oft unter Decknamen wie z.B. Glukosesirup. Du wirst sehen, dass deine Stimmung nach einiger Zeit immer ausgeglichener wird und die Neigung zu depressiven Verstimmungen nachlässt. Auch das ist wissenschaftlich nachgewiesen.

 
3. Verbundenheit in vielfältigen und erfüllten Beziehungen

Ein gutes Leben besteht aus guten Beziehungen, auch das ist wissenschaftlich nachgewiesen, unter anderem durch eine der längsten und größten Langzeitstudien über Glück. Du wirst mehr über dieses enorm wichtige Thema in einem späteren Artikel dieser Reihe über Self Care erfahren.

 
4. Tageslicht

Verbringe am Tag ausreichend Zeit im Tageslicht. Mindestens eine halbe Stunde bei Sonne oder ein bis zwei Stunden bei bedecktem Himmel. Als Notlösung kannst du eine Therapie-Tageslichtlampe mit mindestens 10.000 Lux Lichtstärke benutzen, z.B. in den Wintermonaten, um deine tägliche Dosis Tageslicht aufzunehmen. Diese Lampen kosten um die 40 Euro – eine Anschaffung, die sich sehr lohnt.

Tiefe Dunkelheit in der Nacht ist aber ebenso wichtig, um deine Körperuhr zu stellen. Dies hilft dem Körper, den Tag von der Nacht zu unterscheiden und entsprechende Hormone auszuschütten, die am Tag für Tatkraft und gute Stimmung sorgen. Tiefe Dunkelheit in der Nacht kannst du z.B. mithilfe von Verdunkelungsvorhängen oder einer Schlafmaske erzeugen. Denn vor allem in den Städten wird es nachts nicht mehr dunkel.

 
5. Schlaf

Genug Schlaf, um die 8 Stunden, spielt eine entscheidende Rolle für eine gute Stimmung. Es gibt viele Möglichkeiten einen erholsamen langen Schlaf zu fördern. Dieses Thema werden wir beim nächsten Artikel über „Self Care – Erholsam viel schlafen, ausgeruht durch den Tag“ vertiefen. Wir können mit innerer Ruhe und mit fast technisch anmutenden Tipps viel dafür tun, um tiefer, friedlicher und erholsamer zu schlafen.

 
6. Fokussierung

Fokussiertes Denken anstatt Gedankenkreisen und Grübeln, z.B. durch die Ausrichtung auf Tätigkeiten, die die volle Aufmerksamkeit binden. Viele Menschen grübeln lange Zeit vor sich hin und merken es selbst kaum. Dann kann alles helfen, was dich aus diesen trüben und oft destruktiven Gedankenspiralen hinausführt: Kontakt und Gespräche mit anderen Menschen, Arbeiten, Spielen, ein Hörbuch, konzentriertes Musik hören und im kreativen Tun aufgehen.

Es gibt noch viele weitere mögliche Freudetrigger wie etwa das In-der-Natur-Sein, Musikhören und Musikmachen sowie kreatives Schaffen, Schreiben, Spielen.

Welche der Impulse sprechen dich spontan am meisten an? Wie wäre es, wenn du mit einem oder zwei davon startest, und weitermachst, wenn du merkst, dass sie dir guttun? Dann hast du vielleicht nach einer Weile Lust, noch mehr auszuprobieren. So geht das alles leichter als mit Disziplin und Durchhalten.

Ich wünsche dir viel Freude und natürlich: gute Stimmung – beim Ausprobieren. Bis bald mit dem nächsten Feld guter Self Care: „Erholsam viel Schlafen,, ausgeruht durch den Tag“.




Ulrike Scheuermann
© Die Hoffotografen
Ulrike Scheuermann ist Diplom-Psychologin und Bestsellerautorin.

In ihrer Berliner esencia-Akademie verbindet sie in CrossMedia-Seminaren und -Coachings moderne Ansätze aus Psychologie und Medizin zu einem ganzheitlichen Lebensstilkonzept. Sie begleitet Menschen seit 25 Jahren dabei, gut für sich zu sorgen, innerlich frei zu werden und ihr Wesentliches zu leben.

www.ulrike-scheuermann.de

Sie hat zehn Jahre in der Krisenintervention gearbeitet, bildet Selbstanwender und Fachleute in Logosynthese®, einem System für persönliche Entwicklung aus und publiziert ihre Bücher bei renommierten Verlagen wie Knaur, Linde, Beltz, Kohlhammer und Argon Hörbuch.





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