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Keine Frage! BGE und Klimaschutz gehen Hand in Hand!


von Uwe Bjorck

Als Charles Dickens auf das Elend der Kinder in England aufmerksam machte und sich die Menschen daraufhin gegen Kinderarbeit wandten, fragte da jemand nach den Kosten?

Als Emile Zola mit Les Miserables Massen dazu bewegte, etwas gegen die Armut zu tun, fragte da jemand, was es kosten würde?

Als John Steinbeck mit seinen Büchern Stürmische Ernte und vor allem Früchte des Zorns auf das Elend der Landarbeiter hinwies und dadurch politisch so viel bewegte, sagten dann die Stadtbewohner, nun werde bestimmt alles teurer?

Als Harriet Beecher Stowe mit Onkel Toms Hütte so viel für die Sklavenbefreiung tat, fragte man da nach einer Finanzierungsmöglichkeit?

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Keine Frage! BGE und Klimaschutz gehen Hand in Hand!
© skeeze/pixabay
Und als in Deutschland erst Die Weber und später Die Ratten von Gerhart Hauptmann uraufgeführt würden, gingen dann die Leute aus dem Theater, um sich zu Hause an den Rechenschieber zu setzen?

Fragte Emmeline Pankhurst erst Volkswirtschaftler, ob das Frauenwahlrecht finanzierbar sei?

Wollen wir fragen, was uns gleicher Lohn für alle kostet oder wie teuer uns das Recht auf eine gleichgeschlechtliche Ehe kommt?

Sagte Martin Luther King: „Ich habe einen Traum“ oder sagte er „Ich habe einen Finanzplan“?



Warum stellen so viele Menschen und unter ihnen eine so große Zahl Bedürftige heute die Frage nach der Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens? Warum fragen sie, welchen Faktor Würde und Selbstbestimmtheit in einer volkswirtschaftlichen Bilanz einnehmen dürfen?

In unserem Grundgesetz steht ganz klar und deutlich in Artikel 1, die Würde des Menschen ist unantastbar. Es steht dort nicht, die Unantastbarkeit unseres Bruttoinlandsprodukts muss geschützt werden.

Wir brauchen eine postautistische Ökonomie. Denn der Homo oeconomicus, der vielerorts noch immer als das Maß aller Dinge gilt, ist empathielos, unsozial und phantasielos. Der Homo oeconomicus ist Autist und doch entwickelt er sich zu dem vermeintlich rettenden Strohhalm. Es ist einfacher, nach den finanziellen Kosten zu fragen, als sich darüber Gedanken zu machen, wie und ob wir in der Zukunft überhaupt leben wollen.

Ohne Empathie, ohne soziales Verhalten und ohne Phantasie und Kreativität werden wir keine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Kinder schaffen können. Gerade am Rand einer Klimakatastrophe, wenn der nächste Schritt schon darüber entscheiden wird, ob wir und unsere Kinder überleben werden, benötigen wir empathische, soziale und kreative Menschen. Um aber wirklich alle diese menschlichen Qualitäten leben zu können, müssen wir dringend aus unseren Hamsterrädern heraus. Wer ständig unter dem Druck steht, seinen nächsten Tag finanzieren zu können, wer nur noch an Termine denken muss und in einem ewigen Trott lebt, der keine Zeit für Muße lässt, kann zu leicht bei den Gedanken an die Zukunft in eine lähmende Frustration fallen.

Ohne Empathie, ohne soziales Verhalten und ohne Phantasie und Kreativität werden wir keine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Kinder schaffen können
© printlia/pixabay

Auch hier wird für mich absolut schlüssig, wie wichtig ein bedingungsloses Grundeinkommen für uns ist. Die Weichen für unsere Zukunft müssen heute gestellt werden. Dafür brauchen wir freie Menschen, die sich abgesichert fühlen und sich Gedanken darüber machen können, was sie selbst tun können. Menschen, die in der Sicherheit leben, auch Nein sagen zu können zu umwelt- und klimaschädlichen Jobs und Lebensweisen und Ja zu nicht nur zu einer lebenswerten sondern auch zu einer Zukunft, die das Überleben sichert.
Bedingungsloses Grundeinkommen und Klimaschutz gehen für mich Hand in Hand. Und bei beiden müssen wir aufhören, zuerst immer die Kostenfrage zu stellen.


Uwe Bjorck
© Uwe Koch
Uwe Bjorck
ist Landesvorsitzender bei Bündnis Grundeinkommen
 
www.buendnis-grundeinkommen.de

Wenn Sie Kontakt zum BGE-Bremen-Parteivorstand aufnehmen wollen:

uwe.bjorck@buendnis-grundeinkommen.de





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