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Wie Schwindeleien, andere Wesen, ein sympathischer Vollbart und die eigene Starre mein Leben vor 10 Jahren veränderte!


von Tom Kraus

Es gab einen Moment in meinem Leben der mich und vieles um mich herum schlagartig veränderte. Wohlbemerkt, solche Momente erlebe ich immer häufiger. Es sind jene, die mit einer solch grandiosen Wucht auf mich niederschlagen und all meine Pläne über den Haufen werfen, um mir zu zeigen, dass das Leben einfach nicht geplant werden kann. Diese sind auch unglaublich wegweisend, zugleich verwirrend aber immer zu 100% perfekt!


Nun, der Moment in 2009

Es ist das erste Mal, dass ich ihn öffentlich mache und darüber schreibe. Vielleicht auch deshalb, weil ich Angst hatte, für verrückt erklärt zu werden. Also ganz ehrlich, mittlerweile liebe ich es verrückt und ein Freak zu sein – das lässt das Leben einfach unkompliziert sein – ich kann es also nur empfehlen...

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Tom Kraus 2018
© Tom Kraus

Es war eine etwas zerrissene Lebensphase. Nach vielen privaten Ereignissen die mein System durchgeschüttelt hatten, wohnte ich mit knapp 30 Jahren eigentlich ungewollt wieder bei meinen Eltern in einem kleinen Zimmer und hatte auch damals als Single viel Zeit, mich mit mir zu beschäftigen, manchmal gefühlt fast etwas zu viel Zeit.
Bereits viele Jahre davor streckte mich immer wieder mal ein Symptom namens Morbus Menière nieder. Es machte sich dadurch bemerkbar, dass Ohrenrauschen, Migräne, Schwindel und Übelkeit urplötzlich entstehen und mich dann für Minuten, Stunden oder sogar viele Wochen fast komplett außer Gefecht setzte. Wer sowas schon mal erlebte und fühlte, weiß wovon ich spreche – du kannst nichts mehr machen, weder ordentlich essen, laufen, Auto fahren oder auch arbeiten. Nicht mal meine Klamotten konnte ich selbständig anziehen! Für Unwissende: stell dir vor, du bist bis zum Anschlag betrunken, musst dich ständig übergeben, hast unerträgliche Migräne und das hält dann mal tagelang oder Wochen an. Du siehst alles verschwommen und auch deine Augen schmerzen aufgrund der Anstrengung. Ich hatte wirklich oftmals danach das Gefühl, ich muss bzw. will einfach nur sterben. Kein Spaß! ;-)

Nun, 2011 bekam ich das super in den Griff und habe es seitdem nie wieder bekommen. Wie? Hm, das ist eine andere Geschichte. 2009 war es schlimmer denn je und ich hatte wieder mal so einen „Ausbruch“ dieses Symptoms eines Nachts eben bei meinen Eltern in diesem kleinen Zimmer. Ach ja, das erste Mal begann Morbus Menière im Alter von 15 Jahren, da konnte ich es aber noch nicht zuordnen oder erklären – dachte wirklich, ich hätte was falsches gegessen oder zu viel getrunken.

In der Nacht dieses Ausbruchs übergab ich mich fünfmal und irgendwie schaffte ich es, den gekotzten Inhalt in Gläser abzufüllen. Die Flüssigkeit roch stark ätzend und war nicht mal viel: gerade ein halbes Trinkglas voll pro „Übergabe“. Interessant war nur, dass Blut mit dazu kam und das machte mir mal richtig Angst. Im Grunde war der Inhalt dann giftgrün-braun-rot gefärbt und wurde bei jeder entleerten Ladung immer dunkler bis fast schon schwarz. Ganz ehrlich: ich dachte das war‘s dann und ich kotze mir nun echt mal die tief-schwarze Seele aus dem Hals. 
Ok, ich schweife ab und womöglich wird’s jetzt schon etwas ekelig...

Also kurzum: Ich ging am nächsten Tag zum Hausarzt, packte meine Beweismittel-Gläser ein und erwartete das Schlimmste. Erstaunlicherweise bin ich an diesem Tag gegen 11 Uhr aufgestanden und fühlte mich, als ob nie was gewesen wäre. Und das ärztliche Ergebnis/ Wortlaut: „Ach ja, das is nur Galle und altes Blut von beanspruchtem Gewebe, das den Druck nicht ausgehalten hat.“ Bei allen weiteren Untersuchungen vor Ort wurde nichts außergewöhnliches festgestellt. Es war sehr spooky, schon fast so, als hätte ich es nur geträumt. Zum Glück gab es die inhaltlich schicken Gläser...

Aber dieser Tag hatte noch zwei Ereignisse, die dann eben so derart prägend waren. Als ich mich nachmittags nochmals hinlegte und nicht wirklich schlafen konnte begegnete mir etwas. Und was ich jetzt schreibe, kann rational (für einige Menschen noch) nicht greifbar gemacht werden. Entweder du glaubst es oder nicht – entweder du kennst es bereits oder du wirst niemals damit Berührungspunkte haben werden. Ich für meinen Teil konnte es zu der Zeit in noch keiner Weise zuordnen oder gar irgend einem Menschen wirklich erzählen. War ich ja selbst auch noch sehr pragmatisch und dreidimensional unterwegs, insofern war es überhaupt etwas, dass mich schon sehr verwirrte. Aber irgend ein Teil in mir spürte auch, dass es stimmt und alles mit rechten Dingen zugeht, auch wenn der Verstand einfach überfordert war.

Ich war weder ganz wach noch richtig im Schlaf. Im Grunde befand ich mich in der sogenannten r.e.m.-Phase, dem rapid eye movement, in einem wohl auch unbewussten Meditationszustand. Aufgrund der vorangegangenen Symptome die Stunden vorher, atmete ich auch sehr tief und lange ein & aus. Es wurde dann deutlich kälter und ich fror, obwohl es Sommer war und ich mit den Klamotten unter meiner Bettdecke lag. Ich hatte den Eindruck, ich könne den Hauch der kalten Luft wahrnehmen. Mit einem Mal erschein bzw. schwebte eine im Nebel (f)liegende Gestalt über mir und drückte auf meinen Körper. Ich konnte nicht zuordnen was oder wer es ist, lediglich der Druck war deutlich spürbar und überhaupt die Anwesenheit. Es wirkte, als wenn dieses etwas den Raum und darüber hinaus alles auszufüllen vermochte. Ich hatte etwas Panik und begann aus Reflex so laut zu schreien wie ich nur konnte – doch – es kam kein Laut aus meinem Mund. So, als hätte ich keine Stimme mehr. Und dennoch wollte ich schreien und einfach nur weg in diesem Moment. Diese Energie, dieses „Etwas“ war lange bei mir und war auch sehr wütend. Wütend auf mich und ich spürte das. Mittlerweile hatte ich eine Schockstarre und traute mich auch gar nicht mehr mich zu bewegen.

Und dann begann es mit mir zu sprechen, allerdings nicht in meiner / unserer Sprache sondern eher über eine Art Telepathie. Vielmehr war es ein Monolog, eine Belehrung und ich konnte einfach nur regungslos daliegen und zuhören. Dieses Ding – ich taufe es jetzt mal „Showa“ – teilte mir mit, was mir einfiele, mein Leben wegzuwerfen. Es war sauer darüber, dass ich immer wieder vom Weg abkomme, dass ich nicht das tue, was mir von Geburt an aufgetragen wurde. Wie viele Warnungen noch „gespürt“ werden müssen, bis ich wieder den „Pfad des Lebens“ aufnehme. Dass so viele Lebewesen und die Natur im Ganzen meine 100%ige Liebe benötigen und die Unterstützung, die ich in mir habe, um geliebt & gerettet zu werden. Warum ich immer wieder so viel Zeit vergeude mich oberflächlichen Dingen und Themen die nichts mit mir zu tun haben, warum ich so faul & träge geworden bin und ob mir das nicht schon längst selbst aufgefallen ist!?!?!

Ich wollte nicht mehr schreien...

Nun weinte ich...sehr lange...

Showa hatte recht und ich fühlte mich so, als hätte ich mich und diese Natur da draußen vergessen, aus den Augen verloren, weil ich geblendet war von Nichtigkeiten und Ablenkungen – das tat mir alles so weh und ich lag noch lange weinend in meinem Bett. Showa war mittlerweile nicht mehr über mir, alles war wieder so, als wäre nichts gewesen. Nur meine Gedanken & Gefühle waren ab diesem Moment wie ausgewechselt. Ich musste was verändern!
Am selben Nachmittag erblickte ich „zufällig“ dann einen Zeitungsartikel über Wolf-Dieter Storl.

Darin war ein Satz der mich dann erstmalig mit der Welt der Pflanzen & Kräuter verband: „Wie auch die Menschen & Tiere, haben Pflanzen eine Seele und können fühlen, spüren und miteinander kommunizieren...“ 

Wolf-Dieter Storl, dieser Satz und das Ereignis an diesem Tag veranlassten mich dazu, einen großen Teil meines Lebens hinter mir zu lassen und in die Welt des Yoga, des Spiritualismus, der Kräuterkunde und der Umweltproblematik voll und ganz einzutauchen! 
Nun, am Anfang sehr krass und fast schon zu intensiv, so dass ich begann, sehr spartanisch leben zu wollen und natürlich dann alles und jeden sehr direkt und deutlich hinterfragte, missionieren wollte und teilweise dann in gewissen Phasen sowie Bereichen kaum noch Gesellschaftsfähig war. Das legte sich zum Glück in den letzten Jahren wieder und es pendelte sich ein für mich angenehmer Mittelweg ein – nicht aber immer zugleich für meine Mitmenschen und vor allem Partnerinnen. Nach einem Extrem, folgt ja oftmals eine sanfte Welle der Ausgeglichenheit, egal wann...


Die Seele der Pflanzen Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter
Wolf-Dieter Storl (Autor)
,
Frank Brunke (Fotograf)
Die Seele der Pflanzen
Botschaften und Heilkräfte aus dem Reich der Kräuter
Botschaft und Heilkraft aus dem Reich der Kräuter
Gebundenes Buch
Wolf-Dieter Storl vermittelt die Botschaften von 55 Pflanzenpersönlichkeiten, die wir im Wald, am Wegesrand oder auf Wiesen finden können. Er enthüllt ihr Wesen, ihre Seele und ihre geheimen Kräfte. Warum ist die Taubnessel der Venus geweiht und welche Beschwerden kann sie dadurch heilen? In welcher Verbindung steht der Braunwurz zur Tierwelt und woher hat das Hexenkraut seinen Namen? Die tiefe Weisheit des Autors und die faszinierenden Fotos seines Freundes Frank Brunke lassen uns die Natur mit anderen Augen sehen.


Ich bin dankbar für dieses Ereignis, auch wenn ich es bis heute noch nicht zu 100% deuten kann, was genau da nun war.

Und was Morbus Menière betrifft, so hatte ich das zuletzt Ende 2011. Es verschwand in dem Monat, in welchem ich meinen damaligen Job kündigte. Erstaunlicher Weise begann es auch im Extremen ab dem Jahr, als ich diese Arbeit angefangen hatte. Unterm Strich habe ich bei diesen Schwindelattacken für mich erkannt, dass ich ab dem Zeitpunkt, wo ich mich nicht mehr in der Arbeit etwas “vorgeschwindelt“ hatte, auch die Symptome verschwunden sind. Und das ist/ war sicherlich kein Zufall.

Ich danke jedenfalls auch von Herzen Wolf-Dieter Storl für all sein Wissen, seine Bücher und seine authentische sowie frische Lebensart, auch wenn all diese Prägung seinerseits unbewusst entstanden ist. Er ist ein uriger Künstler wenn es darum geht, EINS MIT DER WELT zu sein, eins mit der Welt, die viele vielleicht auch unbewusst vergessen haben.

Tom Kraus 2009
© Tom Kraus

Ich DANKE DANKE DANKE für das Jahr 2009 - vor mittlerweile 10 Jahren und es ist unglaublich, was sich in dieser Zeit alles getan hat :-)

P.S.: Das Foto ist aus 2009

Dein Tom Kraus



Tom Kraus - Hand aus Herz
© Tom Kraus
Tom Kraus, geboren am 28.11.1979 besitzt von klein an die besondere Gabe, Dinge in der Welt und am Menschen zu "sehen bzw. zu erspüren".

Das Talent und zugleich die Leidenschaft eines stillen Beobachters trainierte er anfangs unbewusst - von mal zu mal dann aber gezielt über Aus- & Fortbildungen - um somit der Welt und dem Menschen zu dienen und um damit die (Selbst-) Heilung in verschiedensten Bereichen zu unterstützen.

Homepage von Tom Kraus: www.soul-reminder.com

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