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Fragen zum Jahresrückblick 2018: Daniela Böhm


Wieso, weshalb, warum? Wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem wir alle viel erlebt haben. Aber nehmen wir aus unseren Erfahrungen und Erlebnissen auch etwas mit?

Zum Jahresrückblick 2018 haben wir Fragen zusammengestellt, in denen sich unsere LEBE-LIEBE-LACHE Autoren und ausgesuchte InterviewpartnerInnen mit dem vergangenen Jahr auseinandersetzen. Und vielleicht lassen auch Sie sich zu Ihrem ganz persönlichen Rückblick inspirieren!

Der Wunsch, Schwächeren zu helfen, die Welt ein kleines bisschen lebenswerter zu machen, dieses Lebensziel teilt Daniela Böhm mit ihrem Vater Karlheinz Böhm. Er lebte
seine Vision indem er vielen Menschen in Äthiopien eine Zukunftsperspektive gab. Sie verleiht den Schwächsten auf diesem Planeten eine Stimme, den Tieren. Mit ihrem Einsatz für Tierrechte und in ihren wunderbar poetischen Büchern.

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Daniela Böhm mit ihrem Hund
© Florian Blau

Von klein auf fasziniert von der Welt der Tiere, wächst in Daniela Böhm schon früh ihre Liebe zu unseren vierbeinigen und gefiederten Mitgeschöpfen. Das Talent zum Schreiben wurde ihr bereits durch ihre Mutter und Urgroßeltern in die Wiege gelegt, ein wichtiger Grundstein für ihre spätere Entwicklung zur Autorin. Ihre Mutter, die Schauspielerin und Sängerin Gudula Blau, verfasste drei Kinderbücher, die sie auch selbst illustrierte.

Stark inspiriert wurde Daniela Böhm vor allem durch die bezaubernden Tiergeschichten Manfred Kybers, der sich früh für Tierrechte einsetzte und bereits 1930 den Welttierschutzpreis in Genf erhielt.

Heute ist Daniela Böhm aus der Tierschutz- und Tierrechtsszene nicht mehr wegzudenken.
Aktiv setzt sie sich seit vielen Jahren dafür ein, Tiere als unsere Schwestern und Brüder
anzuerkennen und als solche zu respektieren. Ob als Gastrednerin bei Veranstaltungen,
in ihren regelmäßigen Artikeln bei »fellbeisser« und »hinter den schlagzeilen«, dem Online Magazin von Konstantin Wecker, sowie in ihrer mehrfach im Veganmagazin erschienenen Kolumne.


1. Gab es während des Jahres 2018 ein erstes Mal in Ihrem Leben? Haben Sie etwas das erste Mal gemacht, waren Sie an einem neuen Ort, …?

Ich war das erste Mal in Ingolstadt. Das klingt vielleicht nicht so spannend, aber dort fand im September der wunderschöne Earth Peace Day statt und wir haben an dieser Veranstaltung mit unserem Verein Ein Licht der Hoffnung e.V. teilgenommen.


2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse haben Sie sich angeeignet, die Sie vor einem Jahr noch nicht hatten?

Besser loszulassen und gelassener zu werden. Noch mehr nach meinem Motto „Alle Dinge geschehen zu ihrer Zeit“ zu leben.


3. Welche Erlebnisse im Jahr 2018 zählen zu den drei schönsten?

Dass es meinem Hund Tino nach einer zweimonatigen Kur durch Mittel der Isopathie wieder richtig gut gegangen ist. Er ist ein sogenannter Leishmaniose-Hund und diese Kur hat ihm unglaublich geholfen.

Der Earth Peace Day in Ingolstadt. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen wunderbaren Menschen, mit meinen Freunden Nico, Christine und Chris von unserem Verein. Dieser Tag hat mir so viel neuen Mut, neue Hoffnung und Kraft gegeben – zu sehen, dass es sehr viele beherzte Menschen gibt, die sich für eine bessere Welt einsetzen.

Eine Wanderung mit einer sehr guten Freundin und meinem Hund in der Pähler Schlucht in der Nähe des Ammersees. Es war einer meiner wenigen wirklich freien Tage in diesem Jahr und die schöne Wildheit dieser Schlucht, das Eintauchen in die Natur, die guten Gespräche und der anschließende Besuch der Tassilo-Linde in Wessobrunn waren Balsam für meine Seele.

Das Mädchen aus dem Niemandsland
Daniela Böhm (Autor)
Das Mädchen aus dem Niemandsland
"Das Mädchen aus dem Niemandsland" ist eine Erzählung, die einen etwas anderen Blick auf die Strukturen unserer heutigen Gesellschaft wirft. In einem New Yorker Stadtviertel taucht plötzlich ein kleines Mädchen auf, das von einem Land erzählt, von dem niemand glaubt, es könne tatsächlich existieren. Die vielen Fragen, die das Mädchen den Menschen stellt, die ihm an jenem heißen Sommertag näher begegnen, stellen vieles infrage, was als Selbstverständlichkeit unserer gegenwärtigen Zeit gelebt wird.


4. Gibt es ein Ereignis, das Ihr Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

Ja, wobei es mein Weltbild nicht verändert, sondern eher bestätigt hat. Es war ein erschütternder Film über das Thema Elektroschrott, insbesondere darüber, wie Menschen und Kinder in der Hauptstadt Accra in Ghana deshalb leiden. Dort gibt es ein großflächiges Gebiet, wo sich vor allem Kinder und Jugendliche ein paar Cent verdienen, indem sie u.a. Kabel einfach so verbrennen, um wertvolle Metalldrähte zu lösen.

Diese Kinder und ihre Armut zu sehen, welchen gesundheitlichen Gefahren sie durch das Verbrenen von Plastik ohne Schutz ausgesetzt sind, wie krank sie teilweise sind, unter welchen Umständen sie leben – das hat mich zutiefst erschüttert, auch wenn ich bereits davon wusste. Das dürfte es einfach nicht geben – wie so vieles auf der Welt. Unser gnadenloses Wirtschafts- und Geldsystem empfinde ich nur noch als erschreckend und seine Auswüchse richten Menschen, Tiere und die Erde selbst zugrunde. Jeder von uns ist gefordert, seinen Konsum, sein Konsumverhalten, grundlegend infrage zu stellen. In meinem Buch „Das Mädchen aus dem Niemandsland“ habe ich mich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt.

Wie es wäre, in einer Welt zu leben, in der es kein Geldsystem und keine Turbowirtschaft gibt, in der es um die wahren Werte und das Wunder des Lebens geht und in der sich jeder mit seinen Fähigkeiten einbringt. Eine Welt, in der es nicht darum geht, reicher oder besser zu sein als andere, noch mehr zu haben, noch schneller und weiter usf. Eine Welt, in der das Miteinander und nicht das Gegeneinander gelebt wird – das bezieht sich auch auf die Erde selbst und die Tiere als Mitlebewesen.


5. Welche Person haben Sie kennengelernt, die Ihr Leben besonders bereichert (hat)?

Neue Begegnungen mit Menschen empfinde ich meistens als etwas sehr Bereicherndes. Es ist schön, wenn man sich austauscht und noch schöner, wenn man dabei sein Herz öffnen kann oder dein Gegenüber das tut. Ganz besonders in meiner Erinnerung verankert sind zwei Begegnungen in der S-Bahn auf dem Weg nach München. Die eine war mit einem Mann aus Afghanistan, der mir aus seinem Leben erzählte und seinem Bestreben, in Deutschland Fuß zu fassen. Er hatte bei einem Bombenanschlag in Kabul seine Frau verloren. Die andere Begegnung war die mit einem Syrer, der eine typisch bayerisch-witzige Bemerkung des S-Bahn Fahrers über die Lautsprecher nicht verstanden hatte und mich vorsichtig lächelnd ansah. Ich hab es ihm dann „übersetzt“ – er sprach relativ gut deutsch – und so kamen wir in ein sehr nettes, wenn auch kurzes Gespräch.


6. Was hätten Sie nicht geglaubt, wenn Ihnen jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

Dass 2018 so anstrengend wird.


7. Gibt es einen besonderen Geruch, ein außergewöhnliches Geräusch oder einen Geschmack, den Sie wahrgenommen haben?

Ein Bioladen bei Landsberg bietet neuerdings auch ungeputzte Karotten an. Das sind Karotten, an denen wirklich noch die Erde klebt. Der Geruch und der Geschmack sind unglaublich! Ich war beim ersten Mal ganz hin und weg, denn so ein intensives Karottengeschmackserlebnis hatte ich noch nie.

Daniela Böhm kümmert sich um eine Kuh
© Rani Singh

8. Wer oder was war für Sie die größte Überraschung?

Die Gesundheit meines Hundes.


9. Wer oder was hat Sie herzlich zum Lachen gebracht? Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Über meinen Hund Tino – immer dann, wenn der Schelm in seinen Augen aufblitzt, wenn er so tut, als würde er mich nicht hören und wenn er sich besonders freut oder wir auf einer Wiese toben.

Und bei einem Film. „Clockwise“ mit John Cleese, dem begnadeten englischen Schauspieler. Ich hatte diesen Film schon vor vielen Jahren gesehen, aber mich an vieles nicht mehr erinnert. Es war fast so, als würde ich ihn das erste Mal sehen und ich habe mich bei vielen Szenen vor Lachen regelrecht gebogen. Ich liebe diesen schrägen, englischen Humor und John Cleese ist ein Meister seines Fachs.


10. Was würden Sie so nicht mehr machen?

Mich zu sehr unter Druck setzen.


11. Welches Buch, welche Lektüre, welches Werk hat Sie am meisten beeindruckt?

„Spirituelle Ökologie“ vom Verlag Neue Erde. Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. Es beinhaltet eine Sammlung verschiedener Texte von beeindruckenden Menschen, denen die Erde zutiefst am Herzen liegt. Und das Buch „Mein Leben ist meine Lehre“ von Tich Nath Hanh, das mir ein besonders lieber Freund zum Geburtstag geschenkt hat und genau zum richtigen Zeitpunkt, nämlich als ich meinem Burnout steckte. Es ist ein wundervolles Buch von einem bewundernswerten Menschen, das mir sehr dabei geholfen hat, zu entschleunigen.

Zwei Marder im Himmel Tiergeschichten für die Seele
Daniela Böhm (Autor)
Zwei Marder im Himmel
Tiergeschichten für die Seele
Zeitlose Fabeln und Allegorien mit sympathischen Helden, ein zauberhaftes Lesevergnügen fürs Herz! Ob Winnibald der Frosch, Annabelle die Häsin, Luzerl die Fledermaus oder die zwei Marder Johann und Gustl - alle Tiere müssen sich mit den kleineren und größeren Anforderungen des Lebens auseinandersetzen. Die Helden der Geschichten erleben komische, alltägliche, traurige und tiefe Momente. Der kleine Frosch Winnibald fühlt sich als Versager, Annabelle, die Vollzeitmama, sehnt sich nach mehr Ruhe, Luzerl muss seinen Liebeskummer überwinden und entdeckt dabei das Geheimnis der Nacht und die zwei frechen Marder finden den Himmel zwar ganz schön, das Leben auf der Erde aber viel spannender. Und bevor die Arche Noah startklar ist, geht es noch turbulent zu. Am Ende ihrer Abenteuer sind alle Tiere ein kleines bisschen weiser, glücklicher und schlauer. Fabeln bieten seit jeher die Möglichkeit, den Herausforderungen des Lebens auf spielerische und heitere Art und Weise zu begegnen und bestimmte Begebenheiten des menschlichen Lebens im übertragenen Sinn darzustellen oder um einfach mal unbeschwert und voller Fantasie in die Welt der Tiere einzutauchen. Sie können den Leser in eine Zauberwelt entführen, in der die Tiere heldenhaft ihre Abenteuer meistern oder den Geschehnissen des Alltags mit Humor, Weisheit und Erfindungsgeist begegnen.


12. Was hat sich zum Positiven gewendet?

Vieles. Vor allem die Gesundheit meines Hundes, wie bereits erwähnt. Insgesamt war es kein einfaches Jahr, aber rückblickend war es sehr wichtig.


13. Was haben Sie geschafft, auf welche Leistung sind Sie stolz?

Auf etwas „stolz sein“ ist ein Ausdruck, den ich fast nie verwende. Ich freue mich aber unglaublich, dass unser Verein „Ein Licht der Hoffnung“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, vor allem kleinere Lebenshöfe zu unterstützen, im ersten Gründungsjahr langsam, aber beständig gewachsen ist. Das erfüllt mich mit großer Zufriedenheit. Da habe ich wirklich das Gefühl, dass ich gemeinsam mit anderen etwas erreicht habe.


14. Welches ungewöhnliche Kompliment haben Sie erhalten?

Ganz ehrlich? Ich glaube keines oder ich kann mich nicht daran erinnern.


15. Wofür sind Sie besonders dankbar?

Für so vieles. Dass es meinem Hund Tino wieder gut geht. Für meine wunderbare Familie, für ihre und meine eigene Gesundheit. Dass ich so viele einmalige und wundervolle Freunde habe und dass es überhaupt so viele fantastische und wertvolle Menschen in meinem Leben gibt. Dass es immer mehr Menschen gibt, die vegan leben und sich für die Tiere einsetzen. Dass es so viele tolle junge Menschen gibt – sie sind meine ganz große Hoffnung für eine bessere Welt, in der es allen Lebewesen und der Erde selbst gut geht.


16. Was ist Ihnen wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

Ich kann die Frage nur so beantworten: Dass, was mir wichtig war, ist mir noch wichtiger geworden. Dass auch ich, wie viele andere Menschen, meinen kleinen Beitrag leiste, dass diese Welt für alle besser wird – dabei liegt für mich persönlich der Schwerpunkt in meinem Einsatz für die Tiere. Bewusst zu leben, mich immer wieder in den Augenblick zurückzuholen. Niemals die Hoffnung zu verlieren, auch wenn so vieles auf diesem Planeten hoffnungslos erscheint. Immer wieder die Kraft der Natur und die Einheit mit ihr zu spüren. Mein Schreiben.

Die sechs magischen Steine


17. Ist Ihnen in diesem Jahr ein "Wunder" begegnet?

Immer wieder viele. Ich glaube, wenn man das Herz und die Augen öffnet, begegnen einem viele kleine und große Wunder. Das Wunder der Natur, die uns umgibt, wundersame Begegnungen mit Menschen, bei denen das Herz aufgeht, die Einheit des Lebens zu spüren, der Blick in den Sternenhimmel, der verzaubert, das Wunder der Liebe. Eigentlich ist das ganze Leben ein einziges und einzigartiges Wunder. Allzu oft kommt es leider unter die Räder eines stressigen Alltags und zu vieler medialer Ablenkung. Dazu fällt mir der schöne Satz von Albert Einstein ein: „Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres.“

Ich kann mich Albert Einsteins Worten nur anschließen.


18. Wenn Sie frei wählen könnten: An welchem Ort würden Sie morgen Früh gern aufwachen?

Immer dort, wo mein Hund neben mir liegt.



Porträt Daniela Böhm
© Florian Blau
So schließt sich der Kreis.
Daniela Böhm weckt Gefühle in uns, die unter die Haut gehen.Sie ist eine Kämpferin des Herzens für die Sache der Tiere und eine wunderbare Frau,
die uns Geschichten voller Liebe, Wunder und Weisheit schenkt.

Zusammen mit ihrem liebenswerten Hund Tino, den sie vor vier Jahren aus einem süditalienischen Tierheim adoptierte, lebt Daniela Böhm heute in Bayern.

Näheres über sie und ihr Werk finden Sie unter:
www.danielaböhm.com

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