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Interview mit Ina Rudolph: "Wir haben vergessen, dass die tiefste Befriedigung von innen kommt".


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Oft sind wir in unserem Leben unzufrieden und haben das Gefühl, dass sich stressige oder negative Situationen ständig wiederholen. Doch nicht die Dinge, Umstände oder das, was andere Menschen sagen oder tun, sind die Ursache für unsere Gefühle. Es sind unsere Gedanken und Bewertungen über das, was geschieht. Stress entsteht, wenn unsere Sichtweise verengt ist, wir Gedanken glauben, die uns Angst machen oder Ärger aufsteigen lassen. Byron Katie hat mit THE WORK eine erfolgreiche Methode der Selbstbefragung entwickelt, um diese Gedanken Glaubenssätze einfach loszulassen. 

Die bekannte Schauspielerin Ina Rudolph hat nun auf der Basis von THE WORK 49 Karten mit inspirierenden Illustrationen zum Üben und Mitnehmen gestaltet: 42 mit den häufigsten stressigen Glaubenssätzen und ihren Auflösungen sowie 6 freie Karten zum selber Ausfüllen. Auch im nachfolgenden Interview berichtet Ina Rudolph aus ihrer Wahrnehmung als Coach und Trainerin für THE WORK.


Die bekannte Schauspielerin Ina Rudolph
Ina Rudolph


Ina Rudolph im LEBE-LIEBE-LACHE Interview mit Annette Maria Böhm


LEBE-LIEBE-LACHE: Wir alle besitzen einen Zugang zu unserer Intuition, die uns befähigt, uns unmittelbar mit uns und unseren Bedürfnissen zu verbinden. Warum vertrauen wir dieser inneren Stimme immer noch viel zu selten?

INA RUDOLPH: Seit Jahrhunderten nehmen wir Mitteleuropäer das Denken übermässig wichtig. Es schien so, als könnte das Denken (z.B. durch die Wissenschaft) uns Sicherheiten geben. Seit ca. einhundert Jahren sehen Wissenschaftler, dass ihre Forschung nicht objektiv sein kann, da die Menschen, die die Forschung betreiben, immer Teil des Experimentes sind. Welche Fragen sie an das Experiment stellen, wie sie es beobachten, welche Ergebnisse sie erwarten und welche Auswertung ihr Denkhorizont zulässt - all das beeinflusst die Experimente. Es gibt also keine Sicherheiten. Wenn wir das in der Tiefe verstehen, können wir aufhören, nach solchen Beweisen zu suchen und uns wieder unserem eigenen intelligenten System zuwenden. Unseren Sinnen, auf unseren Körper hören, der Intuition vertrauen.



LEBE-LIEBE-LACHE: Wie können wir lernen, ein klares Standing für unsere Bedürfnisse
und Grenzen zu entwickeln?

INA RUDOLPH: Was ich an der Arbeit mit THE WORK so liebe, ist u.a. dass die Fragen mir helfen, meine eigene Wahrheit zu entdecken. Habe ich sie gefunden, kann ich das sofort spüren. Die Wahrheit befreit mich. Ich muss niemandem mehr etwas glauben, keinem Guru, keinem Buch. Wir müssen die Weisheiten der anderen nicht einfach übernehmen, das kann wieder viel Stress auslösen. Ein Viertel meiner Klienten kommt mit belastenden Gedanken zu mir, die sie sich erst angelesen haben. Ich nenne das „spirituelle Folter“. Sie haben unzählige Bücher gelesen und glauben nun, dass sie so sein müssten, wie die Bücher es beschreiben.
Die bedingungslose Liebe etwa ist ein schönes Konzept. Wenn ich aber nach dem Lesen eines Buches von mir verlange, dass ich das jetzt können muss, es mir aber unmöglich erscheint, dorthin zu gelangen, dann bin ich nach dem Lesen des Buches unglücklicher als vorher. Das Überprüfen meiner stressigen Überzeugungen führt mich zu einem klaren Gespür für mich selbst. Jenseits aller Konzepte.



Einfach loslassen -The Work to go Set mit Booklet und Karten (auf Deutsch, nach Byron Katie, 4 Fragen)
Ina Rudolph (Autor)
Einfach loslassen -The Work to go
Set mit Booklet und Karten (auf Deutsch, nach Byron Katie, 4 Fragen)
Set mit Booklet und 49 Karten
Broschiertes Buch
Oft wiederholen sich Situationen in unserem Leben: Beziehungen scheitern, Konflikte sind ungelöst, oder wir können die Angst vor bestimmten Aufgaben nicht überwinden. Tief in uns verwurzelte Überzeugungen nehmen uns gefangen: Wir denken, wir seien nicht gut genug, müssten zwangsläufig scheitern oder würden nicht genug geliebt. Wir halten diese Glaubenssätze für die Wahrheit, aber das sind sie nicht. Die Bestseller-Autorin Byron Katie hat mit "The Work" eine einfache Methode entwickelt, mit der wir unsere scheinbaren Wahrheiten hinterfragen und unsere stressigen Glaubenssätze loslassen können.
Ina Rudolph arbeitet seit 17 Jahren als Coach mit "The Work", wobei sie besonders die unmittelbar befreiende Wirkung dieser Methode liebt. Sie konzipierte und gestaltete die Karten zum Üben und immer wieder erneut Anwenden.
Die Box enthält eine ausführliche Anleitung und 39 Karten und 10 zusätzliche freie Karten zum selbst Ausfüllen.
Ina Rudolph wurde an der Hochschule für Schauspielkunst inBerlin ausgebildet und arbeitete viele Jahre für Fernsehen und Kino. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitet sie seit fast 20 Jahren als Coach und Trainerin für "The Work" von Byron Katie. Sie ist Mitglied im Verband für The Work e.V. (vtw) und von diesem als Coach für The Work anerkannt. Sie veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Bücher zu diesem Thema.

LEBE-LIEBE-LACHE: Worin sehen Sie mögliche Ursachen für mangelnde Selbstliebe?

INA RUDOLPH: Das kapitalistische System, in dem wir leben, ist darauf angewiesen, dass wir unsere Bedürfnisse im Aussen befriedigen. Durch Konsum, noch edlere Weine, noch zarteres Fleisch, noch mehr Auswahl bei der Kleidung, Entertainment oder den noch besseren Partner. Wir haben vergessen, dass die tiefste Befriedigung von innen kommt, dass sie nicht woanders erjagt werden kann. Viele Menschen sind heute an dem Punkt, dass sie tatsächlich bemerken können: ich habe materiell so gut wie alles, was ich mir erträumt habe, und bin dennoch nicht zufrieden. Wir haben verlernt, uns selber zu spüren, in uns hineinzuhorchen und selber glücklich zu sein.
Kaum jemand weiß noch, dass wir zum glücklich sein keine Dinge benutzen müssen. Wir erwarten in einer Tour dass Umstände, Dinge, Events oder andere Menschen und glücklich machen sollen. Das brauchen wir nicht. Wir können Frieden, Wohlempfinden und Glück in uns selber finden. Ich nenne es oft: „selbstleuchtend sein“, sich das Licht nicht von anderen borgen.



LEBE-LIEBE-LACHE: Was kann man mit "the Work to go“ Neues über sich erfahren?

INA RUDOLPH: Alle Überzeugungen, die für mich nicht wahr sind, fallen von mir ab. Das, was wirklich zu mir gehört, bleibt oder ich werde es erst entdecken. Mit THE WORK zu arbeiten ist wie Aufräumen, ein Reinigungsprozess. Viele Überzeugungen, nach denen wir heute leben und handeln, haben wir von unseren Eltern, Großeltern, Lehrern und Erziehern übernommen. Und wer weiß, vielleicht haben die es auch schon von irgendjemand anderem übernommen. Wir können diesen Kreislauf durchbrechen und das Leben leben, welches wirklich zu uns passt. Authentisch und frei, aus dem eigenen Herzen heraus. Das ist nahezu mühelos.


Ina Rudolph

Ina Rudolph:
„Schaun wa ma…“. Das heisst soviel wie: Ich muss nicht alles festzurren, ich darf Dinge entstehen lassen und meinem inneren roten Faden folgen. Ich muss nichts tun, was nicht passt, niemandem zum Munde reden und darf meine Pläne wieder ändern.

Ina Rudolph:
Ich sitze gerade im Zug, komme von einer Bekannten, mit der ich einen Tag verbracht habe. Ich habe in ihrem Gästezimmer geschlafen und an ihrem Tisch gefrühstückt. Ich habe, auf ihren ausdrücklichen Wunsch, nicht mit abgeräumt und habe stattdessen meine Tasche gepackt. Mein Bett war mit wunderschöner Bettwäsche bezogen und sie hat die Wohnung im Vornherein von Katzenhaaren gesäubert, da ich eine Katzenhaarallergie habe. Ich habe mich also nach Strich und Faden verwöhnen lassen! Inwiefern ist das jetzt eine Liebestat, wirst du dich vielleicht fragen? Manchmal ist das vollständige Nehmen und Geniessen schon das Geben. Ich muss nicht alle fünf Minuten fragen, ob ich etwas zurück geben kann. Ich bin ihr Gast und sie möchte mir etwas geben. Indem ich das annehme, es genieße, es vollständig auskoste und ihr sage, wie schön das ist, gebe ich ihr schon etwas zurück. Nämlich, dass ihre Mühe bei mir vollständig angekommen ist und ich sie wertschätze. (Und sollte sie mal in meinem Gästezimmer übernachten, freue mich mich, das Gleiche für sie zu tun.)

Ina Rudolph:
Diese Bekannte erzählte mir am Frühstückstisch, dass sie ein glückliches Händchen gehabt hatte. Sie konnte sich vor ein paar Jahren ohne Eigenkapital ein Häuschen kaufen, welches sie gerade zum vielfachen Preis wieder verkaufen konnte. Ich wollte gerade etwas neidisch werden, als mir auffiel, dass ich mit meiner Berliner Wohnung auch viel Glück und sogar auch ein glückliches Händchen gehabt hatte. Ich erzählte ihr das und wir lachten beide schallend. Da Menschen, die mit der Work arbeiten, sehr schnell Beispiele für das freundlichere Gegenteil einfallen, hat Neid, Missgunst, Angst und Sorge bei uns wenig Spielraum.
Ina Rudolph
© Alan Ovanska


LEBE-LIEBE-LACHE: Welche Lebensweisheiten geben Sie an Ihre Tochter weiter?

INA RUDOLPH: Bis jetzt habe ich mit meiner Tochter noch nicht eine einzige Work gemacht. Ich vermute, ich habe ihr mitgegeben, dass man sich vor gefürchteten Ereignissen nicht unnötig stressen muss und dass dies nur passiert, wenn man auf unwahre Gedanken hört. Ich gebe ihr mit, dass es neben den Lösungen, die offensichtlich sind, immer noch viele unsichtbare und unkonventionelle Lösungen gibt, die erst entdeckt werden wollen.
Ich habe sie selbst gefragt und sie hat die oben stehenden beiden Punkte bestätigt und hinzugefügt, dass ich ihr beigebracht habe, wie sie in ihren eigenen Angelegenheiten bleiben kann, bei sich bleiben kann und wie sie, in kritischen Momenten, auch nur von sich spricht und nicht den anderen beschuldigt.

Und sie sagt, sie hätte gelernt, dass stressige Gefühle nicht gleich weg müssen, dass die auch da sein dürfen, gefühlt werden dürfen. Dass sie es auch annehmen kann, dass Situationen sich mal schwer anfühlen oder verfahren aussehen.


LEBE-LIEBE-LACHE: Womit macht man Ihnen eine Freude?

INA RUDOLPH: Mit einem offenen Herzen und ehrlichen, unverstellten Worten.



Direkt zur Homepage von Ina Rudolph: www.inarudolph.de



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