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Was passiert in unserem Gehirn beim Glücksspiel?


Online-Casinos, Sportwettenanbieter, Spielhallen, Glücksspielautomaten, Lotterien und Lottospiele – überall lockt das Glücksspiel. Die Branche boomt. Der Reiz des Menschen am schnellen Gewinn scheint sehr groß zu sein und für die Unternehmen lohnend. Anders lässt sich der Boom kaum erklären. Doch wie wirken Glücksspiele wirklich auf unser Gehirn?

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Glücksspiel löst Glücksgefühle aus

Glück zu empfinden, ist eines der schönsten Gefühle für den Menschen. Glück ist für viele ein erstrebenswertes Ziel. Die Aussicht auf einen schönen Gewinn kann diese Glücksgefühle bereits auslösen. Schon durch die Vorfreude schüttet der Körper Dopamin und Serotonin aus, was eine gehobene Stimmung auslöst. Hat eine bestimmte Verhaltensweise ein direktes Wohlgefühl zur Folge, entstehen Verknüpfungen zwischen Nervenzellen, die sich bei Wiederholung des Verhaltens festigen. Wer spielt und einen Gewinn als Belohnung erhält, verfestigt diese Erfahrung im Gehirn. Menschen neigen dann dazu, das Verhalten zu wiederholen, um erneut die Glücksgefühle zu erleben, wie beispielsweise bei Sportwetten. Sportfans erleben ohnehin schon Glücksgefühle, wenn sie ihrer Lieblingsmannschaft zusehen und diese gewinnt. Diese Glücksgefühle verstärken sich noch, wenn zudem ein persönlicher Gewinn winkt, weil der Spieler auf die richtige Mannschaft, das richtige Ergebnis oder den korrekten Halbzeitstand gewettet hat.


Was sich in diesem Zusammenhang im Gehirn einbrennt

Wenn ein Spieler in einem Online-Casino spielt, hört er bei den verschiedenen Spielen immer wieder bestimmte Sounds, Bildfolgen oder Farbkombinationen. Diese können beim Besuch der Seite auch immer wieder Glücksgefühle auslösen. Denn auch das Gefühl, das beim Besuch der Internetseite entsteht, gräbt sich in das Gehirn ein. Ist das Spielen mit Entspannung verbunden, suchen viele Spieler die Seiten immer wieder auf, um dieses Gefühl der Entspannung wieder und wieder zu erleben. Dieser Prozess hat einen Namen – er nennt sich Konditionierung. Das Gehirn trainiert die Verknüpfung von Umgebungsreizen sowie Glücksspiel.

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Gewinnen erhöht die Ausschüttung der Glückshormone

Im Gewinnfall schüttet das Gehirn noch mehr der glücklich machenden Hormone Dopamin und Serotonin aus. Das wichtigste Hormon dabei ist das Dopamin, das einen „High“-Effekt auslöst. Dieses Hormon spielt bei Lernprozessen eine wesentliche Rolle, da es in engem Zusammenhang mit dem menschlichen Belohnungssystem steht. Der Kick beim Online-Spielen im Casino oder bei Sportwettenanbietern ist demnach auf die erhöhte Ausschüttung des Glückshormons zurückzuführen. Das Gehirn gewöhnt sich sehr schnell an diesen Kick und verlangt mehr davon. Das kann in einigen Fällen eine ausgeprägte Spielsucht zur Folge haben. Schon die Erwartung, etwas zu gewinnen, kann die Hormonausschüttung auslösen und so zu Suchtverhalten führen.


Das Gehirn eines Jugendlichen reagiert stärker auf Glücksspiele

Jugendliche sind für die Ausbildung einer möglichen Sucht anfälliger. Sie sind zum einen wesentlich häufiger und ausgiebiger im Internet aktiv als die meisten Erwachsenen. Außerdem befindet sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung. Die „Kommandozentrale“ – der präfrontale Cortex – regelt die emotionalen Prozesse, reguliert Impulse und ist zuständig für Planung und Priorisierung. Sie entwickelt sich als Letztes. Es kann bis zum Alter von etwa 25 Jahren dauern, bis diese Region vollständig entwickelt ist. Jugendliche sind auf Belohnungen aus, geht aus einem Artikel in der Apotheken-Umschau hervor. Deshalb sind sie auch besonders anfällig für das Spielen und Gewinnen-Wollen. Jugendliche sind aus diesem Grund auch viel impulsiver und denken erst gar nicht über mögliche Konsequenzen ihres Verhaltens nach, so das Resümee des Artikels.


Wenn das Spielverhalten kritisch wird

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Nicht nur jugendliche Gehirne, sondern auch die der Erwachsenen sind anfällig für Suchtverhalten. Wer häufig und regelmäßig spielt, ist dabei stärker gefährdet. Deshalb haben Onlineglücksspiele ein erhöhtes Suchtpotenzial und können eher problematisches Verhalten auslösen.

Denn anders als bei realen Casinohallen ist es im Internet nicht so einfach möglich, einen großen Bogen um das Casino zu machen. Das Internet ist heute mit all den mobilen Möglichkeiten fast allgegenwärtig. Der Zugang ist fast immer und überall möglich. Es genügen ein paar Klicks. Die Hemmschwelle zu spielen, ist bei Weitem nicht so hoch wie beim Betreten eines realen Casinos. Damit einher gehen Verhaltensänderungen, wie ein Bericht der Landesschau Baden-Württemberg im SWR erklärt. Alarmzeichen können beispielsweise sein:


  • Der Betroffene hat immer weniger Zeit für Familie und Freunde.
  • Er verbringt seine Zeit in der Spielhalle oder vor dem Computerspiel.
  • Häufig hat er Geldsorgen, muss sich Geld leihen.
  • Spielsüchtige lügen sehr oft, um ihr Problem zu vertuschen.
  • Ist es nicht möglich, zu spielen, werden die Betroffenen nervös, angespannt, gereizt und teilweise sogar aggressiv.

Einige Verhaltenstipps für das Online-Glücksspiel – damit es ein Vergnügen bleibt

Generell sollten Minderjährige nicht an Glücksspielen teilnehmen. Sie sind besonders gefährdet und laut Jugendschutzgesetz ist das Glücksspiel erst ab 18 Jahren erlaubt. Bevor es tatsächlich ans Spielen geht, sollten sich die Spieler klare Regeln setzen, wie beispielsweise nur eine festgelegte Summe zu verspielen oder eine maximale Dauer oder Häufigkeit. Wer sich an diese Regeln konsequent hält, läuft nicht so leicht Gefahr, süchtig zu werden.

Wichtig ist auch, sich Spielregeln sowie das Kleingedruckte durchzulesen. So können weder Missverständnisse noch unvollständige Informationen zu geringeren Gewinnen oder höheren Verlusten führen. Viele Anbieter locken Kunden mit Bonus-Zahlungen, die meistens jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen erhältlich sind. Beispielsweise sind sie an eine gewisse Einzahlung oder an ein bestimmtes Spiel gebunden.

Wer merkt, dass er die selbst gesetzten Regeln ständig verändert oder mehr und mehr die Kontrolle über das Spielverhalten verliert, sollte sich nicht schämen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich schon erste Anzeichen von Suchtverhalten zeigen, wie weiter oben ausgeführt.

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