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Mit Balance zur wahren Berufung



von Tanja Seehofer

Wir verbringen rund ein Drittel unserer Lebenszeit im Beruf, manchmal sogar mehr. Grund genug, zu hinterfragen, ob der Job nur dazu dient, Geld zu verdienen, oder ob er dazu beiträgt, sich erfüllt und glücklich zu füllen. Idealerweise sollte man in jedem Beruf die eigenen Talente und Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Um herauszufinden, wohin der eigene Pfad führt und was man tief im Herzen eigentlich möchte, gilt es, sich einiger Fragestellungen bewusst zu werden:

Mit Balance zur wahren Berufung
© flaxeco/unsplash


Fehlendes Selbstvertrauen oder blockierende Ängste können uns daran hindern, den für uns idealen Beruf zu finden und auszuüben. Manchmal sind es auch die Erwartungen von Eltern oder Mitmenschen, die wir nur deshalb erfüllen, damit wir uns geliebt und akzeptiert fühlen können. Wenn wir uns aus diesem Schleier, oder Hamsterrad nicht hinauswagen, dann leben wir, um zu arbeiten, anstatt zu arbeiten, um ein erfülltes Leben zu gestalten.

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Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt,
die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv sich anzustrengen.
(Erich Fromm)

Damit wird klar: Wenn du immer nur dasselbe machst, was du bisher in deinem Leben getan hast, wirst du immer der bleiben, der du heute bist. Wenn du aber große Dinge in deinem Leben erreichen willst, dir deine Träume und Wünsche erfüllen willst, ja, dann musst du auch Wege gehen, die du noch nie in deinem Leben gegangen bist. Das erfordert nicht nur Mut, sondern auch die Fähigkeit, die eigenen Talente zu entdecken, zu erkennen und selbstbewusst einzusetzen.


Jeder Mensch ist einzigartig!

Jeder von uns ist einzigartig und mit besonderen Stärken, Talenten und Fähigkeiten ausgestattet. Dieser Einzigartigkeit müssen wir uns bewusst werden. Wir müssen lernen, sie wertzuschätzen und sie auch im positiven Sinne zu vermarkten. Denn schließlich soll unsere Berufung uns auch Geld einbringen, damit wir uns ernähren und unsere Bedürfnisse erfüllen können.

Folgende Fragen können uns auf der Suche nach unserer wahren Berufung weiterbringen:


Übung:

Um mehr über sich selbst herauszufinden, ist es hilfreich, Eltern, Freunde oder den Partner nach 5-10 Stärken bzw. Charaktereigenschaften, Fähigkeiten und Talenten zu befragen. Aus den genannten Eigenschaften filtert man 5 Hauptstärken heraus. Diese 5 Stärken verbindet man zu einem Satz.

Beispiel:

5 Stärken: erfolgreich, Persönlichkeit, Yoga, herzlich, liebevoll

Ausformulierter Satz: Ich bin eine erfolgreiche Yogalehrerin, die mit ihrer herzlichen Persönlichkeit liebevolle Gruppen leitet.

Lebe dein volles Potenzial!

Wir Menschen nutzen maximal 10 Prozent unseres Potenzials. Das heißt, unglaubliche 90 Prozent liegen völlig brach und im Stillen. Selbst der geniale Albert Einstein nutzte sein Gehirn nur zu 16 Prozent, was Messungen nach seinem Tod zeigten. Haben wir unsere Stärken erkannt, können wir unser Selbstwertgefühl stärken und unser persönliches Potenzial ausdehnen.

Yoga für den inneren Frieden In Harmonie mit den eigenen Gefühlen leben
Tanja Seehofer (Autor)
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Fragen, die wir uns für die Entfaltung unseres Potenzials stellen können:


Konsequentes und diszipliniertes Arbeiten, eine positive Lebenseinstellung sowie klare, realistische Ziele sind drei wesentliche Säulen des Erfolgs. Doch selbst wenn diese Basis gelegt und die eigenen Talente schon bestmöglich zum Einsatz gebracht werden, kann es schwierig sein, eine gesunde Balance zwischen Familie/Beruf, Erfolg/Genuss sowie Aktivität/Ruhe zu schaffen.

Oft geben wir dem Gefühl von Mangel und Begrenzungen sowie der Sehnsucht nach etwas anderem zu viel Raum. Dadurch erzeugen wir Stress. Auch Stress im Job erschaffen wir oft unbewusst selbst. Wir werden zum Opfer, wenn der Chef nicht so ist, wie wir ihn gerne hätten, wir schimpfen über zu wenig Gehalt und verschwenden unsere Energie mit Jammern über die Arbeitssituation. So geben wir die Macht aus der Hand, etwas zu verändern. Dabei könnten wir uns mit derselben Energie einen idealen Arbeitsplatz zur Selbstverwirklichung schaffen, Leichtigkeit und Freude bei der Arbeit empfinden und uns von Blockaden und Ängsten lösen, um unserem inneren Ruf (steckt im Wort Be-RUF-ung!) zu folgen.


Schritte, auf dem Weg zur eigenen Berufung:


Auf der Verstandesebene gilt es, sich bewusst zu machen: Stimmt das wirklich, was ich da gerade denke? Welche Sorgen und Ängste stecken hinter meinen Gedanken? Möchten wir unserer Berufung tatsächlich auf die Spur kommen, müssen wir nicht nur den Verstand befragen, sondern Zugang zu unserer inneren Quelle finden. Wir können die Augen schließen, in unser Inneres hineinspüren und beobachten, welche Impulse dabei hochkommen.


Unterstützende Fragestellungen:


Falls die Impulse nicht gleich an die Oberfläche treten wollen, kann es daran liegen, dass wir zu sehr im Verstandesdenken verankert sind. Es braucht einfach Geduld und Training, bis die Antworten mehr aus dem Inneren kommen. Auch Blockaden und Ängste wollen keinesfalls ignoriert und weggeschoben, sondern angeschaut und gefühlt werden. Eine hilfreiche Affirmation kann folgender Satz sein: Mit dem Bewusstsein, dass ich Angst habe, mache ich es trotzdem!


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Tanja Seehofer (Autor)
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Übung:

Wie stark ist dein Wunsch ein bestimmtes Ziel herbeizuführen?

Wo stehst du gerade auf einer Skala von 1 (am schwächsten) bis 10 (am stärksten)?

Z.B. auf 6: Warum stehst du noch nicht auf 10? Was wäre bei 10 anders? – Spüre hinein!

Gehe zurück: Wie fühlt sich dein Ziel bei einem schwächer ausgeprägten Wunsch (2, 3 oder 4) an? – Spüre wieder hinein!

Was braucht es noch, um den nächsten Schritt zu gehen? Was sind deine Gefühle und Gedanken dabei?

Möchte man im Traumjob ankommen, gilt es das persönliche Gleichgewicht zu finden. Nur so kann die Energie fließen, mit der wir unser wahres Potenzial erkennen. Glück, Erfolg und Zufriedenheit definieren sich für jeden Menschen anders. Wir sind allerdings alle Meister darin Negatives zu erschaffen. Deshalb sind wir auch ebenso gut darin, das Geniale zu erschaffen. Wir müssen es nur tun und unsere Energie für Veränderungen ins Positive zum Einsatz bringen. Wir leben unsere Berufung, wenn wir in Balance sind: Nicht nur denken, sondern auch fühlen, weniger kontrollieren, mehr vertrauen, Antworten und Lösungen nicht nur im Außen suchen, sondern auch in unserem Inneren.

Viel Spaß!


Tanja Seehofer
© www.tanjaseehofer.de
Tanja Seehofer
ist Bewusstseinsforscherin, Dipl. Intuitions- Mental- und Wingwavecoach (u.a. Traumatherapie), Entspannungstherapeut mit dem Fokus Stressmanagement und Humanenergetik.

Sie unterrichtet Yogaklassen, Retreats, Workshops sowie Weiterbildungen im In- und Ausland und ist erfolgreiche Autorin der Bücher "Yin Yoga des Herzens" und "Yoga gegen Burnout - gelassen und selbstsicher im Stress".
Ihr Buch " Yoga für den inneren Frieden"  ist seit  Frühjahr 2017 im Handel erhältlich.

„Wie heilsam und schön ist es doch im Leben, sich selbst zu begegnen …“ Was genau damit gemeint ist, lernte sie auf sehr unsanfte Weise kennen. Nach einem tiefen Burnout und einer schweren Depression erfuhr sie auf ihrem Weg zur Heilung wie sehr Yoga - vor allem Yin Yoga und Vipassana Meditation - den Weg zur Gesundung beeinflussen. Sie kündigte nach 19 Jahren ihren Job als Casterin bei einer sehr bekannten Filmproduktion München und widmete sich ganz dem Yoga mit Schwerpunkt YIN YOGA, Yoga Nidra, Burnout-Prävention, Meditation und Stressmanagement. Tanja ist Ausbilderin im Fachbereich „Restoratives Yoga und Yoga Nidra“ und leitet Yin Yoga Teacher Trainings in Deutschland, Österreich, Schweiz. Ebenso wirkt sie als Yogacoach bei Filmproduktionen mit.

Direkt zur Homepage von Tanja Seehofer:  www.tanjaseehofer.de
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