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Fragen zum Jahresrückblick 2017: Maria von Blumencron


Wieso, weshalb, warum? Wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem wir alle viel erlebt haben. Aber nehmen wir aus unseren Erfahrungen und Erlebnissen auch etwas mit?

Zum Jahresrückblick 2017 haben wir Fragen zusammengestellt, in denen sich unsere LEBE-LIEBE-LACHE Autoren und ausgesuchte InterviewpartnerInnen mit dem vergangenen Jahr auseinandersetzen. Und vielleicht lassen auch Sie sich zu Ihrem ganz persönlichen Rückblick inspirieren!

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Am 23. Oktober 1965 zeichnete Queen Elisabeth II. die Beatles mit dem MBE-Orden aus. Zwei Wochen später kam Maria von Blumencron zur Welt. In dem Jahr also, als die ‚love revolution’ ausbrach. Kein Wunder, dass sie mit 18 Jahren barfuss und ohne Geld auf unbestimmte Zeit nach Indien aufbrach ...

Am Konservatorium der Stadt Wien absolvierte sie später eine Schauspielausbildung und arbeitete zwölf Jahre lang an verschiedenen Bühnen und in Fernsehserien.

Portrait Maria Blumencron
© Maria Blumencron
Das Schicksal der tibetischen Flüchtlingskinder, die in den 80-er und 90-er Jahren zu Tausenden von ihren Eltern über den Himalaya zum Dalai Lama nach Indien geschickt worden waren, brachte Maria Blumencron hinter die Kamera.
Heute ist sie Autorin, Filmemacherin, Multivisionsreferentin und Gründerin der Hilfsorganisation Shelter108 e.V..

Maria von Blumencron ist Mutter eines Sohnes und Patenmutter von sechs tibetischen ‚Kindern’, deren Flucht sie vor siebzehn Jahren für das ZDF dokumentierte.

Ihre lebenslange Suche nach der eigenen Mutter, die während ihrer frühen Kindheit für immer verschwand, wurde schließlich zur Suche nach dem weiblich-göttlichen Aspekt in uns allen. In ihrer neuesten Arbeiten beschäftigt sie sich mit der Jesusbewegung und der Bedeutung Maria Magdalenas darin – so auch in ihrer letzten Dokumentation ‚Jesus und die verschwundenen Frauen’.

Maria von Blumencrons fiktionalisierte Lebensgeschichte ‚Am Ende der Welt ist immer ein Anfang’ ist nun ein humorvoller Appell, den Quantensprung in ein ‚neues Bewusstsein’ zu wagen.


1. Gab es während des Jahres 2017 ein erstes Mal in Ihrem Leben? Haben Sie etwas das erste Mal gemacht, waren Sie an einem neuen Ort, …?

Ich habe diesen Sommer in Südfrankreich eine Höhle gefunden, nach der ich schon mehrere Jahre gesucht hatte: Im ‚Land der Marie Madeleine’ ...

Eine mittelalterliche Legende erzählt, dass Maria Magdalena nach dem Ostergeschehen zusammen mit ihren engsten Vertrauten in einem ruderlosen Boot ausgesetzt wurde, das der Wind über das stürmische Mittelmeer an die Südküste Frankreichs trieb. Dort habe sie die Lehre Jesu verkündet und schließlich dreißig Jahre lang in einer Grotte gelebt – nur von himmlischer Nahrung gespeist. Und so wurde die Grotte von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume im Süden der Provence zu einem der wichtigsten Orte der Maria-Magdalenen-Verehrung.

Ob sie tatsächlich dort gelebt hat, kann niemand mit Bestimmtheit sagen. Doch heute scheint sie ‚da’ zu sein. Denn über die Jahrhunderte haben die vielen Gebete der Pilger und Pilgerrinnen ein ‚Feld’ erschaffen, in dem für viele Menschen die Anwesenheit einer höheren Wesenheit spürbar ist. Dies ist das Mysterium Heiliger Orte: Sie sind wie ein Aufzug in den Himmel. Denn sie haben das Talent, uns mit der Unendlichkeit in Verbindung zu bringen.

Die Grotte der Marie Madeleine ist wirklich beeindruckend, doch natürlich auch stark vom Einfluss der Katholischen Kirche geprägt, die aus der wichtigsten Jesus-Jüngerin eine reuige Sünderin machte ...

Ich wusste aber, dass es irgendwo in diesem Bergmassiv noch eine andere Höhle geben musste, in der es leichter sein würde, mit ihrer Essenz in Verbindung zu gehen.

Nach zweitägigen Suchen habe ich sie endlich gefunden: Geschützt vor den Blicken der Wanderer liegt sie im ‚Wald der Duiden’ versteckt hinter einem riesigen Felsen. Dieser naturgegebene ‚Schleier’ hat seinen tieferen Sinn. Denn der Eingang der Höhle sieht aus wie das riesige Geschlecht einer Frau.

Durch den engen, glitschigen Tunnel rutschte ich abwärts, bis ich an seinem Ende an einen kleinen Natur-Altar stieß, auf dem schon andere ‚HöhlenforscherInnen’ Blumen, Kerzen, Kristalle und Briefe hinterlassen hatten.

Als ich nach einem kleinen Gebet wieder zurück an die Erdoberfläche robben wollte, entdeckte ich plötzlich durch eine Felsöffnung den ‚Uterus’ dieses bemerkenswerten Naturschauspiels. Und das drei Meter unter mir! Doch auch für diesen Abstieg hatte die Natur mit den nötigen Tritten und Griffen gesorgt, sodass ich mich wenige Minuten später im ‚Bauch der Erde’ wiederfand. Ich blieb in dieser absoluten Stille und Dunkelheit ... und lauschte der Botschaft der Erde ... Bis es Zeit war, wieder ans Licht, ins Tagesbewusstsein, ins ‚normale’ Leben zurück zu kehren.

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang
Maria von Blumencron (Autor)
Am Ende der Welt ist immer ein Anfang
2017 Indien; Feministin; Aussteigerin; Köln; Selbsterfahrung; Sachgruppe(n) 830 Deutsche Literatur; B Belletristik Broschur 21 cm [Bielefeld] 357 Seiten [Neuwertig und ungelesen, als Geschenk geeignet 830 Deutsche Literatur ]



2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse haben Sie sich angeeignet, die Sie vor einem Jahr noch nicht hatten?

Bei den Lesungen meines neuen Buches wollte ich gerne etwas Tieferes vermitteln als nur meine Geschichten und Abenteuer. Denn die Essenz unseres Lebens liegt nicht in den Komödien und Dramen, die wir lachend, liebend und leidend durchleben ... sondern zwischen den Zeilen unserer Lebensgeschichten.

Ich suchte also nach einem Weg, mich und meine Zuschauer aus unserem engen Verstand in ein erweitertes Bewusstsein zu führen, ohne an der Kasse Hasch-Kekse verteilen zu müssen. In Frankreich hatte ich bereits begonnen, mich mit der Wirkung ätherischer Öle zu beschäftigen. Dieses Wissen habe ich vertieft und bin dabei auf 12 Öle gestoßen, die bereits in der Bibel erwähnt werden. Was ist die Wirkung dieser biblischen Öle? Was machen sie mit unserem Bewusstsein? ... Damit habe ich mich in diesem Jahr beschäftigt.

Und wenn ich nun eine Lesung gebe, setze ich meine ZuschauerInnen mit Hilfe von Duft-Diffusern ‚unter Droge’, um die weiteste Reise der Menschheitsgeschichte zu wagen: Den Sprung in unser inneres Himmelreich... In dem wir ALLE im Grunde unseres Seins EINS sind.


3. Welche Erlebnisse im Jahr 2017 zählen zu den drei schönsten?

Meine Rückkehr nach Köln nach meiner großen ‚Auszeit’ in Indien, Brasilien und Frankreich ... mit einem klapprigen französischen Auto, das exakt bei meiner Ankunft auseinander brach. ...

Ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein. Vor allem: Bei meinem Sohn.

Das wichtigste Erlebnis in diesem Jahr war die Versöhnung zwischen meiner Stiefmutter und mir. Wir hatten seit über 15 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt. In meinem Buch habe ich versucht, unser schwieriges Verhältnis mit einem liebenden Herzen aufzuarbeiten. Offenbar ist dies gelungen .Ich bin sehr dankbar.

Mein drittes schönstes Ereignis war eine sehr Veranstaltung in Hannover, wo ich zusammen mit Musikern ein ätherisches Klang-Duftölkonzert gab und es plötzlich keine Trennung zwischen Publikum und den Künstlern mehr gab ...


4. Gibt es ein Ereignis, das Ihr Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

Kriege sind Spiegel unserer inneren Zwiste und Urteile. Die bedrohliche Umweltverschmutzung ist Spiegel unserer mentalen Verschmutzung. Katastrophen, Anschläge, Krawalle ... all das wird von unserem kollektiven Bewusstseins erschaffen.

Ich versuche also möglichst kein Weltbild zu haben. Sondern in meiner inneren Welt aufzuräumen. Sonst starren wir paralysiert auf die immer turbulenter erscheinenden Ereignisse, anstatt den Blick nach innen zu richten und uns zu fragen: Was hat das alles mit mir zu tun? Friede, Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit beginnen in jedem Einzelnen von uns.

Wir sind das, was wir sehen.


5. Welche Person haben Sie kennengelernt, die Ihr Leben besonders bereichert (hat)?

Ich hatte vor einigen Wochen das Gefühl: Mir ist alles zuviel, ich kann nicht mehr, ich habe zu viele Projekte, zu viele Baustellen, wie soll ein Mensch all das alleine bewältigen?

Da stand nach einer Lesung in Köln plötzlich ein Typ vor mir, der meinte:

‚Hey, das ist cool, was du machst, wo ist dein nächster Auftritt?’

Vermutlich stand er schwer unter der oben beschriebenen Duftöl-Droge. Wie auch immer. Seit diesem Moment ist er kaum mehr von meiner Seite gewichen er Teil meines Lebens und kümmert sich um alle meine unfertigen Baustellen, Projekte und Visionen. Im Januar fliegen wir nach Ecuador, um einen Film über die Botschaft der Erde an uns Menschen zu drehen.


6. Was hätten Sie nicht geglaubt, wenn Ihnen jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

Dass ich nach Deutschland zurückkehre. Ich war innerlich fertig mit der Geisteskrankheit unseres Systems, das uns Menschen in Dauertrab hält.

Ich war fertig mit einer Welt, die von Geld und Macht regiert wird. Ich wollte mein Leben lieber in Goa in einem Hippie-Musical weiter spielen.

Doch schließlich trieb mich das Heimweh zurück. Vor allem zu meinem Sohn.


7. Gibt es einen besonderen Geruch, ein außergewöhnliches Geräusch oder einen Geschmack, den Sie wahrgenommen haben?

Galbanum ... eines der 12 Bibelöle. Soll auch das Lieblingsöl von Moses gewesen sein 

Ein ganz neues Geschmackserlebnis: Vegetarische Vietnamesische Sommerrollen mit Erdnuß-Dip.


8. Wer oder was war für Sie die größte Überraschung?

Mein Sohn hat sich während meines ‚Totalaustritts aus der Europäischen Union’ zum Klassenbesten hochgearbeitet. Er hatte den Druck seiner ehrgeizigen Mutter nicht mehr im Rücken. Das hat ihn offenbar motiviert.


9. Wer oder was hat Sie herzlich zum Lachen gebracht? Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht?

Bei jeder Französischen Komödie. Ganz im Ernst: Die Deutschen können gut ‚Tatort’. Wenn es um Komödien geht, sind die Franzosen einfach viel besser. Beim Super-Hypochonder mit Danny Boon lag ich vor Lachen unter der Couch.


10. Was würden Sie so nicht mehr machen?

Vor einem Radio-Interview Codein gegen Hustenanfälle schlucken. Der Husten war weg. Ich aber auch. Ich hing kotzend im Parkplatzgestrüpp vor dem Studio.

Maria Blumencron 2017 lachend
© Maria Blumencron


11. Welches Buch, welche Lektüre, welches Werk hat Sie am meisten beeindruckt?

Ein Kurs im Wundern. Das Buch der Bücher. Auf 1320 Seiten beschreibt es das, was in allen anderen Büchern dieser Welt nur zwischen den Zeilen steht.


12. Was hat sich zum Positiven gewendet?

Meine Essgewohnheiten. Ich esse nur noch vom Hunger motiviert und nicht getrieben vom  Frust. Auch habe ich gelernt, mich von Musik, von Düften und dem Anblick der Natur zu ernähren.


13. Was haben Sie geschafft, auf welche Leistung sind Sie stolz?

Ich habe das Buch meines Lebens fertig geschrieben. Es ist zwar kein Bestseller geworden, aber es hat mir die Versöhnung mit meiner Familie geschenkt.


14. Welches ungewöhnliche Kompliment haben Sie erhalten?

Dass ich aussehe wie 20 ... Der unbekannte Kavalier hatte aber an diesem Tag seine Brille verlegt.


15. Wofür sind Sie besonders dankbar?

Ich bin nach meiner Rückkehr nach Deutschland in ein neun Quadratmeter großes WG-Zimmer gezogen. Zwei Freunde haben mir ein Hochbett gebaut. Jetzt habe ich 13 Quadratmeter!!! Ich glaube, ich werde die beiden morgen mal zu Vietnamesischen Sommerrollen einladen. Vegetarisch natürlich.


16. Was ist Ihnen wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

Mir ist bewusst geworden, wie wichtig mir (nebst meinem Kind) meine Freunde sind. Und wie sehr ich Köln liebe. Schon von weitem sind die zwei Domspitzen zu sehen. Egal über welche Autobahn man kommt, man landet immer automatisch im Zentrum.


17. Ist Ihnen in diesem Jahr ein "Wunder" begegnet?

Im Frühjahr haben mein Französischer Freund und ich einen Garten ganz im Süden an den Ausläufern der Pyrenäen angelegt. Dabei war die Quelle auf diesem Grundstück versiegt, und das Flüsschen lief an unserem Dorf unterirdisch vorbei. Ein ziemlich unsinniges Unternehmen also. Aber mein Freund war voller Vertrauen, es würde sich schon das nötige Wasser für diesen Garten finden. Stundenlang hockten wir vor der versiegten Quelle, trommelten, sangen Mantren und machten Schamanische Rauchrituale. Die Quelle blieb stumm. Also machten wir uns auf die Suche nach dem Ursprung des unterirdischen Flusses. Auch ohne Ergebnis. Da kamen wir auf die Idee, in das verwilderte Grundstück des Nachbarn einzusteigen und fanden tatsächlich ... einen verlassenen Brunnen! Wenn ich nun nach Frankreich zu Besuch fahre, bekomme ich Kartoffeln, Tomaten und Bohnen aus dem Garten serviert.


Direkt zur Homepage von Maria von Blumencron: www.maria-von-blumencron.de
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