Fragen zum Jahresrückblick 2017: Bruno Schulz



Wieso, weshalb, warum? Wieder geht ein Jahr zu Ende, in dem wir alle viel erlebt haben. Aber nehmen wir aus unseren Erfahrungen und Erlebnissen auch etwas mit?


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Zum Jahresrückblick 2017 haben wir Fragen zusammengestellt, in denen sich unsere LEBE-LIEBE-LACHE Autoren und ausgesuchte InterviewpartnerInnen mit dem vergangenen Jahr auseinandersetzen. Und vielleicht lassen auch Sie sich zu Ihrem ganz persönlichen Rückblick inspirieren!


Bruno Schulz
ist zweiundfünfzig Jahre alt und Vater eines Sohnes. Er hat Innenarchitektur studiert und einiges Geisteswissenschaftliche. Nach einigen Stationen in Deutschland, Europa, in Asien und in Afrika arbeitet er als Designer, Texter und Moderator. Mit seiner Agentur schulzundtebbe (www.schulzundtebbe.de) entwickelt und pflegt er Marken. Er liebt und lebt das Storytelling und schreibt immer und leidenschaftlich. Essays, Short Stories, Reiseberichte, dies und das. Oft geht es dabei um die Liebe, das Leben, Genuß und Kultur. Und um Frauen, natürlich.

Bruno Schulz
© Bruno Schulz




1. Gab es während des Jahres 2017 ein erstes Mal in Ihrem Leben?

Haben Sie etwas das erste Mal gemacht, waren Sie an einem neuen Ort, …? Die Frage ist für mich interessanter, als sie auf den ersten Blick scheinen mag. Nein, ich bin im Jahr 2017 mit keiner Rakete geflogen, nicht mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug gesprungen und schon gar nicht ohne. Ich habe keinen Achttausender bestiegen und auch nicht zu Fuß Wüsten durchquert. Wenn ich aber bereit bin, den Blick vom scheinbar Spektakulären auf das nur scheinbar Wenige zu richten, das Wertvolle im Kleinen finden zu wollen, erkenne ich, dass ich ganz viele wunderbare Dinge zum allerersten Mal getan habe. Ich habe mit vielen, für mich neuen Menschen zum allerersten Mal gesprochen und ihnen zugehört. ich habe meine Bassetthündin Wilma kennengelernt, neue Themen entdeckt, die ich beschreiben, fotografieren und illustrieren mochte und so viel mehr. Und in meiner Fantasie war ich an vielen neuen Orten. Mal sehen, was daraus wird.


2. Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Kenntnisse haben Sie sich angeeignet, die Sie vor einem Jahr noch nicht hatten?

Ich kann noch immer nicht heilen durch Handauflegen, Pech in Gold verwandeln oder wie einst Franz von Assisi mit den Tieren sprechen. Aber ich versuche besser zu werden. Von Tag zu Tag. In ganz vielen Disziplinen. Das ist mein Anspruch an mich selbst. Es ist eher ein Weg der kleinen Schritte. Aber das auf breiter Fläche.


3. Welche Erlebnisse im Jahr 2017 zählen zu den drei schönsten?

Es sind Hunderte. Jeder Tag, den ich neben meiner wunderschönen, geistreichen und empathischen Frau aufwachen darf. Jeder Tag, an dem ich schon wieder tun muss, was ich will. Jeder Tag, an dem ich schreiben darf, was mich bewegt. Und da sind noch die vielen, zaubervollen Kleinigkeiten, der Wind, die Blüte, der Schneefall, Sonnenschein, Wolkenfetzen, die über den Himmel jagen, Essen, Trinken, Lachen, Lieben …


4. Gibt es ein Ereignis, das Ihr Weltbild verändert oder nachhaltig geprägt hat?

 Jedes Ereignis, jedes Gespräch, jedes Buch, jeder Kontakt verändert mein Weltbild. Unaufhörlich.


5. Welche Person haben Sie kennengelernt, die Ihr Leben besonders bereichert (hat)?

Es mag merkwürdig klingen, aber im letzten Jahr habe ich vor allem viele neue Dinge an mir selbst kennengelernt, die mich tatsächlich ständig bereichern. Der Schlüssel dazu ist meine unendliche Neugier. Und natürlich passiert mir auch viel Unsinn. Aber ich versuche mich zu bessern, Tag für Tag.


6. Was hätten Sie nicht geglaubt, wenn Ihnen jemand das vor einem Jahr vorausgesagt hätte?

Dass ich mein Büro in meinem neuen LOFT mit einer Bassetthündin teilen würde. Und dass ich meine Momentaufnahmen noch immer nicht veröffentlicht habe.


7. Gibt es einen besonderen Geruch, ein außergewöhnliches Geräusch oder einen

Geschmack, den Sie wahrgenommen haben?

Nun, ich versuche meine Sinne nachzuschärfen. Dinge immer wieder neu zu entdecken, zu bewerten, zu überprüfen. Jahr für Jahr, Monat für Monat, Woche für Woche und Tag für Tag: sehen, hören, schmecken, spüren, riechen … es ist wunderbar. In diesem Jahr habe ich glücklicherweise den weißen Trüffel wieder ganz neu für mich aufgetan. Auf gebutterten, hausgemachten Tagliatelle. Dazu ein Glas Champagner. Leben ist schön. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.


8. Wer oder was war für Sie die größte Überraschung?

Es ist wohl eher die Summe der Überraschungen, die mich begeistert. Immer wieder. Meine Familie mit Hund, meine Freunde, meine Agentur, meine Leser, die vielen wundervollen Menschen, mit denen ich in Kontakt stehe.


9. Wer oder was hat Sie herzlich zum Lachen gebracht?

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig gelacht? Ich lache viel, an jedem Tag. Ich kann mich an vielen Dingen herzhaft freuen.


10. Was würden Sie so nicht mehr machen?

Ich muss aufhören, Dinge aufzuschieben. Dämon Prokastination. Ich spüre seit diesem Jahr erstmalig ein bisschen was von Endlichkeit. Und es gibt so viele Sachen, die ich noch anfassen mag.


11. Welches Buch, welche Lektüre, welches Werk hat Sie am meisten beeindruckt?

Im letzten Jahr? Ich war kürzlich auf einer Lesung meines Facebookfreundes Stevan Paul, der im Hamburger Kochkontor sein neues Japankochbuch vorstellte. Darin gibt es eine Menge Anekdoten, die Stevan hervorragend vorzutragen weiß. Das ganze wurde auch noch in Auszügen kulinarisch flankiert. In Summe wurde das Werk mit Darbietung zu einem großartigen Erlebnis. Mir fallen da aber noch zwei oder drei andere ein. Oder vier. Ich bin ein Konsummonster, was Lektüre angeht und es fällt mir unglaublich schwer, mich an einzelnen Stecken hochzuziehen. Da habe ich tatsächlich eine fulminante Konzentrationsschwäche.


12. Was hat sich zum Positiven gewendet?

Es hat sich nichts gewendet, aber entwickelt.


13. Was haben Sie geschafft, auf welche Leistung sind Sie stolz?

Mein Stolz gilt eher der Kontinuität, der Stetigkeit von Entwicklung, als punktuellen Besonderheiten. Ich freue mich, dass es (noch) immer weiter geht.


14. Welches ungewöhnliche Kompliment haben Sie erhalten?

In diesem Punkt muss ich wohl künftig aufmerksamer zuhören.


15. Wofür sind Sie besonders dankbar?

Ich bin dankbar für meine ganz privaten Erkenntnisse zur Demut.


16. Was ist Ihnen wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?

 Ich habe in den letzten Jahren einige Menschen verloren, die mir wichtig waren. Im Nachhinein hatte ich immer das Gefühl, ich habe ihnen zu wenig zugehört. Auch wenn es nicht unbedingt so gewesen sein mag. Das Zuhören ist mir heute wichtiger als je zuvor.


17. Ist Ihnen in diesem Jahr ein "Wunder" begegnet?

Ich empfinde es jeden Tag als Wunder, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich für meine Gedanken interessieren und für das, was ich schreibe. Immer noch und immer wieder. Und die Liebe meiner Frau. Tag für Tag.
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