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Der Weg zur inneren Mitte


Die meisten Menschen in unserer heutigen westlichen Gesellschaft haben bereits seit längerem das Gefühl, dass die Zeit sehr schnelllebig geworden ist, und dass sie sich getrieben und gehetzt fühlen. Und so begeben sie sich auf die Suche nach mehr Ruhe und einer Rückzugsmöglichkeit, um, wie sie es nennen, ihre „Batterien“ wieder aufzuladen. Ich nenne es gerne „wieder zu Sinnen zu kommen und bei SICH zu sein – oder auch einfach ‚zu Sein’“.

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Die Gefahr bei dieser Suche besteht häufig, dass sie entweder gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen, sprich sie wissen nicht, was oder welcher Zustand sie wieder zur Ruhe kommen lässt, oder sie suchen so verbissen, so verkrampft nach etwas, dass sie sich dabei „verzetteln“ und hinterher wieder das Gefühl des „getrieben seins“ bekommen, so dass sie wieder von vorne beginnen müssen.

von René Hug


René Hug sitzend
© www.reneyoga.ch
Falls du gerade unterwegs bist, während du diesen Artikel liest, dann schau doch mal hoch und sieh dich um: wie viele der Menschen, die du gerade siehst halten ein Smartphone in Händen, oder schauen auf ihren Laptop?

Wie viele tun dies auch noch während jemand Anderes bei ihnen sitzt? Mal abgesehen davon, dass ich persönlich dies als eine der unhöflichsten Gesten unserer heutigen Zeit empfinde!

Es wird ge-chattet, ge-surft und ge-downloaded ‚auf Teufel komm raus’ und man hat dabei auch noch das Gefühl, dass man gerade besonders effizient mit seiner Zeit umgeht, da man ja später zuhause all diese Dinge nicht mehr machen muss.

 Aber ist das wirklich so? Gehe ich gerade wirklich effizient mit meiner Zeit um, oder lasse ich mich nicht eher von diesem unbestimmten Gefühl des „nichts verpassen zu wollen“ hetzen!? Merken wir nicht, dass wir nur abgelenkt und unterhalten werden sollen, um so möglichst von dem, was um uns herum vor sich geht abgelenkt zu werden!?

Merken wir nicht, wie unser Geist mit dieser tagtäglichen Reizüberflutung überlastet wird und man uns dadurch lenken und steuern will, sei dies nun um unser Kaufverhalten zu beeinflussen oder unsere eigene Meinungsbildung über etwas zu erschweren und zu beeinflussen. Wie oft haben wir bei all dem dann das Gefühl, dass die Zeit nur so dahin fliegt und wir uns öfter fragen, wo sie nur geblieben ist?! Wir fühlen uns gehetzt und getrieben und am Ende des Tages fallen wir erschöpft auf unsere Couch und... ja, lassen uns wieder berieseln und ablenken, diesmal vom Fernsehapparat.

Zusätzlich zu dieser mentalen Erschöpfung, die da künstlich produziert wird kommt bei den meisten Menschen dann noch die körperliche Verausgabung dazu. Die neuesten Sporttrends werden ausprobiert, täglich geht man joggen – oftmals bis an die Grenze des täglich möglichen –, im Fitnessstudio werden Gewichte gestemmt und dann dabei auch gleich noch verglichen, wie viel Kilo und Wiederholungen mein „persönlicher“ Konkurrent, den ich mir ausgesucht habe, geschafft hat. Statt auf die innere Stimme des Körpers zu hören, die uns doch genau sagen kann was und wie viel uns gut tut, messen wir uns bewusst oder unbewusst sehr oft an der Leistungsfähigkeit der Anderen. So wurde uns das von klein auf beigebracht und wir haben es bis heute nie hinterfragt.

Und so sind wir ständig auf der Suche, ständig auf der Jagd nach Dingen, die uns als wichtig oder erstrebenswert erscheinen. Schnell sind wir von etwas oder jemanden begeistert ohne zu merken, dass all dies schon einmal da war, dass viele Dinge gar nicht so neu sind, sondern nur in einer neuen „Verpackung“ daher kommen.

Als Menschen der sogenannten westlichen Welt sind die meisten von uns gerade dabei völlig die Bodenhaftung zu verlieren – jeglichen Sinn dafür, was wirklich wichtig im Leben sein sollte.

Ist es denn wirklich schon soweit? Haben die meisten von uns die eigene Verbindung zu ihrem Inneren und zur Erde schon verloren und ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die anderen von uns ihnen folgen werden?

Wie sagte Patanjali in seinem Yoga Sutra II.46 so schön, unsere Beziehung zu uns selbst sollte stets im Gleichgewicht zur Natur sein und so ein Gewinn für uns und unsere Umgebung sein und unsere Verbindung zur Erde stets voller Freude.

Liegt vielleicht darin der Schlüssel zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit?

René Hug mit Schale
© www.reneyoga.ch

Dabei ist es eigentlich sehr einfach, zu mehr innerer Ruhe zu finden. Und dennoch fällt es sehr vielen Menschen heutzutage schwer, diesen Zustand zu erreichen und zu bewahren. Man muss sich einfach nur mehr Zeit für SICH nehmen, ohne Ablenkungen und Reize der „Aussenwelt“. Für die meisten von uns würde das bedeuten: Smartphone aus – nein, nicht nur auf ‚tonlos’ stellen, komplett aus – Computer herunterfahren und den Terminkalender schliessen. Dann einen ruhigen Platz suchen, bequem hinsetzen und nur hören. Wann war es das letzte Mal, dass du auf deinen Herzschlag gehört hast, oder auf deinen Atem? Oder auf diese leise feine innere Stimme, die genau weiss, was du brauchst und was gut für dich ist? Den Weg zu deiner inneren Mitte findest du nur, wenn du hören und zuhören kannst... und zwar auf dich selbst. Hast du diese Mitte erreicht, dann findest du die Ruhe und Gelassenheit, die jeder von uns so sehr braucht.

Einer der besten und effektivsten Wege, um die innere Mitte zu finden, ist meiner Meinung nach „Restorative Yoga“, „Yin Yoga“, oder Klangmeditation zu praktizieren. Ja ich weiss, ihr denkt jetzt der MUSS das schreiben, denn schliesslich ist er ja Yogalehrer. Ich muss das NICHT schreiben, aber als Ex-Banker, der endlich den Weg zu seiner Mitte gefunden hat, weiss ich, wovon ich spreche. Wenn ihr wissen wollt, was wirklich wichtig in EUREM Leben ist, dann müsst ihr lernen wieder EUCH zu zuhören. Ihr müsst lernen, euch und euren Gedanken wieder Raum zu geben und sie ohne zu werten stehen zu lassen und darüber nachzudenken, ob und was sie euch bedeuten.

Durch diese zwei Yogaarten ist es relativ leicht, loszulassen und einfach einmal nur zu „Sein“, nur zu „Existieren“ – ohne Leistungsvergleiche mit Anderen, ohne Druck und Anstrengung – nur in sich hineinzuhören und zu zuhören. Ihr werdet erstaunt sein, was ihr zu hören bekommt! Und manchmal wird es dazu auch Mut brauchen.

Als Restorative- und Yin-Yoga Lehrer ist es für mich mit das schönste Kompliment, wenn die Teilnehmer einer meiner Stunden danach bei mir im Studio stehen und sich mit den Worten verabschieden:“...ich hätte nie geglaubt in einer Yogastunde loslassen zu können. Doch nun weiss ich, dass es möglich ist.“! Es ist nicht nur ein schönes Kompliment, es gibt mir auch die Kraft und Energie, weiter zu machen auf diesem Weg und zeigt mir, dass es damals die richtige Entscheidung in meinem Leben war, mir zu zuhören und Yogalehrer zu werden. So ist es mein Bestreben, das „suburb yoga“ Studio zu einem Ort des Friedens und der Besinnlichkeit zu machen, ein Ort, an dem man für ein paar Stunden einfach nur „Sein“ kann, um seine Mitte zu finden und sich zu zuhören. In diesem Sinne:

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu



René Hug unterrichtet seit über 10 Jahren einen Stil, der durch Yin & Yang Yoga und Yin Yoga geprägt ist. Durch das Praktizieren dieser Stile erlangte er innere Ruhe und Gelassenheit, wodurch er einen tieferen Bezug zum Yoga fand. Die allgemein gelehrte Achtsamkeit, sowie Meditations- und Atemtechnik ist teil seines Unterrichts, wobei dabei auch viele Elemente inspiriert durch seine eigene tägliche Yoga Praxis einfliessen.
Um sein Wissen über den menschlichen Körper und seine Funktionen zu vertiefen und zu erweitern besuchte René Hug regelmässige Yogatherapie Workshops bei der „International Yoga Alliance“.
Durch die ständige persönliche Weiterbildung, mittlerweile mehr als 1000 Stunden (RYS Yoga Alliance), und den Wissensaustausch mit den dort zertifizierten international anerkannten Yin Yoga Lehrern hält sich René auf dem aktuellsten Wissensstand. Dadurch kann er noch spezifischer auf die Bedürfnisse seiner Klienten eingehen.
Zudem gehört er der „International Yoga Alliance“, der „Yoga Alliance Europe“ sowie dem „Schweizerischen Yogaverband” an.

www.reneyoga.ch
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