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“Was Du mich tun lässt, begreife ich…”



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Von Eltern, die ihre verstorbene Tochter selbst bestatten “Was Du mich tun lässt, begreife ich…”

Barbara Rolf
© www.bestattungen-rolf.de
Behauptet habe ich es schon einige Male, wenn Gruppen zu Besuch waren oder im Rahmen von Vorträgen:

Man kann (wenn man diesen Wunsch, die Kraft und die Helfer hat) im Trauerfall theoretisch alles selbst machen.

von Barbara Rolf


Heute durften wir erstmals erleben, dass es nicht nur in der Theorie, sondern auch tatsächlich geht.

Eine Familie rief an, deren Tochter verstorben ist. Sie haben sie selbst gewaschen, eingekleidet und zu Hause aufgebahrt.

Sie sind zum Standesamt, zum Friedhofsamt und zum Pfarramt gegangen, haben alles amtlich Notwendige getan und die Bestattung terminiert.

Die Benachrichtigungen machen sie ebenfalls selbst und mit Hilfe von Freunden.

Morgen Mittag kommt der Vater der Verstorbenen zu uns, holt einen Naturholzsarg mit Griffen und leiht unser weißes Bestattungsfahrzeug aus, das er uns am Sonntag wieder zurückbringen wird.

Sie werden sie selbst einsargen, sie in eigenes Bettzeug betten und den Sarg noch zu Hause mit Blumen schmücken lassen.

Blumen
© www.adeo-online.de

Der Vater wird den Bestattungswagen selbst zur Kirche und im Anschluss an die Trauerfeier zum Friedhof fahren. Die Angehörigen werden den Wagen zu Fuß begleiten (die Wege sind kurz).

Die Sargträger kommen aus dem Familien- und Freundeskreis.

Zugegeben: Nicht gut für den Umsatz.

Aber gewiss gut für den Trauerprozess dieser Angehörigen, weil es ihnen so entspricht. Und (das jedenfalls vermute ich) auch gut für die Verstorbene, die nie in anderen Händen ist, als in denen ihrer Lieben.


Barbara Rolf



Barbara Rolf
© www.adeo-online.de
Ihr Bruder und ein Jugendfreund starben jung und unter traumatischen Umständen, so dass sie schon früh mit Tod, Trauer und Bestattung in Berührung kam.

Nach dem Studium der Theologie (Diplom im Mai 2004) arbeitete sie dreieinhalb Jahre lang angestellt bei verschiedenen Bestattungsinstituten in Stuttgart und Umgebung.

Der Wunsch nach einer natürlichen, transparenten und offenen Bestattungsarbeit, die die Trauersituation der Angehörigen nicht ausnutzt, sondern nach dem fragt, was sie (und der Verstorbene) wirklich brauchen und was nicht, führte 2008 zur Gründung des eigenen Bestattungsunternehmens in Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen.

Barbara Rolf ist Trauerrednerin, integrative Trauerbegleiterin und absolvierte eine Fortbildung in hygienischer Totenversorgung.

Sie arbeitete an einigen Veröffentlichungen mit, hält Vorträge, leitet Seminare und Workshops zu verschiedenen Themen rund um Trauer und Bestattung.

Der Film „Die mit den Toten spricht“ von Andrea Lotter (Erstausstrahlung an Karfreitag 2012) wurde mit dem Journalistenpreis der Diakonie Baden-Württemberg ausgezeichnet und gibt einen tiefen Einblick in ihre Arbeit.

www.bestattungen-rolf.de



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