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Die schönsten Frühlingsgedichte


Der Frühling ist für viele die schönste Jahreszeit. Auch bekannte und beliebte Lyriker und Schriftsteller wie Goethe , August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Christine Nöstlinger u. v. a. lassen sich vom neu aufblühenden Leben in der Natur inspirieren. Frühlingsgedichte haben durch die Ursprünglichkeit und Schönheit der Natur in dieser Jahreszeit eine besondere Ausstrahlung.

Frühlingsgedichte erzählen über den Frühling, neu erwachendes Leben und reflektieren den Kreislauf des Lebens. Die erwachende Natur spiegelt sich auch oft in Gefühlen erstarrter Menschen, die neuen Lebensmut schöpfen. Aber Frühlingsgedichte zeigen auch die Freude auf das neue Aufkeimen froher Lebensgefühle, neuer Hoffnung aus verzauberten Eislandschaften. .Die schönsten Frühlingsgedichte haben hier für sie gesammelt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame Pause zum Aufatmen und Kräftesammeln.

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Die schönsten Frühlingsgedichte
© Megan Ruth/pexels.com


März

Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.

Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.

Johann Wolfgang von Goethe
(1817)



Frühlingsträume


Weit zieht der Winter sich zurück,
es grünen Busch und Bäume.
Das Lied der Nachtigall heißt Glück,
im Glanz der Frühlingsträume.

Natur uns schon erahnen lässt,
was wir bald nicht mehr missen
und weisend auf das Osterfest
blüh`n leuchtendgelb Narzissen.

Anita Menger


Winter ade!


So hört doch, was die Lerche singt!
Hört, wie sie frohe Botschaft bringt!
Es kommt auf goldnem Sonnenstrahl
Der Frühling heim in unser Tal,
Er streuet bunte Blumen aus
Und bringet Freud' in jedes Haus.
Winter, ade!
Frühling, juchhe!

Was uns die liebe Lerche singt,
In unsern Herzen widerklingt .
Der Winter sagt: ade! ade!
Und hin ist Kälte, Reif und Schnee
Und Nebel hin und Dunkelheit  —
Willkommen, süße Frühlingszeit!
Winter, ade!
Frühling, juchhe!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(ca. 1827)



Frühling


Eines Morgens
ist der Frühling da.
Die Mutter sagt,
sie riecht ihn in der Luft.

Pit sieht den Frühling.
An den Sträuchern im Garten
sind hellgrüne Tupfen.

Anja hört den Frühling.
Neben ihr, auf dem Dach,
singen die Vögel.

Unten vor dem Haus
steigt Vater in sein Auto.
Er fühlt den Frühling.
Die Sonne scheint warm
auf sein Gesicht.

Aber schmecken
kann man den Frühling noch nicht.
Bis die Erdbeeren reif sind,
dauert es noch lange.

Christine Nöstlinger



Frühling

Hoch oben von dem Eichenast
Eine bunte Meise läutet
Ein frohes Lied, ein helles Lied,
Ich weiß auch, was es bedeutet.

Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras,
Die Blumen werden blühen;
Es wird die ganze weite Welt
In Frühlingsfarben glühen.

Die Meise läutet den Frühling ein,
Ich hab' es schon lange vernommen;
Er ist zu mir bei Eis und Schnee
Mit Singen und Klingen gekommen.

Hermann Löns (1866 - 1914)


Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh;
Er kam, er kam ja immer noch
die Bäume nicken sich´s zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss;
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt:
”Es ist erst März
und März ist noch nicht Mai.”

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag´s auch du.

Theodor Fontane





Frühling ist wieder gekommen
.

Die Erde ist wie ein Kind, das Gedichte weiss;
viele, o viele.... Für die Beschwerde
langen Lernens bekommt sie den Preis.

Streng war ihr Lehrer. Wir mochten das Weiße
an dem Barte des alten Manns.
Nun, wie das Grüne. das Blaue heiße,
dürfen wir fragen: sie kann's, sie kann's!

Erde, die frei hat, du glückliche, spiele
nun mit den Kindern. Wir wollen Dich fangen,
fröhliche Erde. Dem Frohsten gelingts.

O,was der Lehrer sie lehrte, das Viele,
und was gedruckt steht in Wurzeln und langen
schwierigen Stämmen: sie singt's, sie singt's!


Rilke, Rainer Maria (1875 - 1926)




Nun will der Lenz uns grüßen


Nun will der Lenz uns grüßen,
von Mittag weht es lau;
aus allen Wiesen sprießen
die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide
sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide
zum Maientanze ein.

Waldvöglein Lieder singen,
wie ihr sie nur begehrt;
drum auf zum frohen Springen,
die Reis' ist Goldes wert.
Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kinden
ein End all Wintersleid.

Volkslied





Apologie

Dass ich auch zur schönen Zeit des Frühlings
Morgens lange stets im Bette säume,
Darum wollt ihr, Freunde, mich verklagen?
Tut es immerhin! Euch hat beim Werden
Nicht die Muse freundlich angelächelt,
Und mit Morpheus lieblichem Geschlechte
Seid ihr ganz und gar in herbem Zwiespalt.
Nicht die Wonne kennt ihr, auf dem Lager
Sich zu dehnen, wenn am offnen Fenster
Grünes Weinlaub schwankt im Sonnenschimmer
Und die Blüten rot und weiss hereinwehn.
Draussen in den Rosenbüschen flötet
Dann die Nachtigall, und wie die Töne
Lieblich sich durch meine Seele dehnen,
Spinnt der Morgentraum in halbem Wachen
Sich noch fort und wird zu holden Liedern.
Trifft mir endlich dann der Strahl die Wimpern,
Spring' ich rasch empor, auf weisse Blätter
Die gereimten Träume festzubannen.
Abends aber schleich' ich zur Geliebten,
Und sie liest es, was in süsser Dämmrung
Grüssend durch des Freundes Brust gezogen,
Und mit Küssen lohnt sie jede Zeile.

Sagt nun, ihr profanen Traumverächter,
Sagt nun, wollt ihr länger noch mich schelten?

Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker




Abklingendes Aprilgewitter


Aus grauem Himmel
sticht die Sonne.

Jagende Wolken, blendendes Blau!
Ins grüne Gras greift der Wind, die Silberweiden sträuben sich.

Plötzlich  -  still.

Auf einem jungen Erlenbaum
wiegen sich blinkende Tropfen!

Arno Holz




“Frühlingsglaube”


Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und weben Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herz, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag.
Man weiß nicht, was noch kommen mag.
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal.
Nun, armes Herz, vergiß die Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.



Ludwig Uhland, 1787-1862

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