Ariadne von Schirach im Interview: "Glück ist gelebter Sinn."
Wann haben Sie das letzte Mal wirklich tief in sich hineingehört?
Wir jagen dem Glück hinterher, optimieren unser Leben, suchen nach äußeren Erfolgsformeln – dabei liegt die Antwort oft in der größten Stille: dem Gespräch mit unserer Seele. Die Philosophin Ariadne von Schirach stellt genau diesen inneren Dialog in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Sie ist eine wichtige Stimme, die uns daran erinnert, dass die wahre Kunst des Lebens darin besteht, vom endlosen Streben zum mutigen Sein überzugehen. Ariadne von Schirach zeigt auf, dass Glück vielleicht gar kein Ziel ist, das wir erreichen müssen, sondern ein Zustand, der entsteht, wenn wir mit uns selbst Einverstanden sind.
In ihrem Buch „Glücksversuche: Von der Kunst, mit seiner Seele zu sprechen“ erkundet sie diesen Weg. Und so geht es im nachfolgenden Interview um die Weisheit Buddhas und der Antike, die Psychologie hinter unserer Angst vor dem Glück und darüber, welche Fragen wir stellen müssen, um den Kontakt zur eigenen Seele wiederherzustellen.

© Elisabeth Giovanoli
Ariadne von Schirach im Interview mit Annette Maria Böhm
LEBE-LIEBE-LACHE: Siddhartha Gautama lehrte einst: ‚Es gibt keinen Weg zum Glück; glücklich sein, ist der Weg.‘ Doch unsere menschliche Natur scheint oft genau das Gegenteil zu wollen: Wir suchen, wir streben, wir fragen unablässig nach dem Sinn, statt einfach zu sein. Wenn wir diese spirituelle Sicht mit unserer eigenen kulturellen Wurzel, der Antike, abgleichen: Sahen die großen westlichen Philosophen das Glück ähnlich – als einen inneren Zustand – oder hatten sie ganz andere Rezepte, um die menschliche Sehnsucht nach Erfüllung zu stillen?
ARIADNE VON SCHIRACH: Was mich bei der Beschäftigung mit den Denkern der Antike und dem Denken anderer Kulturen am meisten berührt ist die Einsicht, dass uns Menschen letztlich viel doch mehr verbindet als trennt. Wir alle brauchen Freiheit und Geborgenheit, Teilhabe und Eigensinn. Wir alle können uns an die Welt verlieren, und wir alle müssen immer wieder zu uns selbst zurückkehren. Ob wir jetzt die Anhaftungen loslassen, wie der Buddha rät, oder durch Meditation, Therapie und Austausch unser Nervensystem besser regulieren meint an gewissen Stelle genau das Gleiche.
Und doch gibt es belebende Unterschiede. Besonders mag ich den Rat des antiken Philosophen der Freude, Epikur: Lathe biosas, lebe im Verborgenen. Gerade scheint es so leicht zu sein, das eigene Leben digital zu zeigen und zu optimieren: alles ist eindeutig, hell, kontrollierbar. Doch das Wesentliche sieht man nicht. Die Verbindungen, die wir suchen, die Resonanzen, Synchronizitäten und Erkenntnismomente sind ebenso lichtscheu wie vieldeutig. Der Sinn muss im Dunklen blühen, auf dass wir seine Früchte im Licht miteinander teilen können.
ARIADNE VON SCHIRACH: Was mich bei der Beschäftigung mit den Denkern der Antike und dem Denken anderer Kulturen am meisten berührt ist die Einsicht, dass uns Menschen letztlich viel doch mehr verbindet als trennt. Wir alle brauchen Freiheit und Geborgenheit, Teilhabe und Eigensinn. Wir alle können uns an die Welt verlieren, und wir alle müssen immer wieder zu uns selbst zurückkehren. Ob wir jetzt die Anhaftungen loslassen, wie der Buddha rät, oder durch Meditation, Therapie und Austausch unser Nervensystem besser regulieren meint an gewissen Stelle genau das Gleiche.
Und doch gibt es belebende Unterschiede. Besonders mag ich den Rat des antiken Philosophen der Freude, Epikur: Lathe biosas, lebe im Verborgenen. Gerade scheint es so leicht zu sein, das eigene Leben digital zu zeigen und zu optimieren: alles ist eindeutig, hell, kontrollierbar. Doch das Wesentliche sieht man nicht. Die Verbindungen, die wir suchen, die Resonanzen, Synchronizitäten und Erkenntnismomente sind ebenso lichtscheu wie vieldeutig. Der Sinn muss im Dunklen blühen, auf dass wir seine Früchte im Licht miteinander teilen können.
LEBE-LIEBE-LACHE: Es gibt ja das Sprichwort, das Leo Tolstoi zugeschrieben wird: Willst du glücklich sein im Leben, dann sei es! Also alles eine Frage der Einstellung? Oder machen wir es uns damit zu leicht?
ARIADNE VON SCHIRACH: Ich glaube, es gibt gerade nicht Schwierigeres und nichts Notwendigeres, als an uns Menschen zu glauben. Es ist doch nichts leichter, als zu verzweifeln, zu hassen und sich dafür mit Konsum zu trösten. Diese fatalistische Stimmung ist nicht nur latent kriegsfördernd, sie ist auch feige und bequem. Es kostet Mut und Kraft, dem Leben Sinn und Freude abzuringen, großzügig zu sein, Möglichkeiten zu schaffen. Das Leben hat den Sinn, den wir ihm geben. Und zugleich den Sinn, den wir darin finden – von Morgenlicht zu Katzenfell, von Nachtgespräch zu Winterreise. Wir müssen immer wieder Ja zu uns und zum Leben sagen, da hat Tolstoi ganz Recht. Denn wenn wir es schon machen müssen, warum machen wir es nicht schön?
LEBE-LIEBE-LACHE: In der Natur gibt es kein „Müssen“, nur ein „Sein“. Ein Baum fragt sich nicht, ob er gerade glücklich ist, er wächst einfach. Was können wir von der Natur lernen, wenn es darum geht, den ständigen Bewertungslärm in unserem Kopf abzuschalten?
ARIADNE VON SCHIRACH: Wir können viel von Bäumen lernen. Unsere Wurzeln nähren, unsere Familie, unsere Ahnen, unser Erbe. Einen guten Umgang mit unseren Nachbaren und Nachbarinnen pflegen, unsere Kinder lieben, für Mit-Bäume und Mit-Menschen sorgen, die gerade geschwächt sind, unsere Früchte behüten und großzügig teilen, und schließlich unsere Gedanken und unsere Aufmerksamkeit wie Äste in den Kosmos, zu den Sternen recken.
Wir sind aber keine Bäume, sondern geistige Wesen, die denken und nachdenken können und immer wieder selbst auf ihr Leben zu antworten haben. Wir Menschen haben große Macht und große Verantwortung und es ist auch für die Bäume von Gewicht, was wir über unsere Spezies, die Erde und unser Zusammenleben hier denken. Deshalb sollten wir den Lärm in unserem Kopf nicht einfach nur abschalten, sondern immer wieder sinnvoll kuratieren.
Ariadne von Schirach (Autorin)
Glücksversuche
Von der Kunst, mit seiner Seele zu sprechen
Eine Einladung, mit der Rettung der Welt bei sich selbst zu beginnen.
Wie komme ich mir selbst und damit auch meinem Glück ein wenig näher? Das neue Buch von Ariadne von Schirach ist ein ebenso kluger wie humorvoller Kompass für antike und aktuelle Glücksvorstellungen. In 80 Selbstversuchen zeigt sie Wege auf, die innere Stimme hörbar zu machen. Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie und Psychologie spielen dabei ebenso eine Rolle wie die griechischen Philosophen.
Aber dürfen wir in Zeiten wie diesen überhaupt nach Glück streben? Darf ich mich um mein eigenes Wohlbefinden kümmern, wenn gleichzeitig so viele Menschen überall auf der Welt um ihr Leben, ihre Rechte oder um Anerkennung kämpfen müssen? Ja, denn das Glück, um das es in diesem Buch geht, meint weder Selbstoptimierung noch Positive Psychologie. Es ist nicht selbstbezüglich, sondern kreist um Beziehungen und Teilhabe und steht in einer Tradition der Lebenskunst, die mit dem griechischen Philosophen Epikur begann. Dieser stellte die bewusste Freude am eigenen Leben und die Freundschaft mit Anderen ins Zentrum seines Denkens. Und auch heute gilt es, gut für sich zu sorgen, damit man sich gut um Andere und Anderes sorgen kann – ob um das Klima, um eine Arbeit, die einem wichtig ist, oder um Menschen, die einem am Herzen liegen. Denn ein glückliches Leben ist immer auch ein sinnvolles Leben.
Wie komme ich mir selbst und damit auch meinem Glück ein wenig näher? Das neue Buch von Ariadne von Schirach ist ein ebenso kluger wie humorvoller Kompass für antike und aktuelle Glücksvorstellungen. In 80 Selbstversuchen zeigt sie Wege auf, die innere Stimme hörbar zu machen. Erkenntnisse aus Evolutionsbiologie und Psychologie spielen dabei ebenso eine Rolle wie die griechischen Philosophen.
Aber dürfen wir in Zeiten wie diesen überhaupt nach Glück streben? Darf ich mich um mein eigenes Wohlbefinden kümmern, wenn gleichzeitig so viele Menschen überall auf der Welt um ihr Leben, ihre Rechte oder um Anerkennung kämpfen müssen? Ja, denn das Glück, um das es in diesem Buch geht, meint weder Selbstoptimierung noch Positive Psychologie. Es ist nicht selbstbezüglich, sondern kreist um Beziehungen und Teilhabe und steht in einer Tradition der Lebenskunst, die mit dem griechischen Philosophen Epikur begann. Dieser stellte die bewusste Freude am eigenen Leben und die Freundschaft mit Anderen ins Zentrum seines Denkens. Und auch heute gilt es, gut für sich zu sorgen, damit man sich gut um Andere und Anderes sorgen kann – ob um das Klima, um eine Arbeit, die einem wichtig ist, oder um Menschen, die einem am Herzen liegen. Denn ein glückliches Leben ist immer auch ein sinnvolles Leben.
LEBE-LIEBE-LACHE: Ist die Art, wie wir heute häufig Glück abhandeln – zum Beispiel in Talkshows –, zu vordergründig, wenn es etwa darum geht, ob Geld glücklich macht, Liebe oder beruflicher Erfolg oder persönliche Freiheit? Was fehlt in diesen öffentlichen Debatten über das Glück Ihrer Meinung nach am meisten?
ARIADNE VON SCHIRACH: Glück ist Einklang mit sich und der Welt. Glück ist gelebter Sinn. Diese Tiefendimension scheint immer mehr aus dem Fokus zu rücken. Wie so vieles andere auch wurde die Philosophie entkernt und „snackisiert“. Doch im Herzen der Dinge geht es eben um ein „Warum“ und „Wofür“, also um den Sinn. Warum sind wir hier, was ist ein gutes Leben? Warum ist Frieden besser als Krieg, warum wäre es sinnvoller, die Schwachen zu schützen als die Mächtigen zu stärken, warum tut es mir weh, was mit den Frauen in Afghanistan und im Iran passiert? Wenn wir uns dem Warum widmen, entdecken wir die Verbundenheit der Dinge und unseren eigenen Platz im Gewebe des Seins.
Wir alle sind hier, um herauszufinden, wer wir sind und sein wollen und wie wir dabei nicht nur uns, sondern auch der Schöpfung gerecht werden können. Wenn wir diese Balance finden, sind wir auf dem Weg, im Sinn, im Tao. Dann stolpern wir, und müssen neu beginnen. Zen-Geist ist Anfängergeist und nichts versöhnt uns besser mit unserer Fehlbarkeit als ein guter Humor.
LEBE-LIEBE-LACHE: Kann man glücklich sein, ohne seine Abgründe zu kennen?
ARIADNE VON SCHIRACH: Ich denke nicht. Vielmehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass positive Ereignisse mich und meine eigene Kraft stärken, während alles Negative mich mit den anderen verbindet – meine Traurigkeit und meine Verletzungen, meine Gier und meine Gefräßigkeit, meine Eitelkeiten, mein Neid und mein Menopausen-Wollkopf in ungünstigen Situationen. Abgründe befreien vom Gutmenschentum und sind gut für die Gemeinschaft. Und für den Humor (lacht).
ARIADNE VON SCHIRACH: Ich denke nicht. Vielmehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass positive Ereignisse mich und meine eigene Kraft stärken, während alles Negative mich mit den anderen verbindet – meine Traurigkeit und meine Verletzungen, meine Gier und meine Gefräßigkeit, meine Eitelkeiten, mein Neid und mein Menopausen-Wollkopf in ungünstigen Situationen. Abgründe befreien vom Gutmenschentum und sind gut für die Gemeinschaft. Und für den Humor (lacht).
LEBE-LIEBE-LACHE: Die Beschäftigung mit dem eigenen Glück wird heute oft als Egoismus kritisiert. Wo verläuft für Sie die Grenze zwischen narzisstischer Selbstbespiegelung und einer notwendigen, gesunden Seelenpflege, die uns erst fähig macht, auch für andere da zu sein?
ARIADNE VON SCHIRACH: Ich glaube, dass wir alle solche Dinge ganz gut wissen. Meiner Erfahrung nach spricht alles ständig – die Seele, das Gewissen, das Leben – nur wir hören oft nicht zu. Wenn wir Glück als Sinn verstehen, nicht als Resultat gelungener Selbstoptimierung oder als neoliberalen Leistungskonsum, dann geht es immer schon um eine Balance zwischen mir und den anderen, Mensch und Welt. Wahres Glück ist immer eine Win-Win-Situation.
ARIADNE VON SCHIRACH: Ich glaube, dass wir alle solche Dinge ganz gut wissen. Meiner Erfahrung nach spricht alles ständig – die Seele, das Gewissen, das Leben – nur wir hören oft nicht zu. Wenn wir Glück als Sinn verstehen, nicht als Resultat gelungener Selbstoptimierung oder als neoliberalen Leistungskonsum, dann geht es immer schon um eine Balance zwischen mir und den anderen, Mensch und Welt. Wahres Glück ist immer eine Win-Win-Situation.
LEBE-LIEBE-LACHE: Ist das „Einverstanden-Sein“ mit dem eigenen Leben vielleicht viel wertvoller als der kurze Rausch des Glücksmoments?
ARIADNE VON SCHIRACH: Das sind zwei unterschiedliche Perspektiven. Das Einverstanden-Sein, die Zufriedenheit erscheint als Resultat gelungener Lebensentscheidungen, während Glücksmomente oft Geschenke des Lebens sind. Aber wenn wir dankbar und zufrieden sind – Dankbarkeit ist wichtigste Glückstrategie, weil sie den Blick auf das lenkt, was wir haben und nicht auf das, was fehlt - also wenn wir bei uns zu Hause und im Einklang mit dem Leben sind, dann hat es das Glück vielleicht ein wenig leichter, uns zu finden.
ARIADNE VON SCHIRACH: Das sind zwei unterschiedliche Perspektiven. Das Einverstanden-Sein, die Zufriedenheit erscheint als Resultat gelungener Lebensentscheidungen, während Glücksmomente oft Geschenke des Lebens sind. Aber wenn wir dankbar und zufrieden sind – Dankbarkeit ist wichtigste Glückstrategie, weil sie den Blick auf das lenkt, was wir haben und nicht auf das, was fehlt - also wenn wir bei uns zu Hause und im Einklang mit dem Leben sind, dann hat es das Glück vielleicht ein wenig leichter, uns zu finden.
LEBE-LIEBE-LACHE: Es klingt absurd, aber viele Menschen haben offenbar Angst, wirklich glücklich zu sein – aus Sorge, es sofort wieder zu verlieren (Cherophobie). Kennen Sie dieses Gefühl, dass man sich innerlich wappnet, wenn es gerade „zu gut“ läuft? Und wie bleibt man trotzdem offen?
ARIADNE VON SCHIRACH: Wir alle sind Hochstapler, die sich ebenso finden wir erfinden müssen. Und dabei darauf vertrauen, dass der Boden uns trägt. Zufriedenheit, Vertrauen und Dankbarkeit helfen gegen den Schwindel. Und Mut, Entschlossenheit und Leichtigkeit helfen gegen die Trägheit, Feigheit und Bequemlichkeit, die wir Menschen ebenso alle gemeinsam haben. Es gibt so viel zu entdecken und zu erfahren in diesem Leben, so viel Schönes, so viel Schmerz und so viel Glück. Und wie sagte der Dichter Dylan Thomas: Do not go gentle into that good night.
ARIADNE VON SCHIRACH: Wir alle sind Hochstapler, die sich ebenso finden wir erfinden müssen. Und dabei darauf vertrauen, dass der Boden uns trägt. Zufriedenheit, Vertrauen und Dankbarkeit helfen gegen den Schwindel. Und Mut, Entschlossenheit und Leichtigkeit helfen gegen die Trägheit, Feigheit und Bequemlichkeit, die wir Menschen ebenso alle gemeinsam haben. Es gibt so viel zu entdecken und zu erfahren in diesem Leben, so viel Schönes, so viel Schmerz und so viel Glück. Und wie sagte der Dichter Dylan Thomas: Do not go gentle into that good night.
LEBE-LIEBE-LACHE: Wenn unsere LeserInnen heute Abend einen ersten kleinen „Glücksversuch“ starten möchten: Welche einfache Frage könnten sie ihrer Seele stellen, um den Kontakt wieder aufzunehmen?
ARIADNE VON SCHIRACH: Man kann eine kleine Liste machen. Auf die eine Seite schreibt man, was man mag, auf die andere, was man nicht mag. Texturen, Gerüche, Tageszeiten. Orte, Farben, Tiere. Gesprächssituationen, Charaktereigenschaften, Musik. Usw. Ich beispielsweise liebe Grün und Gold und Katzen, und ich mag weder helles Holz noch Lakritze. Und Angeber, die mag ich auch nicht, wobei man sich bei jeder Bewertung leider auch immer an die eigene Nase fassen muss (lacht).
ARIADNE VON SCHIRACH: Man kann eine kleine Liste machen. Auf die eine Seite schreibt man, was man mag, auf die andere, was man nicht mag. Texturen, Gerüche, Tageszeiten. Orte, Farben, Tiere. Gesprächssituationen, Charaktereigenschaften, Musik. Usw. Ich beispielsweise liebe Grün und Gold und Katzen, und ich mag weder helles Holz noch Lakritze. Und Angeber, die mag ich auch nicht, wobei man sich bei jeder Bewertung leider auch immer an die eigene Nase fassen muss (lacht).
LEBE-LIEBE-LACHE - ESSENTIALS
- LEBE: Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ariadne von Schirach: Per aspera ad astra, durch die Mühsal zu den Sternen - LIEBE: Welche war Ihre letzte Liebestat?
Ariadne von Schirach: Die erste Regel von Fight Club lautet: Man verliert kein Wort über Fight Club. - LACHE: Worüber haben Sie zuletzt von Herzen gelacht.
Ariadne von Schirach: Mit der Ö1-Journalistin Juliane Lehmayer über die Gesamtsituation; wir haben etwas für ihr Feature über die Inszenierung des guten Lebens in den sozialen Medien aufgenommen.
Ariadne von Schirach
Ariadne von Schirach unterrichtet Philosophie und chinesisches Denken an verschiedenen Hochschulen und hält Vorträge im In- und Ausland. Zudem arbeitet sie als freie Journalistin und Kritikerin. Sie wurde bekannt als Autorin der Sachbuch-Bestseller »Der Tanz um die Lust« (2007) und »Du sollst nicht funktionieren. Für eine neue Lebenskunst« (2014). »Die psychotische Gesellschaft. Wie wir Angst und Ohnmacht überwinden« (2020) bildet als dritter Teil den Abschluss dieser Trilogie des modernen Lebens. 2016 veröffentlichte sie das psychologische Fachbuch »Ich und Du und Müllers Kuh. Kleine Charakterkunde für alle, die sich und andere besser verstehen wollen«. Auch ihr im Herbst 2021 erschienenes, neuestes Buch »Glücksversuche. Von der Kunst, mit seiner Seele zu sprechen« war ein Spiegel-Bestseller.
