Alte Schätze wieder zum Glänzen bringen - geliebte Möbel wie die Profis restaurieren
Schöne alte Möbelstücke sind einzigartig und erst recht nicht austauschbar. Sie stellen nicht selten einen symbolischen wie auch ideellen Wert dar und man möchte sich nur ungern von ihnen trennen. Selbst wenn die gesamte Wohnung bis auf die Einzelexemplare aus vergangenen Jahrhunderten womöglich hochmodern eingerichtet ist, man schätzt diese wertvollen und kostbaren Stücke und hütet sie sorgsam. Doch in die Jahre gekommene Möbel benötigen hier und da einiger Aufbereitungsarbeiten. Da nagt nicht nur der Holzwurm, sondern auch Sonne, Licht, Feuchtigkeit und Co. können den schönen Stücken ganz schön zusetzen. Diese können dann mit etwas Know-how und Übung durchaus auch zuhause in Eigenregie sorgsam und professionelle restauriert werden.

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Schädigungen durch den Holzwurm
Lacke fürs Outfit und zum Schutz
Ist ein Möbelstück nicht großartig beschädigt, kann es ohne Weiteres mit bestimmten Lacken überzogen und gestrichen werden. Diese Lacke oder auch Lasuren sind in der Regel atmungsaktiv und dringen dennoch beim Auftragen selbst sehr dicht und zuverlässig in die Poren des Holzes ein. Somit sind die Möbelstücke dann sehr effektiv vor Lichteinflüssen und anderen Arten der Beschädigungen zunächst bestmöglich abgesichert. Auch Lacke und Lasuren mit Harzen sind hier sehr gut, da auch sie sich in jede kleinste Ritze und Pore des Holze anschmiegen und einfüllen lassen. Es gibt unterschiedliche Lacke und Harze, die hier angewendet werden können. Hier sollte man einen Anbieter in Sachen Epoxidharz aussuchen und schlussendlich dann den richtigen Lack mit den passenden Eigenschaften nutzen.
Grobe Beschädigungen ausgleichen
Sind die Möbel stark beschädigt und weisen diese eine grobe Abnutzung auf, sollte bevor es zur Lasur und zum endgültigen Überstrich kommt, mit Holzmasse ausgebessert werden. Denn diese Masse ermöglicht ein perfektes Ausgleichen und Ausbessern von Löchern, Ecken und Kanten und ist diese Masse einmal durch-getrocknet, ist sie steinhart und lässt sich prima überstreichen. Viele alte Schätze sind ineinander verleimt. Das bedeutet, dass besonders Stühle und Tische in ihren einzelnen Elementen aufgeteilt ineinander gefügt und verleimt wurden. Auch hier ist ein zügiges Handeln wichtig, um das Ganze bei der Nutzung nicht zum Einstürzen zu bringen. Denn sind diese Möbel einmal auf diese Weise beschädigt worden, können sie fast nur noch von Profis aufgearbeitet werden. Die Verleimungsstellen und Schnittstellen kann man aber zuhause vorsorglich unter anderem durch das Nageln an den Stellen unterstützen und auch neu und zusätzlich verleimen. Die Stabilität der Möbel muss auf jeden Fall gewährleistet werden, besonders eben dann, wenn sie auch noch im täglichen Gebrauch sind, gerade wenn diese stark beansprucht werden, wie etwa im Kinderzimmer oder auch im Werkelkeller.

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Schleifen, lackieren polieren
Die meisten antiken Möbel müssen um sie neu mit einer passenden Lasur zu streichen geschliffen werden. Denn nicht nur Unebenheiten können auf diese Weise verschwinden. Auch alte Farbschichten können generell so fein säuberlich abgeschliffen werden. Die neue Farbe haftet zudem am besten auf rauen Untergründen, also besonders gut auf geschliffenen Flächen. Die jeweiligen Lacke oder Lasuren sollten auf jeden Fall atmungsaktiv sein und speziell für dieses empfindliche Mobiliar brauchbar sein. Wer den Naturton des Möbels erhalten will, kann auch nur nach dem Reinigen des Möbels mit einem Antikwachs arbeiten. Diesen kann man kalt oder auch warm mit einem weichen Tuch auftragen und sobald er erkaltet ist oder schon fünf Minuten nach dem Auftragen, mit einem weiteren, weichen Tuch poliert werden. So erhalten selbst matte Farben und Möbel wieder richtig viel Glanz und Gloria.