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Jenny Jürgens - "Herzwerk" - Aktiv gegen Armut im Alter

Selbst vom Leben beschenkt, möchte Jenny Jürgens ein Bewusstsein dafür schaffen, dass finanzielle Not und Einsamkeit für erschreckend viele alte Menschen allgegenwärtige Realität sind. Selbst in einer reichen Stadt wie Düsseldorf .

Die Schauspielerin ist Initiatorin von "Herzwerk - Aktiv gegen Armut im Alter"

Jenny Jürgens - Herzwerk

Gegründet wurde das gemeinnützige Projekt 2009 mit Unterstützung des DRK als gleichberechtigten Partner. Hilfe bekommen Düsseldorfer Senioren die unterhalb der Armutsgrenze leben.



Jenny Jürgens über ihr Projekt "Herzwerk"

In Würde altern, der ewige Appell. Um diesem Ansinnen Gehör zu verleihen, habe ich 2009 gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz Düsseldorf das Projekt Herzwerk gegründet. Selbst vom Leben beschenkt möchte ich ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Armut und Einsamkeit im Alter für viele Menschen allgegenwärtige Realität sind. Zu unsichtbar scheint jedoch manchmal das, was uns selbst nicht betrifft.

Durch meine Arbeit als Botschafterin für Senioren beim Deutschen Roten Kreuz in Düsseldorf haben die Worte „Armut“ und „Alter“ plötzlich ein Gesicht bekommen. Lange keimte in mir der Wunsch, aktiv zu sein und zu helfen. Ich möchte meiner Aufgabe als Botschafterin mehr Ausdruck verleihen, als ab und an eine kleine Lesung zu absolvieren. Somit entstand 2007 meine Idee für Herzwerk.

Jenny Jürgens - Herzwerk
Mit Herzwerk möchte ich Menschen helfen, die durch ihre soziale Situation und ihr hohes Alter auf Hilfe angewiesen sind.
Wir möchten Patenschaften stiften, die sich
durch Geld und Zeitspenden auszeichnen. Wir möchten Wünsche erfüllen, die für manchenselbstverständlich klingen, es aber bei weitem nicht sind.



Einfach mal wieder einen Apfel essen – eine Taxifahrt zum Arzt – eine neue Brille – ein
Friseurbesuch oder auch menschliche Nähe spüren. Etwas anderes erfahren als
tagelang mit Wasser gestreckte Tütensuppen essen, oder eine Scheibe Brot die übers
Wochenende reichen soll. Das kann doch nicht sein? Doch! Genau so ist es – und die
Liste könnte endlos weitergehen.

Wer teilt beschekt sich selbst

In einer Gesellschaft, die sich fast ausschließlich dem Profit und der Jugend verschrieben hat, ist es vielleicht ein kühnes Unterfangen, Mitgefühl für diejenigen zu wecken, die altersbedingt im Abseits stehen. Wie es sich anfühlt, wenn die Vergangenheit immer länger und die Zukunft immer kürzer wird, weiß man wohl erst, wenn es so weit ist.

Das Bedürfnis, als ein menschlicher und untrennbarer Teil der Gesellschaft wahrgenommen zu werden, auch wenn man nicht mehr aktiv beitragen kann, ist in uns allen verankert. Sicher rühren große Kinderaugen stärker das Herz, als der Blick auf das Alter und die damit verbundene eigene Vergänglichkeit.


Jenny Jürgens - Herzwerk
Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir alle eines Tages unausweichlich diesen Weg zu gehen haben.


Glücklich kann sich der schätzen, der finanziell abgesichert ist. Der die Stütze der Familie und emotionale Sicherheit hat.Der sich keine Sorgen um einen leeren Kühlschrank oder beißende Einsamkeit machen muss. Der Versuch, die Welt mit den Augen derer zu sehen, die nicht auf der Sonnenseite stehen, ist meiner Ansicht nach eine moralische Pflicht und erfüllt schlussendlich auch uns selbst. Denn die Fähigkeit etwas abzugeben und zu teilen, beschenkt uns mit Mitgefühl, Menschlichkeit und der Dankbarkeit, die wir zurückbekommen. Oder einfacher gesagt, was würden wir uns wünschen, wären wir selbst von der Hilfe anderer abhängig?

Starker Partner DRK

Es wird viel gesprochen über das Alter und die Armut in diesen Zeiten. Vielleicht entsteht der Eindruck, dass es bereits immer einen anderen gibt, der schon etwas Sinnstiftendes tut, oder dass die Politik das Problem schon irgendwie lösen wird. Aber wenn alle so denken, entsteht Stillstand. Zum Glück gibt es allein beim DRK hunderttausende ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich täglich dafür einsetzen, den Menschen zu helfen, für die das Leben und ihr Alter zur unüberwindbaren Hürde geworden ist.

Dieser großartigen Haltung möchte ich mich mit Herzwerk anschließen.
Meine tiefe Dankbarkeit gilt besonders dem DRK Düsseldorf. Danke für die Unterstützung und den unbeirrbaren Glauben daran, dass Herzwerk seinen Platz in dieser Stadt finden und von den Menschen angenommen werden wird.

Man hat immer die Wahl

Jenny Jürgens - Herzwerk
Tue ich etwas, oder lasse ich es bleiben. Dazwischen bleibt nicht viel.

Sicher ist man manchmal erschlagen von der Flut der Bitten, die uns auf allen
Gebieten erreichen.






Überall werden Kontonummern eingeblendet und Aufrufe gestartet, bei denen um Spenden gebeten wird. Ständig fühlt man sich mit den Traurigkeiten der Welt konfrontiert und manchmal hilft nur Verdrängung.

Und nun bin ich selbst in der Position zu bitten

Ich habe Herzwerk ins Leben gerufen und will es mit Sinn füllen. Das kann ich natürlich nicht allein. Um auf das Projekt aufmerksam zu machen, muss ich an die Öffentlichkeit gehen. Es verlangt viel Fingerspitzengefühl, nicht den Eindruck zu erwecken, man wolle sich damit selbst in den Fokus rücken. Beispiele dieser Art kennen wir alle.

Das Projekt und die Spende

Herzwerk ist keine Stiftung und kein Verein. Es ist ein gemeinnütziges Projekt, nach einer Idee von mir. Unsere Zielgruppe sind Menschen ab dem 75sten Lebensjahr, die in Armut leben, sich nicht mehr selbst helfen können und keine ausreichende Unterstützung bekommen. Wir möchten Patenschaften stiften, die sich durch einen monatlichen Geldbetrag oder durch Zeitspenden auszeichnen. Mit Geld kann man sicher viel erreichen.

Die Einsamkeit jedoch, besiegt es nicht. Manche Wünsche wirken
vielleicht bedeutungslos auf uns. Für die Betroffenen sind sie mitunter existenziell. Diese alltäglichen Bedürfnisse zu erfüllen, ist unser Antrieb und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Ich möchte mich mit Herzwerk aktiv gegen die Armut im Alter einsetzen. Vorerst in der Stadt, in der ich lebe – und die ich liebe – und im besten Falle darüber hinaus.

Eine Plattform für die Zukunft

Mein Ziel und mein Wunsch ist es, mit Ihrer Hilfe eine Plattform zu schaffen, die es Senioren, die unterhalb der Armutsgrenze leben, ermöglicht, einen würdevollen Alltag zu verbringen. Allein in Düsseldorf sind vom DRK Tausende Senioren erfasst, die mit wenigen Euro am Tag auskommen müssen.

Was genau das bedeutet, habe ich erst
realisiert, als ich mit einem Betreuer Betroffene besucht habe. Diese Erfahrung hat mein Herz nachhaltig – und tief berührt, und ich konnte kaum glauben, was ich gehört und gesehen habe.Alt, krank, einsam und arm zu sein, ist eine schreckliche Situation und nicht selten übersteigt die Realität die Vorstellungen davon bei weitem.

Werden Sie Teil meiner Idee

Jenny Jürgens - Herzwerk
Es ist mir wichtig, mein Anliegen so zu vermitteln, dass auch Sie sich ermuntert fühlen,ein Teil davon zu werden. Mein Wunsch ist es, dass Herzwerk mit Ihrem Vertrauen und Ihrem Einsatz zu einem stabilen Projekt heranwächst, das Armut lindert, Leben erleichtert und Herzenswärme schenkt. Noch nie zuvor hatte der Mensch die Chance auf ein so langes Leben wie heute.


Diesem Geschenk sollte man nicht mit Furcht begegnen müssen, sondern mit Respekt und Dankbarkeit. Es gilt das Alter zu schützen, denn es ist ein Quell aus Erfahrungen und ein Fundus des Wissens. Es ist der letzte Abschnitt, in dem sich der Kreis der eigenen Geschichte würdevoll schließen sollte. Ich denke, der Blick auf das eigene Alter wird friedvoller mit dem Wissen, dass
es Menschen geben wird, die in Zukunft nach genau dieser Maxime handeln.

Und wer weiß, vielleicht sind wir dann diejenigen, die dankbar dafür sein werden.

Vielen Dank!
Jenny Jürgens


weitere Informationen über Herzwerk finden sie hier: http://www.herzwerk-duesseldorf.de/


Wenn Sie Geld für bedürftige Senioren spenden wollen, überweisen Sie Ihre Spende bitte auf das Herzwerk-Spendenkonto:

DRK-Kreisverband Düsseldorf e.V., "Herzwerk"
Konto-Nr.: 1005 470 149
Stadtsparkasse Düsseldorf
Bankleitzahl 300 501 10

Selbstverständlich können Sie Ihre Spende steuerlich geltend machen.

Wenn Sie bedürftigen Senioren Zeit spenden wollen, freut sich Herzwerk auf Ihren Anruf: 0211 2299-2000


Wo Gericht ist, da ist keine Wahrheit.
Leo N Tolstoi
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